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„Frag doch mal die Maus“

Als Könnerkind bei „Frag doch mal die Maus“

28.06.2012 | 17:26 Uhr
Als Könnerkind bei „Frag doch mal die Maus“
Bastian Springer hat zwar keine Fragen an die Maus, ist aber am Samstag bei „Frag doch mal die Maus dabei“. Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.   Bastian Springer tritt am Samstagabend in der Familienshow von Eckart von Hirschhausen auf.

Es geht ziemlich aufregend zu im Hause Springer in diesen Tagen: Proben und große Auftritte prägen die Woche. Nicht, dass das Kantoren-Ehepaar mit seinen Kindern so etwas nicht gewohnt wäre. In dieser Woche ist es aber etwas ganz anderes. Es wartet ein Millionenpublikum, denn Bastian Springer, macht als Könnerkind bei der großen Samstagabendshow „Frag doch mal die Maus“ mit Eckart von Hirschhausen mit.

Dabei hatte er sich für die Sendung gar nicht beworben. Er hatte vielmehr die Sendung mit der Maus gesehen, und dort hat der Moderator Ralph Caspers den ultimativen Trick präsentiert, wie man T-Shirts am schnellsten und mit möglichst wenigen Handgriffen faltet. Bastian hat sich das genau angeguckt, nachgemacht und? Ha: Es geht noch schneller. Und weil Bastian seine Verbesserung nicht für sich allein behalten wollte, weihte er seine Mutter Ute Springer ein, die hat ihn beim Falten gefilmt und den Film direkt an die Maus, beziehungsweise an deren Redaktion geschickt.

Ob es sich nun wirklich um eine bahnbrechende Verbesserung des caspeers’schen Faltvorgangs handelt, darüber streiten sich die Falt-Experten im Hause Springer bis heute. Doch das spielt letztlich auch gar keine Rolle. Denn in der Maus-Redaktion waren alle ziemlich begeistert. Nicht nur, weil es immer toll ist, wenn Kinder die Sachen nachexperimentieren, die in den Sachgeschichten gezeigt werden (dafür gab es umgehend ein Danke-Schön-Päckchen mit Fanartikeln von der Maus), sondern auch, weil man in der Art und Weise, wie Bastian seine Verbesserung präsentiert hat, ein echtes Showtalent entdeckt hatte. Dazu erreichte Papa Hanns-Peter Springer etwa zwei Monate später ein Anruf im Kantorat an der Obersten Stadtkirche von einer Casting-Agentur, die mitteilte, dass das Video von Bastian an die Redaktion von „Frag doch mal die Maus“ weitergereicht worden sei, man nun überlege, den 11-jährigen MGI-Schüler als Könnerkind einzuladen und gerne für Probeaufnahmen und ein erstes Kennenlernen vorbei kommen würde.

Viel Aufwand füreinen kleinen Einspieler

Und damit ging das Abenteuer dann los. Ein Kamera-Team kam nach Iserlohn, Bastian wurde genau unter die Lupe genommen und wurde schließlich genommen. Vor einem Monat folgten dann die richtigen Aufnahmen für den Vorstellungseinspieler bei der Sendung, der Bastian zu Hause, bei seinen Hobbys und natürlich im Interview zeigt. Ein irrer Aufwand für einen so kurzen Beitrag, wie Hanns-Peter Springer verblüfft feststellte. Die Professionalität, die Gründlichkeit und die Sorgfalt, mit der das Team gearbeitet hat, hat ihn doch sehr beeindruckt. „Da kann man noch eine Menge von lernen“, sagt er. Zumal nie Aufregung oder Stress aufkam und alle unheimlich einfühlsam und einfach nett mit Bastian und der Familie umgegangen sind.

Kribbeln im Bauchbeim T-Shirt-Falten

Bastian selbst sich dabei auch pudelwohl gefühlt. Ralph Caspers und die Maus findet er ohnehin toll, und Eckart von Hirschhausen, glaubt er, ist bestimmt auch ganz nett. Und die Sendung mit Prominenten wie Otto Waalkes, die seinen Falttrick nachmachen müssen, mache bestimmt auch viel Spaß. Vor dem Trubel in dieser Woche hatte er aber doch gehörigen Respekt. Bei den Maxis der Kinderkantorei singt er zwar auch schon oft Soli, und bei der Carmina Burana hat vor kurzem schon die Bekanntschaft mit einem voll besetzten Parktheater gemacht, der Gedanke, vor sieben Millionen Menschen T-Shirts zu falten, lässt es aber auch bei ihm gehörig im Bauch kribbeln. „Ich bin schon ganz schön aufgeregt“, sagte er im Vorfeld.

Nun hat er es aber schon hinter sich. Gestern Abend war die Aufzeichnung in Köln. Und morgen Abend kann er sich die Sendung um 20.15 Uhr ganz entspannt in der ARD ansehen. Dazu wird er es sich nicht nur mit seinen Eltern und seinen drei Geschwistern vor dem Fernseher gemütlich machen, ein paar Freunde hat er auch zum gemeinsamen Gucken eingeladen.

Ralf Tiemann


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