Am Fritz-Kühn-Platz geht es los

audezernent Mike Janke (l.) hatte gestern eingeladen, um den heutigen Beginn der Bauarbeiten am Fritz-Kühn-Platz zu erläutern.
audezernent Mike Janke (l.) hatte gestern eingeladen, um den heutigen Beginn der Bauarbeiten am Fritz-Kühn-Platz zu erläutern.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Mit den Kanalarbeiten an der Bauernkirche wird die Großbaustelle für die zwei Kreisverkehre eröffnet

Iserlohn..  Die langfristigen Aussichten sind durchaus rosig. In einem Jahr soll der Startschuss für die Neugestaltung des Fritz-Kühn-Platzes fallen – im Frühjahr 2016 geht die Stadt daran, auf Iserlohns wohl reizvollstem Fleckchen zwischen Bauernkirche und Oberster Stadtkirche alles wieder schön zu machen. Bevor jedoch das Schön machen beginnen kann – das kennt wohl jeder von Renovierungen in den eigenen vier Wänden – kommt aber erst eine eher unangenehme Phase des Kaputt machens. Und die beginnt im Falle des Fritz-Kühn-Platzes am Dienstag.

Neuer Regenüberlaufan der Schlacht

Im Zuge der großen Straßenbaumaßnahme in der südlichen Innenstadt mit der Errichtung von zwei Kreisverkehren an der Schlacht und dem Ausbau des Hohler Weges wird an der Schlacht auch ein neuer Regenüberlauf gebaut – eine so genannte Niederschlagsbehandlungsanlage, die den neuesten Auflagen zur Wasserqualität entspricht und als Bauwerk von der Größe eines Einfamilienhauses unter der Straße errichtet wird, wie es am Montag beim Ortstermin an der Bauernkirche hieß. Bis es aber wirklich an der Schlacht ernst und der Straßenverkehr beeinträchtigt wird, werden noch etwa acht Wochen ins Land gehen. Denn in einem ersten Schritt verlegt die Stadt am Fritz-Kühn-Platz zunächst einen neuen Kanal: 194 Meter der 60 Zentimeter dicken Kanalrohre werden von den Betoneinfassungen vor der Bauernkirche, wo sich ein Kanalschacht befindet, den ganzen Fritz-Kühn-Platz hinauf und zwischen Postmuseum und Stadtmuseum entlang zur Schlacht geführt. Zusätzlich werden 94 Meter Wasserentnahmeleitungen verlegt.

Baudezernent Mike Janke hatte am Montag zusammen mit seinen Mitarbeitern aus den beteiligten Abteilungen der Stadtverwaltung sowie mit der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG), den Stadtwerken und der ausführenden Firma Sauer&Sommer aus Meschede zum Ortstermin eingeladen, um den ersten Schritt der rund fünf Millionen Euro teuren Maßnahme, die bis Ende 2016 das Leben in der südlichen Innenstadt prägen wird, zu erläutern.

Verzögerungen und Einschränkungen möglich

Etwa zwei Tage wird die Einrichtung der Baustelle dauern, anschließend wird der Platz aufgerissen. Was dann auf diesem historischen Gelände zu Tage treten werde, so Janke, sei nicht abzusehen. Er erinnerte an die Knochenfunde, die den Bau der Treppe deutlich verzögert hatten, weswegen letztlich auch die nun eröffnete Baustelle zeitlich unberechenbar sei. Auch das Ausmaß der daran anschließenden Nutzung des Platzes als Materiallager sei noch nicht abzusehen, bekräftigte Janke gestern noch einmal die Befürchtung, dass der Platz in diesem Jahr nur sehr stark eingeschränkt für Feste genutzt werden könne.

Wie am Hohler Weg werden für die Kanalverlegung am Fritz-Kühn-Platz auch Baumfällungen nötig. Allerdings sollen davon „nur“ die kleineren Bäume an den Stromkästen und Parkbänken zwischen Freitreppe und Bauernkirche betroffen sein. Die großen Bäume auf der Wiese vor der Kirche sollen auf jeden Fall erhalten bleiben. In Kürze beginnen zudem - wie bei Kanalbaumaßnahmen üblich - Gutachter mit der Beweissicherung aller anliegenden Gebäude im Einflussbereich der Großbaustelle. Um eventuell bereits vorhandene Schäden an den Häusern festzustellen, ist auch eine Besichtigung von innen notwendig. Der von der MVG eingerichtete Shuttle-Bus wird derweil noch nicht angenommen. Drei Fahrgäste wurden in der gesamten ersten Woche gezählt. Es sei zu hoffen, dass die Bewohner der südlichen Innenstadt den Bus noch stärker annehmen.

Ab dem 25. Februar startet die Stadt Baustellen-Gespräche, um Fragen zu beantworten und den Verlauf zu erklären. Immer mittwochs um 13.30 Uhr werden Vertreter der Stadt und des Bauunternehmens am Baucontainer im Bereich der Parkhauszufahrt An der Schlacht ansprechbar sein. Zudem wird ein Briefkasten am Baucontainer für Anfragen eingerichtet.