Aufbau eines stadtweiten Sirenennetzes geplant

Was wir bereits wissen
Die Verwaltung schlägt zunächst acht Standorte im Stadtgebiet vor, das Land leistet die „Anschubfinanzierung“.

Iserlohn..  Die Empfehlung ist eindeutig: Sämtliche Behörden und Institutionen, die sich mit der Sicherheit der Bevölkerung befassen, sprechen sich dafür aus, wieder Sirenen einzuführen, da der im Alarmierungsfall erforderliche „Weckeffekt“ nur hierdurch erzielt werden könne. Weil zudem das Land Nordrhein-Westfalen der Kommune rund 46000 Euro als Anschubfinanzierung zur Verfügung stellt, rät die Verwaltung dem heute tagenden Feuerwehrausschuss dazu, mit dem stadtweiten Aufbau eines Sirenennetzes zu beginnen. Die Kosten hierfür betragen 75000 Euro.

Installation auf Schulen und Gerätehäusern

In der Ausschuss-Drucksache schlägt die Verwaltung zudem auch gleich acht Standorte vor, an denen Sirenen installiert werden sollten. Ausgewählt wurden auf Alt-Iserlohner Stadtgebiet das Feuerwehrgerätehaus in Sümmern sowie die Firma Dornbracht im Industriegebiet Rombrock, das Feuerwehrgerätehaus an der Immermannstraße, die Grundschule Lichte Kammer sowie die Hauptwache der Feuerwehr an der Dortmunder Straße. In Letmathe bieten sich das Feuerwehrgerätehaus am Lennedamm, die Grundschule Bartholomäus und die Turnhalle an der Kirchstraße in Oestrich nach Einschätzung der Verwaltung als Standorte an.

Mobile Anlagen habengravierende Nachteile

„Wir haben uns bei der Auswahl auf die Stellen im Stadtgebiet konzentriert, wo Wohnen und Arbeiten nah beieinander liegen, zumal in diesen Bereichen auch Störfallbetriebe angesiedelt sind“, berichtet Ressortleiter Klaus-Peter Knops im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Installation von zunächst acht Anlagen stelle einen ersten Schritt dar, weitere Ergänzungen des Netzes seien natürlich möglich.

Die Alternative, mobile Sirenen anstelle von stationären Anlagen einzusetzen, stößt in der Verwaltung derweil auf wenig Gegenliebe. Denn neben der Zeitverzögerung ist pro mobiler Anlage auch ein Fahrzeug und ein Mitarbeiter im Einsatzfall gebunden.