Anfangsverdacht gegen Verantwortliche der Firma
19.02.2010 | 18:06 Uhr 2010-02-19T18:06:00+0100
Iserlohn. Erforderliche Wartungs- und Sicherheitsmaßnahmen sowie Funktionsüberprüfungen sind bei der Firma WEKA-Destillation GmbH nach bisherigem Erkenntnisstand der Staatsanwaltschaft Hagen wohl nicht im erforderlichen Umfang erfolgt.
Das erklärte am Freitag auf Anfrage unserer Zeitung Staatsanwalt Bernd Maas. Nach seinen Angaben müssen diese Sicherheitsmaßnahmen alle drei Jahre durch autorisierte Stellen erfolgen. „Das ist wohl nicht in ausreichendem Maße geschehen”, fasste er das Ergebnis eines von der Bezirksregierung in Auftrag gegebenen zweiten Gutachtens zusammen. Es seien zwar in den Jahren 2003 und 2006 Überprüfungen erfolgt, diese seien aber nicht umfassend genug gewesen, brachte der Staatsanwalt die jüngsten Untersuchungsergebnisse auf den Punkt. Daher prüfe die Staatsanwaltschaft jetzt, ob es einen Anfangsverdacht gegen Verantwortliche der Weka- Destillation GmbH wegen fahrlässiger Tötung gibt. „Es wird nun um die Frage gehen, ob das Explosionsgeschehen darauf zurückzuführen ist, dass diese Sicherheitsmaßnahmen und Funktionsüberprüfungen nicht ausreichend eingehalten wurden.”
Das erste Gutachten zur Ursache für die Katastrophe des von der Staatsanwaltschaft beauftragten Dipl.-Ing. Ernst Sandmann hatte ergeben, dass Destillationsbehälter Nr. 4 explodiert ist, weil ein Quirl an die Innenwand geschlagen hatte und es dadurch zu Funkenbildung gekommen war. Wie aber der Sauerstoff in den Behälter gelangt war, sei noch nicht klar, sagte Staatsanwalt Maas. Weitere Aufschlüsse erhofft er sich von einem weiteren Gutachten der Dekra zu Sicherheitsfragen, das bis Ende März vorliegen soll.
Der Fall „WEKA” war auch einmal mehr Thema am Donnerstagabend im Umweltausschuss. Dort dämpfte Ulrike Jostmann vom Büro für Umwelt- und Klimaschutz die Hoffnungen auf eine schnelle Räumung des illegalen Lagers an der Köbbingser Mühle 13. Eine mit der Räumung beauftragte Entsorgungsfirma aus dem süddeutschen Raum habe zwischenzeitlich zwar ein Feinkonzept vorgelegt, bis zu dessen Umsetzung aber werde noch geraume Zeit ins Land gehen. Ulrike Jostmann rechnet mit einem Beginn des Abtransports im April, „kurzfristig wird da wohl nichts geschehen”.
Die drängendste Frage der Sümmeraner, nämlich die nach einem möglichen Wiederaufbau der Destillations-Firma an ihrem alten Standort, bleibt indes vorerst noch unbeantwortet. Immerhin: Bis zum gestrigen Tag wurde weder bei der Bezirksregierung in Arnsberg noch bei der Iserlohner Stadtverwaltung ein entsprechender Antrag des Unternehmens gestellt.
17:55
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20:52
Und bis Ende Mai warten wir auf das nächste Gutachten.
@von Bavarian
„Matthias Dornbracht lobte die hohe Flexibilität der Behörden bei der vorläufigen Baugenehmigung“
Qubikmeter bebaute / überbaute Fläche
Hallo Bavarian ,schon mal Dornbrachts neue Halle gesehen (ist jetzt 3m höher) Qubikmeter bebaut ?????????
Viel spaß noch!!!
17:21
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19:31
@1 und andere: Uiuiui, hier wird aber wieder gefährliches Halbwissen verbreitet und sich weit weit aus dem Fenster gelehnt...
Sollte man die bisher erschienenen Artikel gelesen und den Inhalt verstanden haben dürfte auffallen, dass WEKA 1.) eine GmbH ist und 2.) nicht durch Karsten W. geleitet wurde bzw. dieser nicht GF der WEKA ist. Insofern ist die erwähnte Person nicht persönlich haftbar zu machen - die angesprochene Insolvenz muss somit andere Gründe haben.
Zum Thema: wie schon damals bin ich auch heute noch der Meinung, dass die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden sollten, wenn gepfuscht worden ist und Vorschriften nicht eingehalten wurden. Bis dorthin sollten Vorverurteilungen und die pauschale Sprücheklopferei eingestellt werden. Das Thema Köbbingser Mühle ist auch hierbei (zum Thema Brand) nicht relevant, obgleich die Räumung schnell voran gebracht werden muss und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden müssen.
13:28
Ach ja, die ja so gute und nette Familie Westebbe;
Ich habe ja schon vo einiger Zeit in einem anderen Artikel den Komentar dazu abgegeben, der sinngemäß lautete:
WEKA Insolvent;
Irgend Jemand (mglw.Strohman der alten Eigentümer) kauft den Insolventen Betrieb;
Baut mit öffentlichen Mittel wieder auf;
Ausserdem bin ich gespannnt, wann und wie sich die WEKA-Unterstützer hier zu diesem Artikel äussern werden!
10:54
Wieso zum falschen Thema??? Das verstehe ich nun garnicht.
Ist das nicht ein Bericht über WEKA? Und die Stadt Iserlohn wird dann aufgrund des Insolvenzverfahrens auf den Kosten sitzenbleiben.
Und aus dem gleichen Grund wird sicherlich keine neue Firma WEKA am Standort entstehen.
09:52
Schöner Kommentar Gambler45 !!!
Aber leider zum falschen Thema !!!!
23:43
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