Awo: jung, vielseitig und lebendig

Lena bastelt sich einen Armreifen. Ronja Altmann (rechts), Erzieherin in der Awo-Kita Dürerstraße, schaut interessiert zu.
Lena bastelt sich einen Armreifen. Ronja Altmann (rechts), Erzieherin in der Awo-Kita Dürerstraße, schaut interessiert zu.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Der Ortsverein Iserlohn hat die Türen geöffnet, um seine gesamte Bandbreite zu präsentieren.

Iserlohn..  Wann immer ein Mensch Hilfe braucht, in Not gerät, nicht alleine sein möchte – die Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist zur Stelle. Das und noch viel mehr wollten die Mitglieder des Ortsvereins Iserlohn mit einem Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag einer breiteren Öffentlichkeit nahebringen – und das ist ihnen auch ganz gut gelungen.

„Es kamen tatsächlich viele Besucher, sogar aus Hemer war jemand hier, der wissen wollte, was man bei uns alles machen kann“, sagte die Vorsitzende der Iserlohner Awo, Evelin Poitrowski. Das Anliegen von ihr und ihrem Team war es, zu zeigen, dass die Arbeiterwohlfahrt jung, vielseitig und lebendig ist – und kein exklusiver Seniorenklub. Das hätte kaum geschickter dargestellt werden können. Vor dem Haus an der Nußstraße 3, der Begegnungsstätte des Ortsvereins, präsentierte sich nämlich jener Teil der Awo, der gerne in Vergessenheit gerät: Es waren die drei Kindertagesstätten Wiemer, Dürerstraße und Kalthof sowie das Familienzentrum „Kinderland“ mit von der Partie.

Attraktionenfür die Kleinsten

Unter einem Pavillon boten sie den jüngsten Besuchern ein kleines Unterhaltungsprogramm. Die Kinder bastelten Armringe, ließen sich schminken, ein Tattoo anbringen oder sie füllten Luftballons mit Sand, um dann mit ihnen zum Beispiel die Handmotorik zu trainieren. Auch als Wutsack haben sie sich schon bewährt. Besonders viele Kinder kamen aber nicht. Die Konkurrenz durch das in Kalthof ausgerichtete Kinder- und Erdbeerfest war dann wohl doch etwas zu groß.

Angebotsspektrum reichtvom PC-Kurs bis zur Malerei

Awo – das ist ein Markenbegriff für Kinder- und Jugendhilfe, für Migrations- und Behindertenarbeit sowie für ein umfangreiches Kursangebot. Beliebt sind die Computerkurse, die Horst Hartmann seit der Jahrtausendwende anbietet. Er hält sich ständig auf dem Laufenden, damit er seine Besucher in der ersten Etage der Begegnungsstätte die rasend schnellen Entwicklungen auf diesem Gebiet vermitteln kann. Wer die Treppe noch weiter hinauf ging, traf auf Acrylmalerin Gabriele Minzberg und die Kalligraphin Ursula Beck, die ihre Arbeiten ebenfalls präsentierten. Natürlich schauten auch die Stammgäste vorbei, die der Awo schon seit vielen Jahrzehnten die Treue halten. Sie saßen im Erdgeschoss bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen zusammen, unterhielten sich und beobachteten das rege Treiben in dem alten Haus, das Ende des Jahres erneut in den Mittelpunkt rückt. Denn am 15. Dezember jährt sich zum 40. Mal der Tag, an dem die Arbeiterwohlfahrt dort einzog. Wer es am Samstag nicht an die Nußstraße schaffte, darf sich also freuen: Stillschweigend und im kleinen Kreis soll dieser Tag nämlich nicht gefeiert werden.