Babynahrung, Decken und Rollstühle auf die Reise geschickt

Muslimische Gemeinden schicken den 5. Hilfstransport für Flüchtlinge auf die Reise ins türkisch-syrische Grenzgebiet.
Muslimische Gemeinden schicken den 5. Hilfstransport für Flüchtlinge auf die Reise ins türkisch-syrische Grenzgebiet.
Foto: IKZ
Bürgermeister Dr. Ahrens informierte sich über den neuen Hilfskonvoi für Flüchtlinge in Lagern im türkisch-syrischen Grenzgebiet, der am Wochenende auf die Reise geschickt wurde.

Iserlohn..  650 Kartons mit Babynahrung, Pampers, Kinderspielzeug,Winterkleidung, Schuhen und Decken, 60 Rollstühle, 120 Gehhilfen und Rollatoren packten am Samstag viele Ehrenamtliche in Kisten und beluden einen großen Lastwagen. Er hat eine lange Reise vor sich: 2500 Kilometer bis nach Istanbul und dann noch mal 2500 Kilometer in die Flüchtlingscamps an der türkisch-syrischen Küste, in Mardin und Kilis.

Auf Initiative der Organisation Türkisch Weißer Mond waren viele Ehrenamtliche aus den eigenen Reihen gekommen, aber auch 35 syrische Flüchtlinge, die mit anpackten. „Der Zusammenhalt war besonders gut“, betonte Vural Icoglu vom Iserlohner Integrationsrat. Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der sich über diese Hilfsaktion informierte, zeigte sich beeindruckt von der fünften Hilfsgütersammlung, die der Verein Türkisch Weißer Mond auf die Reise schickte.

Vedat Özçelik, Vorsitzender der Organisation Weißer Mond Iserlohn, mit seiner Familie, und seine Mitstreiter Vural Icoglu und Ramazan Demir koordinieren diesen fünften Konvoi, der am Wochenende startete. Die drei Iserlohner mit türkischen Wurzeln waren bereits im vergangenen Jahr in Flüchtlingscamps in Gazi Antep-Kilis, um zu kontrollieren, dass die Hilfsgüter auch ankommen. Sie freuten sich über die Unterstützung der Schirmherrin Hayrünnisa Gül, der Gattin des früheren Präsidenten. Fotos davon präsentierten sie sowohl dem Iserlohner Bürgermeister als auch den ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren, die beim Verladen der zehn Tonnen Hilfsgüter in den Lkw mit anpackten. „In Kilis sind sehr viele Flüchtlinge und Bedürftige. Wir haben gesehen, dass sie viele weitere Hilfen benötigen. Diese Leute leben in einfachen Hütten, und jetzt ist der Winter da mit Minusgraden. Es sind sogar schon Leute gestorben“, berichtet Vural Icoglu.

Weitere Lagerräume werdenjetzt dringend gesucht

Mit dabei war auch Hausherr Ali Aksoy, der die Lagerhalle für die Hilfsgüter zur Verfügung gestellt hat. Die Organisatoren bedankten sich auch bei den vielen Unterstützern, der Polizei Menden, der Caritas, dem Roten Kreuz und der Firma Overhoff für Sachspenden und dem Lkw-Fahrer Verdat Seven. Der Verein ist auf der Suche nach anderen Lagerräumen, um weitere Hilfsgüter zu sammeln. Denn mit der jüngsten Aktion ist die Hilfsbereitschaft noch nicht zu Ende. Bürgermeister Dr. Ahrens versprach seine Unterstützung bei der Suche.

Wer Räume zur Verfügung stellen kann, soll sich bitte mit Ramazan Demir in Verbindung setzen: 0176/77500016.