Afrikanisches Flair in der Grundschule Sümmern

Beim großen Abschlussfest der Projekttage tanzten und sangen alle Kinder der Grundschule Sümmern zu kenianischen Liedern.
Beim großen Abschlussfest der Projekttage tanzten und sangen alle Kinder der Grundschule Sümmern zu kenianischen Liedern.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Projekttage „Makuyu“ bringen den Schülerinnen und Schülern spielerisch die kenianische Kultur etwas näher und sorgt für große Freude bei den Grundschülern.

Sümmern..  Es wurde rhythmisch getrommelt, laut gesungen und wild getanzt. Schloss man für einige Momente die Augen in der Aula der Grundschule Sümmern und lauschte den musikalischen Klängen der Schülerinnen und Schüler, konnte man denken, man sei irgendwo in Afrika. Als man sie wieder aufmachte konkretisierte sich dieser Verdacht sogar auf eine gewisse Art und Weise. An den Wänden hingen Bilder einer Savanne, auf denen Löwen, Giraffen, Geparde und Elefanten zu sehen waren. Die Kinder waren mit Ketten und Armbändern behangen und die positive Aura des Raumes brachte einen sofort zum Lächeln. Es war mal wieder ein bisschen Kenia eingezogen in das sonst doch eher beschauliche Sümmern.

Insgesamt flossen schon 17 150 Euro nach Makuyu

Und das schon zum zehnten Mal. Denn in diesem Jahr konnte die Grundschule Sümmern ein kleines Jubiläum feiern: Seit zehn Jahren unterstützt die Schule ihre Partnerschule, die Primary-School in Makuyu im weit entfernten Kenia, und hat durch verschiedene Aktivitäten in diesem Zeitraum insgesamt 17 150 Euro gesammelt und überwiesen. Zwei mal jährlich füllen zwei Schüler der Schule zusammen mit einer Lehrerin den Überweisungsträger in der Sparkasse aus und tun somit etwas Gutes.

Diese Gelegenheit nutzt die Grundschule und versucht gleich auch noch den Schülerinnen und Schülern die fremde, afrikanische Kultur etwas näher zu bringen. Immerhin sollen sie ja auch wissen, für was sie etwas in das Sparschwein gesteckt haben. „Im Rahmen der Projekttage versuchen wir die lebensfrohe Einstellung aus Afrika auf unsere Schüler zu übertragen“, sagt Rektorin Petra Ninnemann.

Und das scheint gelungen zu sein. Denn mit einer großer Menge Spaß stürzten sich die verschiedenen Klassen auf die unterschiedlichen Projekte, die in den letzten Tagen stattgefunden haben. Die ersten Klassen der Schulen lernten vor allem die große Tierwelt Afrikas kennen und erstellten Leporellos mit ihren Lieblingstieren. Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse waren für die Gemälde der Savanne verantwortlich und die Drittklässler bastelten ihre eigenen Trommeln, auf denen sie rhythmische Musikstücke einstudierten. Die Ältesten der Schule gestalteten ihren eigenen Schmuck, der hier in der Umgebung wohl einzigartig ist und die afrikanische Kultur perfekt widerspiegelt. Lebensfroh und Außergewöhnlich!

Don Bosco-Mitarbeiter berichtet von Zeit in Kenia

Neben den ganzen spielerischen Annäherungen wurde es beim Vortrag von Jan Schwellenbach aber auch richtig informativ. Der jetzige Student berichtete nämlich über seine Zeit in Makuyu und die Besonderheiten an der Partnerschule. Er konnte sich vor Ort von der positiven Umsetzung der Spenden überzeugen.

Zum großen Abschlussfest gaben dann alle Kinder noch einmal ihr Bestes und tanzten und sangen so laut, dass vielleicht sogar ihre „Mitschüler“ am anderen Ende der Welt sie hören konnten.