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67 Preisträger aus Iserlohn

11.02.2008 | 16:38 Uhr
67 Preisträger aus Iserlohn

Iserlohn. Renate Brunswicker hatte am Sonntag alle Hände voll zu tun, soviele Urkunden musste die stellvertretende Bürgermeisterin an die Iserlohner Teilnehmer der Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert” verteilen.

67 Schülerinnen und Schüler sowohl von der Musikschule als auch von privaten Lehrkräften hatten sich Ende Januar der Jury in den verschiedenen Instrumental-Wertungen und Alterstsufen gestellt - die allermeisten waren am Sonntag zum großen Preisträgerkonzert in die neue Aula des Stenner-Gymnasiums gekommen, um sich ihre Urkunden abzuholen.

Natürlich konnten bei einer solchen Fülle an Beiträgen nicht alle Kinder und Jugendlichen die Früchte ihres Fleißes zeigen. Musikschulleiter Paul Breidenstein und die verantwortlichen Instrumentallehrer hatten vielmehr erneut die Qual der Wahl, um ein ansprechendes und repräsentatives Konzertprogramm zusammen zu stellen, was auch in diesem Jahr beim Publikum wieder für große Freude über die Beiträge der Kleinsten und für beeindruckte Minen über die enormen Qualitäten der älteren Schüler sorgte. Allein in der Solowertung Klavier reichte die Bandbreite von der erst siebenjährigen Beatrice Orlowski, die schon nach einem Jahr Unterricht zulangt, wie viele andere nach mehreren Jahren nicht, bis zu der gerade 17 Jahre alt gewordenen Lisa Richter, die erneut mit voller Punktzahl und einem ersten Preis zum Landeswettbwerb weitergeleitet wird und am Sonntag die Zuhörer mit einer umwerfenden Leistung begeisterte.

Solistisch waren daneben Oliver Kurzaj, Janis Röhl (beide Klavier), Clara Busemann, Delara Vafi und Sarah Schwarz (alle Harfe) zu hören. Für besonderen Klangzauber sorgten darüber hinaus vor allem die älteren Bläser-Ensembles, wie etwa das Horn-Quartett mit Alexander Menke (15), Johannes Busemann (13), Leonard Bermes (13) und Vincent Mayr (15), die nicht nur optisch wegen ihrer schwarzen Kleidung sondern auch musikalisch wegen ihres guten Zusammenspiels als Einheit auftraten, oder das Blockflöten-Trio aus Maya Schulte (17), Laura Valerie Bennek (16) und Rebecca Henz (17), die überaus flink musizierten und mit der modernen Komposition „Kadanza” von W. W. v. Nieuwerk ein wunderbar pulsierendes Stück mit oft ungewöhnlicher Tonerzeugung spielten. Neben einem weiteren Blockflöten-Trio sorgten die unterschiedlichen Streich-Trios und Duos für Staunen, bei denen etwa mit dem Trio Lukas Nalbach(7), Jana Noelske (7) und Daniela Noelske (6) ebenfalls schon die Allerjüngsten eine Kostprobe ihres großen Talents gaben.

Eine ähnlich erfreuliche Entdeckung wie die Musikalität der Kinder und Jugendlichen war auch die gerade fertig gestellte Aula des Stenner-Gymnasiums, die erst am 22. Februar eingeweiht wird und nun quasi eine inoffizielle Premiere feierte. Mit feinem Stäbchen-Parkett, einer luftigen Glasfront nach Westen und einer großzügigen Bühne am Kopfende des geräumigen Saals verfügt das Gymnasium nun über ein wahres Schmuckkästchen, das vielseitig nutzbar ist und zukünftig gewiss nicht nur für Schulveranstaltungen bereit steht.

Wie Schulleiter Heinz-Dieter Klusmann am Rande des Konzertes sagte, habe eine Spezialfirma noch bis Samstagabend an der Bühnentechnik, der Beleuchtung und Akustik gearbeitet. Auch in diesen Punkten bleiben wohl keine Wünsche offen, denn selbst kleinste Cellisten waren am Sonntag bis in die letzte Reihe glasklar zu hören.

Ralf Tiemann

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