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Campus Symposium 2008...

Auf dem Kurs der "kreativen Ökonomie"

18.09.2008 | 22:02 Uhr
Auf dem Kurs der "kreativen Ökonomie"

Iserlohn. Das gewachsene Selbstbewusstsein an der privaten Fachhochschule BiTS lässt sich beim diesjährigen Campus Symposium an Details erkennen.

Anders als in den vergangenen Jahren, als die Wirtschaftskonferenz von Profis moderiert wurde, werden die Gäste beim 4. Symposium von den zwei Studierenden Marie Ting und David Rosenkranz (beide 23 Jahre jung) durch das anspruchsvolle Programm der zwei Tage geführt.

Einmal mehr wurde am Donnerstag und wird am heutigen Freitag am Seilersee eine „Brücke zwischen Bildung, Unternehmen und Politik” geschlagen, wie BiTS-Präsident Dietrich Walther bei der Begrüßung der etwa 600 Tagungs-Teilnehmer in der Zeltstadt den originären Symposiums-Auftrag beschrieb. Den Nutzen für die seit einem Jahr an der Ausrichtung der Großveranstaltung beteiligten 20 Studenten hob Chef-Organisator Matthias Thelen hervor. Es sei, so Thelen, eine „einzigartige Erfahrung” ein Teil des Teams zu sein, das einen der anerkannten Leuchttürme der Region erst zum Leuchten bringe.

Großes Lob erneteten die Campus-Organisatoren und Hochschul-Präsident Walther einmal mehr von NRW-Arbeitgeberpräsident Hanswerner Maier-Hunke, der selbst im Ehren-Senat der BiTS sitzt. Mit der Gründung der Hochschule im Jahr 2000, so Maier-Hunke in seinem Grußwort, sei ein lang ersehnter Wunsch der regionalen Wirtschaft erfüllt worden. Der Wunsch nach Studien-Angeboten, die neben ihren Ausbildungsschwerpunkten auch Elemente integriert, die für die Gründung und Führung von Unternehmen unerlässlich seien. Das von den Studierenden selbst veranstaltete Campus Symposium sei ein Sinnbild für diese etwas andere Ausrichtung der BiTS.

Einen Werbefeldzug für das Land Nordrhein-Westfalen und seine gegenwärtige politische Führung startete NRW-Ministerin Christa Thoben, im Düsseldorfer Kabinett zuständig für die Ressorts Wirtschaft, Mittelstand und Technologie. Bis zum Jahr 2015, so die Minsterin, will Nordrhein-Westfalen zum Innovationsland Nr. 1 in Deutschland aufsteigen. Um dies zu erreichen, sei eine „Generalüberholung aller Politikfelder” ebenso wie ein klares Bekenntnis zu „Spitzenleistungen und Forschung” erforderlich. Nordrhein-Westfalen verfolge einen Kurs der „kreativen Ökonomie”, die auf „die drei T's” setze - Talente, Technik und Toleranz.

Das Campus-Symposium am Seilersee, so Ministerin Thoben, sei ein Paradebeispiel und eine Plattform für intelligenten Vernetzung und Verknüpfung der maßgeblichen Akteure im ökonomischen Prozess.

Thomas Pütter

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Kommentare
21.09.2008
19:41
Auf dem Kurs der kreativen Ökonomie
von Symposiumsky | #3

Wo Sie gerade die Bürgermeister-Sache ansprechen. Da fällt mir auf, dass der SPD Landratskandidat Rolland beim Campus Symposium war. Neben Freitag, die einzige lokale politische Gestalt in dem Zelt. Und das finde ich komisch? Was hat der da verloren und wie kommt der dahin? Bestimmt als sogenannter Ehrengast, was ja nichts anderes heißt als auf Kosten der BiTS eingeladen zu werden. Und da stecken Lobbygründe dahinter, von politischer Unabahängigkeit nichts zu spüren.

19.09.2008
12:42
Auf dem Kurs der kreativen Ökonomie
von Bogus_Trumper | #2

Ich glaube, dass es sich hier um eine wirklich gute und auch gut organisierte Veranstaltung gehandelt hat. Mir geht zwar auch die überhöhte Berichterstattung mit all ihrer permanenten Lobhudelei im IKZ gehörig auf die Nerven. Trotzdem sollte man keine so pauschale Verurteilung betreiben wie Carsten1.
Aber: Wenn Thomas Pütter im IKZ schreibt, wie lächerlich es sei, dass ein paar Bürgermeister nicht kommen konnten, weil sie Angst hatten, den Wert der Ehrenkarte versteuern zu müssen, dann ist genau dieser Kommentar nicht nur selbst lächerlich, sondern auch höcht dumm. Worum geht es denn hier? Um eine höchst elitäre Veranstaltung, die ich mir auch sehr gerne angesehen hätte, weil die Reden und Diskussion wahrscheinlich interessant gewesen wären. Bei solchen Teilnahmepreisen war es mir aber schlicht nicht möglich teilzunehmen. Und wenn ein Bürgermeister eine Ehrenkarte bekommt, dann handelt es sich um einen geldwerten Vorteil. Sonst hätte man die ja auch einfach einladen können, mitzudiskutieren oder ähnliches. Nur dumm rum stehen und sich den Bauch voll schlagen? Nein!
Aber allgemein noch zur Veranstaltung selbst: Hier will Elite unter sich bleiben. Und wenn jemand mit diesem Totschlagkommentar Neiddebatte will man doch hier nicht anfangen um die Ecke kommt, dann kann ich nur sagen: Wird einmal Zeit, dass das Thema diskutiert wird. Worauf soll man neidisch sein, wenn die (Geld-)Elite unter sich bleiben möchte und wieder einmal einen Informationsvorsprung bekommt, weil wichtige Leute Dinge sagten, von denen man lernen kann. Und da haben wir es wieder: Gute Bildung und Kontakte für die Elite, damit (vererbte) Elite (vererbte) Elite bleibt. Aus diesem Grund brauchen wir ja auch die Hauptschule: Damit wir zur Eigenabrenzung auch in Zukunft noch eine Unterklasse haben. Neid? Nein, warum?
Weiter so, Iserlohn! Weiter so BiTs, weiter so, IKZ!!!
Und ich weiß: Es sind ja nicht alle reich auf dem BiTs. Nein! Ich kenn ja auch jemanden, der mit 90 noch raucht. Ich kenne aber auch 15 Menschen, die mit spätestens 50 an einem Raucherkarzinom starben.

19.09.2008
10:34
Auf dem Kurs der kreativen Ökonomie
von Carsten1 | #1

Und wen interessiert es???
Das Ganze Brimborium rund um diese Veranstaltung geht mir ganz gewaltig auf die Nerven. Da wird immer so getan, als ob dieses Treffen eine überregionale Relevanz hätte - NEIN, dem ist nicht so. Wer will, kann mal auf den Internetseiten von der FAZ, der Zeit, der Süddeutschen usw. nach Campus Symposium suchen.
Es ist ja schön, wenn die Wirtschaftsvertreter so ein Veranstaltung besuchen (Motto: Sehen und gesehen werden), aber bitte unterlasst doch diese heuchlerische Überbewertung.

Sollten tatsächlich die viel beschworenen wichtigen Impulse von dieser Veranstaltung ausgehen: Her damit!

Ceterum censeo: Dietrich Walther möge sich an seine Vergangenheit erinnern (Gold-Zack!), sich schämen und schweigen.

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