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Kooperationsvertrag

Bedeutender Schritt zur Inklusion

10.04.2011 | 16:48 Uhr
Bedeutender Schritt zur Inklusion
Kooperationsvertrag Netzwerk Diakonie und VfK Iserlohn

Iserlohn.Seit Samstagnachmittag ist die Tinte trocken unter einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Netzwerk Diakonie und dem VfK Iserlohn, durch deren Zustandekommen eine für Iserlohn bisher einmalige und spezielle Sport- und Freizeitgruppe für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen ins Leben gerufen worden ist.

„Ein Riesenschritt in die richtige Richtung“, freute sich Holger Jarzombek, der das Angebot auf Seiten des VfK organisiert, nachdem sein Vorsitzender Joachim Münzberg und Stefan Haacke, Geschäftsführer der Netzwerk Diakonie, ihre Unterschriften unter das Papier gesetzt hatten. Durch die Kooperationsvereinbarung wird unter anderem sichergestellt, dass sich die Diakonie an dem nicht kostendeckenden Angebot finanziell beteiligt.

Seit 2010 existiert in Trägerschaft der Netzwerk Diakonie eine neue Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung. Schon früh stellten die Mitarbeiter fest, dass eine erhebliche Nachfrage nach einer solchen Gruppen besteht, die sportliche Aktivitäten auch außerhalb des Schulunterrichts offeriert. Eine entsprechende Anfrage der Netzwerk Diakonie an den VfK, diesen Bedarf zu decken, wurde von dem Verein positiv aufgenommen.

Dass es bis dato in Iserlohn noch kein vergleichbares Angebot gab, erklären Haacke und Münzberg damit, das im Vereinssport auch in der Jugendarbeit zumeist der Leistungs- und Wettbewerbsgedanke im Mittelpunkt steht - für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen eine nicht zu überwindende Hürde.

Nach einem Schnupperkurs im Dezember vergangenen Jahres in der Sporthalle im Wiesengrund, der von den jungen Teilnehmern begeistert angenommen worden war, stand für die Verantwortlichen fest, dass einer kontinuierlichen Fortsetzung nichts im Wege stehen würde. Fündig wurden die Kooperationspartner zudem bei der Suche nach geeigneten Übungsleitern mit entsprechender Qualifizierung. Seit Februar sind Motopädin Pamela Prado und Bianca Schröder für den VfK in der Betreuung der Gruppe tätig, die mittlerweile 16 regelmäßig teilnehmende Kinder und Jugendliche zählt, die dem VfK als Vereinsmitglieder beigetreten sind. Auf diese Weise wurde - dem Inklusionsgedanken folgend - ein gleichberechtigter und ungehinderter Zugang in die Vereinsarbeit geschaffen. Ein mittelfristiges Ziel der Verantwortlichen ist es zudem, auch Kinder ohne Behinderung in die neue Gruppe aufzunehmen, um ein Beispiel für gelebte inklusive Vereinsarbeit zu bieten.

Das Sport- und Freizeitangebot findet jeden Samstag in der Zeit von 14 bis 15.30 Uhr in der Sporthalle der Hauptschule Wiesengrund in Wermingsen statt. Interessierte erhalten weitere Informationen bei Holger Jarzombek vom VfK unter 023734/508019 oder bei der Beratungsstelle der Netzwerk Diakonie unter 02371/29529.

Thomas Pütter

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