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Literaturkurs landete Volltreffer

Beim Flug von „Stenner Airlines“ bangten Passagiere um ihr Leben

21.05.2012 | 16:30 Uhr
Beim Flug von „Stenner Airlines“ bangten Passagiere um ihr Leben
Mit der Aufführung von „Freitag der 13.“ landeten die Schüler des Literaturkurses LI5 einen Volltreffer.

Iserlohn. Ein Flugkapitän, der leidenschaftlich gern zu tief ins Glas schaut, zwei Stewardessen, die ständig darum bemüht sind, den Passagieren einzureden, dass alles in bester Ordnung sei und eine Bombe an Bord – beim Flug von „Stenner Airlines“ bangten die zehn Passagiere völlig zu Recht um Leib und Leben.

Und das so amüsant, dass die Lachmuskeln der über 200 Besucher in der Aula des Gymnasiums Auf dem Stenner auf eine wirklich harte Probe gestellt wurden. Mit der ersten Aufführung des Theaterstückes „Freitag der 13.“ landeten die Schüler des Literaturkurses LI5 einen Volltreffer um die Gunst der Gäste. Und das lag nicht nur an den überzeugenden Leistungen der 19 Darsteller auf der Bühne, sondern auch an der ausufernd liebevoll inszenierten Show, die das Geschehen um die Aufführung herum begleitete. Bereits vor dem Beginn der Vorstellung gingen alle Akteure aus dem Literaturkurs von Eva Feldmann völlig in ihren absurd anmutenden Rollen auf.

Pilot David begrüßte die Zuschauer bereits am Eingang der Aula und die Flugbegleiterinnen Isabel und Cindy verwandelten den Vorraum in den Check-In-Point der „Stenner Airlines“. Stilecht und detailverliebt in passenden Outfits. Ebenso wie die Kostüme, präsentierten sich natürlich auch die Eintrittskarten, die „echten“ Tickets einer dubiosen Fluggesellschaft nachempfunden wurden. Im Saal der Aula wurde es dann schon direkt zu Beginn des eigentlichen Schauspiels multimedial: Auf der Videoleinwand folgte man den Geschehnissen aus dem Cockpit der Chaosmaschine, während davor die aufgestellten Sitzreihen auf der Bühne einen Blick in den Bauch des Fliegers offenbarten. Dort hatten schon die zehn Passagiere Platz genommen, deren individuellen Gedankenwelten durch einen Off-Ton nachvollziehbar gemacht wurden.

Während eine krankhaft neurotische Reisende kaum kaum damit nachkam ihre unzähligen Ängste in eine vernünftige Reihenfolge zu bringen, waren die Probleme eines „netten Herren mit Migrationshintergrund“ gänzlich anderer Natur. Träumte der radikale Islamist Nico doch davon, den Flieger in die Luft zu sprengen. Zum Treiben in der Maschine reichten die Stewardessen derweil den Gästen in der Aula kleine Snacks. Entfesseltes Theater eben, bei dem auch die musikalischen Zwischenspiele nicht zu kurz kamen.

Mit dem Absturz beganndas Abenteuer

So folgte auf den unvermeidbar scheinenden Absturz des Flugzeuges eine Gesangsnummer, die Christopher Mattes präsentierte, der schreitend durch die Publikumsreihen den Schauplatz des Spiels zudem erweiterte. Mit dem Absturz des Flugzeuges begann das Abenteuer „Freitag der 13.“ dann erst richtig Fahrt aufzunehmen. Gestrandet auf einer Insel im Pazifik waren die Figuren darauf angewiesen über persönliche Differenzen hinweg zusammen zu arbeiten. Speziell einem Tapir kam dabei noch eine besondere Rolle zu.

Bei der Auswahl des Stoffes gingen die Schüler der Jahrgangsstufe 12 neue Wege, wie Lehrerin Eva Feldmann erzählt: „Die Autoren des Stückes sind Schüler eines Gymnasiums aus Meerbusch.“ Die Stenner-Schüler hatten im Internet nach interessanten Stücken recherchiert und waren auf die unkonventionelle Komödie gestoßen.

Fabian Paffendorf



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