Alte Bäume müssen für neue Straßen weichen

Vor der Aloysius Kirche sind gestern die alten Kastaniengefällt worden. Sie machen Platz für den Ausbau des Hohler Weges, der im kommenden Jahr erfolgen soll.
Vor der Aloysius Kirche sind gestern die alten Kastaniengefällt worden. Sie machen Platz für den Ausbau des Hohler Weges, der im kommenden Jahr erfolgen soll.
Foto: IKZ
An der Aloysius-Kirche und an der Schlacht beginnen die Vorarbeiten für die kommende Großbaustelle.

Iserlohn..  Der erste Bagger steht auf dem Fritz-Kühn-Platz schon bereit. „Der Graben für die neuen Kanalrohre wird aber erst Mitte der kommenden Woche gezogen,“ sagt Christian Krömpel, Straßenbaumeister der Baufirma Sauer & Sommer aus Meschede, die von der Stadt mit dem Bau der beiden Kreisverkehre an der Schlacht sowie mit dem Ausbau des Hohler Weges beauftragt wurde. Bis dahin laufe noch die Einrichtung der Baustelle und die Anlieferung der Materialien und Maschinen. Ein erstes sichtbares Zeichen für den Start der Großbaustelle im Bereich Obere Mühle/Altstadt/Schlacht/Hohler Weg sind aber die gestrigen Baumfäll-Aktionen zur Vorbereitung.

So wurde am Morgen direkt an der Schlacht die zukünftige Kanaltrasse hinter dem Stadtmuseum freigeräumt und von Büschen und Bäumen befreit. Die neuen Rohre werden von den Betoneinfassungen vor dem Eingangsbereich der Bauernkirche aus quer über den Fritz-Kühn-Platz und dann zwischen Stadt- und Postmuseum hindurch zur Schlacht geführt.

Am Nachmittag ging es dann mit den Baumfällungen am Hohler Weg weiter. Der Ausbau der Straße soll zwar erst im kommenden Jahr 2016 erfolgen, wirft aber schon jetzt seine Schatten voraus. Denn für die Einrichtung eines Linksabbiegerstreifens direkt an der T-Kreuzung vor der Aloysius-Kirche muss der Fußweg vor dem Kirchplatz um etwa zwei Meter versetzt werden – und dafür wurden bereits gestern die alten Kastanien gefällt. Bei bekannt werden der aktuellen Pläne im Jahr 2010 gab es ebenso wie bei früheren Gelegenheiten, bei denen die Fällung dieser stadtbildprägenden Bäume diskutiert wurde, noch großen Widerstand seitens der Anwohner. Der ist aber inzwischen verflogen, zumal auch bekannt wurde, dass den altersschwachen Bäume ohnehin keine allzu lange Zukunft mehr beschert wäre. Möglich wurde die Verbreiterung der Straße letztlich durch einen Grundstückstausch der kath. Kirche mit der Stadt, in dessen Zuge die Kirche den erforderlichen Streifen am Hohler Weg abgegeben und ein anderes Grundstück hinter der Kirche im Bereich des neuen Parkplatzes auf dem ehemaligen HdB-Grundstück bekommen hat. Dort wurden auch bereits im vergangenen Jahr die Ersatzpflanzungen für die gestern gefällten Kastanien vorgenommen.

Dass gestern nahezu zeitgleich zu den Fällungen an der Straße auf dem neuen Kirchplatz, der derzeit zwischen dem St.-Pankratius-Kindergarten und dem neuen Pfarrheim entsteht, ebenfalls neue Bäume gepflanzt wurden, war daher eher Zufall.

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