„Aus Eis mach heiß": Stadtwerke nutzen Abwärme
23.05.2008 | 16:32 Uhr 2008-05-23T16:32:00+0200
Iserlohn. „Aus Eis mach heiß”: Die Stadtwerke stellten ein neues Display am Seilerseebad vor, das genau zeigt, wieviel Energie aus der Äbwärmenutzung der Eissporthalle für das Seilerseebad genutzt werden kann.
Die Stadtwerke sehen sich als Vorreiter beim Thema Energieeffizienz und Klimaschutz. Aufgrund der Abwärmenutzung aus dem Kühlprozess der Eissporthalle kann eine Jahreswärmearbeit von über 50 Megawattstunden geleistet werden. Die wird im Seilerseebad eingesetzt, um das Wasser aufzuheizen. So können jährlich über 10 Tonnen CO2 vermieden werden.
Bereits seit August 2003 nutzt das man das Prinzip. „Allerdings läuft es erst seit kurzem in einer wirtschaftlichen Dimension”, erklärte Dr. Ulrich Bergmann, Geschäftsführer der Stadtwerke, bei einem Pressetermin am Mittwoch. Dort stellte er mit seinem Geschäftsführer-Kollegen Dr. Klaus Weimer, Dipl.-Ing. Andreas Egger (Bereichsleiter Erzeugung & Gewinnung) sowie Martin Luig (Betriebsleiter Bädergesellschaft) die neue Schautafel links vom Schwimmbad-Eingang vor. In ihr ist ein Kilowattstunden-Zähler eingebaut. Seit 2003 wurden mehr als 185 200 Kilowattstunden eingespart. Sobald die Eisbereitung in der Eissporthalle wieder aufgenommen wird, wird der Zähler weiter steigen.
Der technische Hintergrund: In der Halle entsteht Abwärme bei der Eisflächenkühlung. Diese wird im Seilerseebad als Heizwärme eingesetzt. Bereits seit 1997 laufen Bestrebungen, diese Abwärme, die zuvor in den Seilersee floss, zu nutzen. Dr. Bergmann: „Das Projekt zeigt, wie früh wir uns dem Thema gewidmet haben. Heute haben wir Erfahrungen gewonnen und Know-how aufgebaut.“
Die ausgekoppelte Wärmemenge stieg von 5 800 kWh (2003) bis auf über 50 000 kWh jährlich seit 2006. Insgesamt haben die Stadtwerke 87 000 Euro investiert und mit der Anlage fast 50 Tonnen CO2 vermieden.
17:06
In der Regel sind CO2-Einsparung & Co. bei dererlei Projekten marketing- und prestigeträchtige vorgeschobene Argumente, denn letzten Endes ging und geht es darum Kosten zu sparen. Dass dabei Energie gespart wird (mit allem, was da so dran hängt) ist nur ein positiver Nebeneffekt, den man werbewirksam in den Vordergrund stellt.
Nichts desto trotz eine sehr Optimierung der Ressourcennutzung.