Auszeichnung für „ein Vorbild für das gesamte Schützenwesen“

Landrat Thomas Gemke gehörte zu den Ehrengästen beim Offiziersball der St.Sebastian-Bruderschaft Sümmern.
Landrat Thomas Gemke gehörte zu den Ehrengästen beim Offiziersball der St.Sebastian-Bruderschaft Sümmern.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Sümmerns Oberst Hermann-Josef Moneke erhielt beim Offiziersball in der Schützenhalle auf der Hermannshöhe das Verdienstkreuz in Silber der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen.

Sümmern..  Unter den 168 000 Mitgliedern des Sauerländer Schützenbundes (SSB) wird es laut Bundesoberst Karl Jansen „vielleicht drei bis vier Mal“ pro Jahr verliehen. Im Kreisschützenbund Iserlohn gab es bislang überhaupt nur zwei Träger, die allerdings schon verstorben sind. Und in der Sümmeraner St.-Sebastian-Schützenbruderschaft konnte es sich bis Samstagabend noch nie jemand ans Revers heften: das Verdienstkreuz in Silber der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen (EGS), mit dem beim Königs- und Offiziersball in der Schützenhalle ein sichtlich überraschter und bewegter Oberst Hermann-Josef Moneke für seine jahrzehntelangen Verdienste geehrt wurde.

43 Jahre ehrenamtliches Engagement im Vorstand

„Ich bin überwältigt und habe nicht ansatzweise etwas davon gewusst“, sagte Moneke. „Ich habe immer gefrotzelt, dass ich doch schon alle Orden habe“, hatte der 64-Jährige, der sich seit mehr als 43 Jahren im Vorstand der Schützenbruderschaft engagiert, nicht mit dieser Auszeichnung auf europäischer Ebene gerechnet. Er sei „Schütze mit Leib und Seele“. Nach seiner Frau und seiner Familie, ohne deren Unterstützung er das ehrenamtliche Engagement gar nicht leisten könne, bedeute ihm der Schützenverein alles.

Das war schon zuvor in der Laudatio deutlich geworden, die Bundesoberst Karl Jansen auf den „hochverdienten“ und von ihm auch persönlich „sehr geschätzten Schützenkameraden“ hielt. Mit 17 Jahren wurde Moneke als Fähnrich ins Offizierskorps gewählt, 1971 als Leiter der von ihm kontinuierlich über die Jahre aufgebauten Jugendabteilung in den Vorstand berufen und 1977 zum Chef der Fahnenkompanie ernannt, die er „aus einem Dornröschenschlaf“ geweckt habe. 1995 folgte die Wahl zum Oberstleutnant und 2. Vorsitzenden, bevor er schließlich vor 13 Jahren in sein heutiges Amt kam. „Einsatzbereitschaft, Pflichtbewusstsein und Kameradschaft“ hätten Moneke in all den Jahren ausgezeichnet, den größten Einsatz habe er immer bei den Um- und Neubauten in und an der Schützenhalle gezeigt, für die er seinen Fuhr- und Werkzeugpark stets kostenlos zur Verfügung gestellt habe. Die verstärkte Teilnahme der Schützenbruderschaft an überregionalen Veranstaltungen des Kreisschützenbundes, des SSB und der EGS in den vergangenen 20 Jahren sei ihm zu verdanken, durch seine „grandiose Tatkraft“ hätten die St.-Sebastian-Schützen seit 1995 an jedem Europaschützenfest mit einer großen Abordnung teilgenommen. Und 2013 habe er die EGS-Plenar-Versammlung nach Sümmern geholt und federführend organisiert.

Auch ein Ansporn, sich weiter so einzusetzen

Moneke lebe den europäischen Gedanken, sagte Jansen: „Du bist ein Vorbild für das gesamte Schützenwesen.“ Die zweithöchste Auszeichnung der eine Million Mitglieder starken EGS möge dabei, so der für Deutschland nördlich des Mains zuständige Regionalsekretär Friedhelm Pauen, Moneke Ansporn sein, sich weiter für die von den Schützen vertretenen und in dem Credo „Glaube, Sitte, Heimat“ zusammengefassten Werte auch auf europäischer Ebene einzusetzen und diese weiterzugeben. „Ich bin mir sicher, dass du immer ein guter Kapitän bist und das Schiff weiter auf Kurs halten wirst“, griff Pauen das maritime Kreuzfahrt-Motto des Königs- und Offiziersballs auf. Bericht folgt