Auszeichnung für ein ganzes Team

Beim Jahresempfang des Beirates für Menschen mit Behinderung wurde der Stefan-Haacke-Preis an den Verein für betreutes therapeutisches Reiten Behinderter verliehen.
Beim Jahresempfang des Beirates für Menschen mit Behinderung wurde der Stefan-Haacke-Preis an den Verein für betreutes therapeutisches Reiten Behinderter verliehen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Es war zwar schon das fünfte Mal, dass der Beirat für Menschen mit Behinderungen seinen Preis an ehrenamtlich engagierte Mitbürger vergab. Diesmal aber unter seinem neuen Namen „Stefan-Haacke-Preis“.

Iserlohn..  Gerade einmal vier Tage im Amt, da meisterte der neue Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderung, Peter Martin, am Sonntagmorgen seinen ersten großen öffentlichen Auftritt. Einen besonderen noch dazu, galt es doch, den Preis des Beirates zu vergeben, der nun auch einen eigenen Namen trägt: Stefan-Haacke-Preis.

Unter die vielen Gäste in der Galerie des Parktheaters, die zunächst dem musikalisch schwungvollen Einstieg mit dem Frauenchor „conTakt“ lauschten, gesellte sich auch die Erste Beigeordnete und Leiterin des städtischen Ressorts Generationen, Katrin Brenner.

Ein Dank für die sachliche und inhaltsbezogene Arbeit

Sie erinnerte in ihrer Begrüßung an den im April 2014 verstorbenen, ehemaligen Vorsitzenden des Beirates. „Stefan Haacke hat uns gezeigt, wie Inklusion sein muss und wie wir das Thema nicht falsch einschätzen“, so Brenner, die dankbar dafür sei, dass der Preis jetzt seinen Namen trage. „Stefan Haacke hat uns ein großes, festes Fundament hinterlassen,“ so die Beigeordnete, die den ehrenamtlichen Beiratsmitgliedern ihren Dank für die „sachliche und inhaltsbezogene“ Arbeit aussprach.

Der ehrenamtliche Einsatz für Menschen mit Behinderung wird auch bei der mittlerweile fünften Vergabe des mit 200 Euro dotierten Preises honoriert. In diesem Jahr darf sich ein ganze Gruppe über die Auszeichnung freuen, nämlich der Verein für betreutes und therapeutisches Reiten Behinderter e. V., der vor fast 17 Jahren gegründet wurde und es trotz aller Schwierigkeiten eines ehrenamtlichen Vereins geschafft hat, diese Zeit zu „überleben“. Wie Schatzmeisterin Ilke Marcks berichtet, betreuen die rund 20 Ehrenamtlichen an vier Tagen in der Woche behinderte Kinder und Erwachsene mit geistigen oder körperlichen Handicaps. Darunter Patienten, die an multipler Sklerose, den Folgen eines Schlaganfalles, an ADS, Epilepsie oder Spastiken leiden.

Insgesamt werden zur Zeit 30 behinderte Menschen von den Vereinsmitgliedern begleitet. „Besonders stolz bin ich auf unsere Helfer, die teils schon wirklich seit 17 Jahren dabei sind, egal bei welchem Wetter“, so Ilke Marcks, deren großes Lob vor allem den jungen Leuten im Verein gilt. Der Umgang mit teils schwerstbehinderten Menschen sei sicherlich nicht einfach, erst recht in jungen Jahren und deshalb umso bemerkenswerter.

Bei der feierlichen Übergabe des Stefan-Haacke-Preises durch Peter Martin und Katrin Brenner dankte diese dafür, dass der Beirat gerade diesen Verein ausgewählt habe. Gleichzeitig ermunterte sie das Gremium, mit seiner wertvollen Arbeit fortzufahren. Es gebe noch viel zu tun für eine starke Gemeinschaft von behinderten und nichtbehinderten Menschen.

Und wie die auf musikalischem Gebiet funktionieren kann, das zeigte die Gruppe „Grenzenlos“, die mit ihren Liedern den Festakt ebenso stimmungsvoll umrahmte wie die Schlager und Evergreens, die der Frauenchor „conTakt“ unter der Leitung von Alfina Möllmann mit Leidenschaft vortrug.