Attraktiveres Sortiment in der Markpassage wünschenswert
19.03.2010 | 17:31 Uhr 2010-03-19T17:31:00+0100
Iserlohn. „Einzelhandelsgrab” oder „überdachte Abkürzung zwischen Wermingser Straße und Karstadt” - so kommentieren Leser die Situation in der Marktpassage nach der Räumung der seit 19 Jahren dort angesiedelten Pizzeria.
Auch die österliche Dekoration kann nicht über den trostlosen Eindruck durch den Leerstand von über 60 Prozent hinwegtäuschen.
Was kann man gegen den Leerstand bei Gewerbe-Immobilien in solch exponierter Lage tun? Wie wird diese Einkaufspassage wieder attraktiver? Diese Fragen stellten wir Baudezernent Olaf Pestl sowie Vertretern des Einzelhandels und des „City-Managements”. Olaf Pestl verwies auf die massiven Investitionen der Stadt in die Innenstadt, die zu einer positiven Entwicklung des Einzelhandelstandortes beigetragen haben. Er freute sich auch über die Investitionen im Hause „B & U” Heutelbeck. „Leerstände sind ein Thema, das in Iserlohn nicht so hoch angesiedelt ist wie vor Jahren. Der Markt hat sich stabilisiert”, weiß er.
Zur Situation in der „Marktpassage” sagt Pestl, dass es auf Dauer für die Stadtentwicklung nicht gut sei, was sich dort abspiele. „Diese Leerstände sind nicht wünschenswert.” Es bestehe die Gefahr, dass sie auf das Umfeld ausstrahlen. Derartige Leerstände hätten viele Gründe. Man müsse das Konzept, die Struktur der Verträge und die Mietstruktur überdenken. Die Stadtverwaltung habe aber keinerlei Einflussmöglichkeiten auf die Eigentümer. Das sei freie Marktwirtschaft. „Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung steht aber bei Vermittlungen mit Rat und Tat zur Seite”, sagt Pestl auch in seiner Funktion als Prokurist der GfW.
Der Betreiber lebe mit den baulichen Vorgaben, weiß Pestl. Die „Marktpassage” sei hervorgegangen aus einem Möbelladen mit Lagerfläche. Von der Logistik sei es nicht so optimal wie bei einem Opjekt, das neu gebaut würde, erklärt der Baudezernent. Zur Lage sagt Pestl, dass die Laarstraße die Hauptachse des Kundenstromes darstelle. Das wäre sicherlich etwas anderes, wenn man große Frequenzbringer in der „Marktpassage” unterbringen könnte.
„Kein Patentrezept”
„B & U”-Inhaber Gerd Heutelbeck findet die Situation bedauerlich, hat aber auch „kein Patentrezept” parat, wie man die „Marktpassage” gut vermarkten könne. Dabei empfindet er die Lage der „Marktpassage” zwischen Wermingser und Vinckestraße als „so schlecht nicht”. Iserlohn sei insgesamt auf relativ gutem Wege, bewertet der „B & U”-Chef die Situation des Iserlohner Einzelhandels.
„Ich verstehe nicht, warum es so schwierig ist”, sagt Gerd Heutelbeck im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei der „Marktpassage” seien verschiedene Dinge zusammengekommen: „Es ist ein schwieriges Gebäude, das nicht die Miete für die Kosten reinholt.” Nach Heutelbecks Informationen versuche die R + V Versicherung, die Immobilie zu verkaufen, mit der sie viel Geld verliere. Außerdem sei die „Marktpassage ein kleines Ding in der Bilanz der R + V Versicherung”. Wäre der Vermieter vor Ort ansässig, wäre er „mit anderem Dampf dahinter”, ist Heutelbeck sicher.
Das sieht auch Werner Luck, Vorsitzender des Iserlohn-City-Managements und Geschäftsführer der „Nordsee” so. Er ist ebenso wie viele andere Vertreter des Einzelhandels „heilfroh, dass Heutelbeck Iserlohner ist und deshalb in seine Stadt investiert”. Und er ist „froh, dass es gelungen ist, angesichts der städtischen Anstrengungen zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt auch andere Iserlohner Einzelhändler zu bewegen, ihre Häuser zu sanieren”. Luck setzt weitere große Hoffnungen auf das Projekt „Südliche Innenstadt” als Chance für den Iserlohner Einzelhandel: „Deshalb habe ich keine Sorgen um den Einzelhandelsstandort Iserlohn.”
Luck erinnert sich an viele Versuche, die „Marktpassage” attraktiver zu machen. „Ich höre viele Stimmen, die sagen, früher war sie schöner, als es noch den Übergang zu Karstadt in der ersten Etage gab”, sagt Werner Luck. Er sei in der Vergangenheit angesprochen worden, sich für eine Markthalle im Innenteil zu engagieren. Die Immobilie sei eine Herausforderung, sagt der Vorsitzende des City-Managements weiter. Er könnte sich eine bauliche Öffnung zu „Kaiser's” vorstellen. Das würde die Frequenz erhöhen.
Persönlich würde er die „Marktpassage” an nur ein Unternehmen geben, die ein kleines Center mit einem guten Branchenmix daraus mache, allerdings nicht mit dem 20. Textilgeschäft und nicht mit den selben Produkten wie bei Karstadt oder „B & U”. Luck denkt an ein kleines, erfolgreiches Kaufhaus in Kempen. Spezialisierung, Abgrenzung vom Bestehenden sei wichtig. Er erinnert an ein Fachgeschäft wie Bölling, so ein Sortiment fehle in der Stadt. Der Vorsitzende des City-Managements beruft sich auf eine BiTS-Umfrage im Auftrag der GfW, nach der es zu wenig Angebote für die Jugend gebe. Luck: „Vielleicht muss der Investor da mal drüber nachdenken und die Jugend durch entsprechende Angebote an den Ort binden.”
Riskante Situation
Seine Chance habe beispielsweise ein Einzelhändler in Hemer erkannt, der an diesem Wochenende ein spezielles Geschäft für Skaterbedarf aufmacht mit Blick auf einen der größten Skaterparks, der im Rahmen der Landesgartenschau entstehe.
Ein weiterer Punkt ist für Luck die Gestaltung der Miete. Sicherlich müsse ein Objekt wie die „Marktpassage” wirtschaftlich geführt werden. Allerdings könnten die Mieten flexibler gestaltet sein. Für die verbliebenen Kleinstgeschäfte sei die Situation riskant geworden. „Da ist nichts mehr, was interessant ist”, findet der Vorsitzende des CityManagements deutliche Worte. „Das muss vom Sortiment attraktiver gemacht werden.” Das sagt Luck auch mit Blick auf die Anlieger der oberen Wermingser Straße.
08:29
Ich würde eine Bordellpassage aus der Markt Passage gestalten. Dann müssen die ganzen Iserlohner nicht mehr nach Dortmund fahren sondern können in Iserlohn bleiben. Und welche Stadt kann schon mit so einer Passage prahlen??? Iserlohn würde Hamburg in Sachen Herbertstraße mit einer solchen Passage ordentlich Konkurenz machen.
17:50
Wie wäre es mal mit sinnvollen Dingen?
Einer Lotto Annahmestelle beispielsweise?
^^
00:27
wenn ich sowas ...Von der Logistik sei es nicht so optimal wie bei einem *Opjekt* .... lese, kriege ich irgendwie Angst.
Was für Leute sitzen eigentlich beim IKZ ?
21:58
Die ALTE Marktpassage ist aus dem alten Möbelhaus Bührmann hervorgegangen und hatte Charme, war beliebt und belebt. Danach wurde der Bau komplett entkernt und von Grund auf neu erstellt. Also nix mehr mit Möbelhaus und schlechter Logistik und son Kappes. Eine gute Gestaltung bezieht sich auf eine interessante Aufteilung links und rechts einer Passage, und die is hier nix! Das ganze Dingen ist ein Abschreibungsobjekt und die Stadt hats nicht gemerkt. Ich bin immer noch für die Arkaden am Schillerplatz, aber nur, wenn man wie geplant, Karstadt bis Nolte abreisst und dann die MP gleich mit. Guckt euch doch mal den Zustand des Karstadt-Gebäudes und der Brücke usw. an. Ist doch nur noch Gammel!
19:34
Die Marktpassage hat keinerlei Zugpferde. Es gibt absolut keinen Grund mal da durch zu schlendern. Speziel da man von aussen nicht sonderlich drüber informiert ist was für Läden sich drinnen befinden. Grössere Geschäfte sind da drin vollkommen ausgeschlossen und parken kann man da auch nicht direkt dran.
Was ich mir aber sehr gut da drin vorstellen könnte wäre statt einer Marktpassage mit zusammen gewürfelten Geschäften eine MARKTHALLE mit gewissen Qualitativen Anspruch an die Produkte und Stände , Spezialitätenständen und Imbissen. Alles unter einem Dach. Die Grösse wäre Ideal und könnte sogar wenn man die Parksituation verbessern würde sogar Besucher aus den Nachbarstädten und weiter anziehen.
18:13
Ich bin für ein Stand-Up-Comedian-Forum. Da laden wir Timo Pradel, Smartdriver und GS Hemer/ GS45 ein, damit die da ordentlich Propaganda machen können und man darf den Herren auch was zu Fressen geben.
16:18
Meiner Meinung nach sollten wir die Marktpassage grundlegend umbauen und mit Kasisers verbinden das würde ein neues Zentrum im Gebäude machen und die Ströme von Kaisers richtung Wermingserstr. würde dort durchlaufen und dazu sollte man die Passage kreativer Gestalten und ma die Jugend fragen was sie da haben wollen.
-> Eine orientalisches Restaurant
-> Eine Shisha(Wasserpfeife) Bar
-> Ein kleiner Mc Donalds 2go
-> ein Fastfoodunternehmen aus Außerhalb
-> Club oder Disco einrichten
-> Pub mit Billiard und Dart
das wären Dinge die sicherlich gut ankommen würden gut wäre es wenn das Gebäude an ein Unternehmen verkauft wird was hier ansässig ist und das die Stadtverwaltung die Finger aus dem Spiel lässt und nicht unnötige Stolpersteine legt.
14:27
Baut doch die Passage in eine prächtige Moschee um !
10:25
Eine orientalisches Restaurant
Eine Shisha(Wasserpfeife) Bar
07:50
Leerstand in der Marktpassage !?, Hohe Mieten, Falsche Konzepte, und das Umfeld alles andere als attraktiv. Ein ICH FREUE MICH geht nicht wegen der hohen Mieten, sondern wegen dem Umfeld und dem gravierenden Umsatzeinbußen. Schaut euch doch die Leute an die dort verkehren. Modegeschäfte wie Street One oder Cecil gehen nicht wegen der hohen Mieten, sondern wegen dem Umfeld in und vor den Türen. Rauschgifthandel, Verbrechen allgemein. usw. usw. Sollte es wirklich gelingen einen privaten Investor zu finden, lasst im doch einfach mal freie Hand zur Gestaltung und Vermarktung. Aber NEIN, die Stadtverwaltung und Ämter wollen dann natürlich auch mitmischen. Herr Heutelbeck sagt er wüsste auch nicht so recht..., glaube ich nicht. Der Mann weiß genau, was er daraus mache würde. Lasst ihn doch einfach mal machen. Gebt den privaten Investoren in Iserlohn, und aus Iserlohn kommen doch die möglichkeit. Die R+V wird dieses Objekt schon relativ Günstig abgeben, nur liebe STADT ISERLOHN haltet Euch doch mal zurück und kümmert Euch intensiver mit den nötigen Kremien um das Umfeld und schiebt dieses beiseite. HAGEN DORTMUND LÜDENSCHEID usw. machen es EUCH doch vor. Schönes WE