Akustik in Bauernkirche beeindruckt
03.10.2011 | 15:58 Uhr 2011-10-03T15:58:49+0200
Iserlohn. Der gemischte Chor „Modern Voices“ kann zwar schon auf Gastspiele in der Bauernkirche zurückblicken, am Samstag fand dort aber erstmals „Voices in Concert“ statt, gewissermaßen das jährliche Hauptkonzert dieses sehr innovativen Chores, der damit zugleich sein fünfjähriges Bestehen feiern konnte. Dazu wurden auch fünf Kerzen angezündet und „Happy Birthday Modern Voices“ angestimmt.
„Der Chor war so locker drauf wie nie zuvor“, freute sich später Chorleiter Hans-Jürgen Glander. Und er war begeistert von der Akustik in der Bauernkirche. „Fantastisch“, meinte Glander. Bereits im ersten Teil boten die „Modern Voices“ Ohrwürmer wie etwa „Yesterday“ oder „Mein kleiner grüner Kaktus“ - und das jeweils in sehr interessanten Interpretationen und mit anspruchsvoller Choreographie.
Zu „Voices in Concert“ lädt sich der Chor traditionell auch Gäste ein. Am Samstag waren das Birgit Maiworm (Klarinette/Saxofon) und Martin Niedzwicki (Klavier, Klarinette), nicht nur bekannt durch ihre Tätigkeit an der Hemeraner Musikschule. „Was spielen Sie denn?“, fragte Moderatorin Marion Nimtz. Niedzwicki antwortete trocken: „Herr Glander hat gesagt, wir sollten doch bitte das, das und das spielen. Und genau das spielen wir auch!“ Und des Chorleiters Wünsche waren auch ganz nach dem Geschmack des Publikums, gespielt wurde etwa der Belafonte-Klassiker „Island in the Sun“. Zum Finale begleitete Niedzwicki dann auch die „Voices“, „Oh Happy Day“ musste gleich zweimal gesungen werden, das Publikum in der gut besuchten Bauerkirche hatte das mit anhaltendem „Stehbeifall“ auch nachhaltig eingefordert.
Das Niveau, auf welchem die „Modern Voices“ mittlerweile singen, ist kein Zufall, sondern Ergebnis intensiver Arbeit. So gab es beispielsweise einen Workshop mit Stimmbildnerin Ulla Schwingel und Prof. Michael Schmoll. Auch die erfolgreiche Teilnahme an Festivals trägt sicherlich zur Weiterentwicklung des Chores bei.
Sehr zur Freude des Publikums. Diese flotte und moderne Chormusik kommt einfach gut an. Weitere Beispiele dafür waren am Samstag in der Bauernkirche etwa schwung- und gefühlvolle Interpretationen von „Can’t help falling in Love“, „Time after Time“ oder als vorletztes Stück - ebenfalls begleitet von Niedzwicki - „Love Potion No. 9“.
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