Ahrens: „Iserlohn kann sich als attraktive Stadt behaupten“

Zahlreiche Besucher kamen zum Neujahrsempfang der Stadt ins Parktheater.
Zahlreiche Besucher kamen zum Neujahrsempfang der Stadt ins Parktheater.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Beim Neujahrsempfang der Stadt im Parktheater zieht der Bürgermeister ein positives Fazit für das zurück liegende Jahr

Iserlohn..  Ein gewohntes Bild bot sich am Samstag den nahezu 400 Besuchern des Neujahrsempfangs der Stadt Iserlohn im Parktheater. Lange Schlangen bildeten sich vor dem obligatorischen Eintrag ins Gästebuch, und dem freundlichen Händeschütteln mit dem ersten Bürger der Stadt, Dr. Peter Paul Ahrens und seiner Ehefrau Gaby. Diese Wartezeit nutzten die Gäste, Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die Mitglieder des Rates der Stadt Iserlohn, die Vertreter der Verwaltung, von Verbänden und Vereinen, Institutionen, Kirchen, Glaubensgemeinschaften, Industrie, Handel, Handwerk und Gewerbe, Wirtschaft und sozialen und kulturellen Einrichtungen, und Ehrengäste aus der Politik, um im zwanglosen Gespräch schon einen Blick zurück auf das vergangene Jahr und Ausblicke auf das Jahr 2015 zu werfen. Da wirkte es fast schon wie ein kleines Wunder, dass der offizielle Teil des Empfangs dann doch um 11.15 Uhr halbwegs pünktlich starten konnte.

Kultur hat einen wichtigen Stellenwert in der Stadt

Auf der Bühne des großen Hauses boten dann Schülerinnen und Schüler des MGI, unter der Leitung von Heike Buderus und Thorsten Menne, Auszüge aus ihrem Opernprojekt „Die schwarze Spinne“, das gemeinsam mit der Oper Dortmund realisiert wurde. Für Bürgermeister Dr. Ahrens ein Beleg dafür, dass die Kultur einen wichtigen Stellenwert in unserem städtischen Leben hat. Dabei erinnerte er auch an den erfolgreichen „Day of Song“, der die ganze Stadt mit Gesang erfüllt habe.

Natürlich ging Ahrens dann auch auf andere lokale Themen ein. Hier bekräftigte er, „dass die Stadt Iserlohn weiterhin gute Chancen hat, sich als attraktive Stadt zu behaupten und eine Heimat für ihre Bürger zu bieten“. „Die stabil gebliebenen Steuereinnahmen unserer Stadt sowie eine ausgewogene Ausgabepraxis und Haushaltsdisziplin haben uns nicht nur einen nahezu ausgeglichenen Haushalt beschert, sie haben uns ermöglicht, dass wir wichtige und zum Teil schon lang geplante Großprojekte erfolgreich abschließen beziehungsweise auf den Weg bringen konnten“, so Ahrens in seiner positiven Bilanz für das vergangene Jahr. Dabei verwies auf den Baubeginn der Lennepromenade und des Lenne-Radweges in Letmathe, die vollständige Umgestaltung des Lägersportplatzes, die Baumaßnahme in der Werkstatt im Hinterhof, den Komplettausbau der Westfalenstraße, den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in der Grüne, die Renaturierung des Schapker Baches, die Sanierung des unteren und oberen Rupenteiches, den Spielplatzbau in der Brändströmstraße, die Umgestaltung des Straßenraumes in der Altstadt mit zwei Kreisverkehren, die Errichtung eines industriekulturellen Spielplatzes in Barendorf, die notwendigen Investitionen im Rahmen der Inklusion und auch die kostenaufwendige Unterhaltung von Schulen, Kindergärten, Sportstätten und sonstigen Infrastruktureinrichtungen. Natürlich erwähnte Ahrens in seiner Rede auch den vielleicht spektakulärsten Einzelposten des gesamtstädtischen Investitionspaketes: den Erwerb der Karstadt-Immobilie. Er persönlich sei davon überzeugt, „dass dieses Immobiliengeschäft angesichts der zahlreichen vertragsrechtlichen Sicherheitsklauseln für die Stadt wirtschaftlich tragfähig und vor allen Dingen zukunftsweisend ist“.

Bei seinem Blick in die Zukunft sparte Ahrens das schwierige Thema Gestaltung einer zukunftsfähigen Schullandschaft nicht aus. Dass Iserloh eine familienfreundliche Stadt sei, werde daran deutlich, so Ahrens, dass „es bei allen Problemen der Bevölkerungsentwicklung ein sehr erfreuliches Ergebnis ist, dass wir seit 2010 in Iserlohn mehr Zuzüge als Fortzüge von Familien haben“. Um diese Familienfreundlichkeit auch in Zukunft gewähren zu können, gehörten dazu gute Bildung sichere Arbeitsplätze und Wohnangebote. Hierzu zähle sicherlich auch das geplante neue Wohngebiet „Auf der Emst“.

Dr. Ahrens: „In Iserlohn ist kein Platz für Pegida“

In aller Deutlichkeit stellte Ahrens klar: „In Iserlohn ist kein Platz für Pegida.“ Dies sage er auch unter der Erschütterung und dem Abscheu über die Ermordung der Mitarbeiter der französischen Redaktion „Charlie Hebdo“ und die Folgeverbrechen durch die islamistischen Terroristen. Für diese eindeutige Klarstellung gab es viel Applaus vom Publikum. Zumal Ahrens auf die Bemühungen zur Integration in Iserlohn verwies.