50 Interviews rund um den Frieden

Cem Tugral, Hanna Dieckmann und Scherin Omairatte waren eines der Teams vom Kinder- und Jugendrat, die im Rahmen der Friedensaktion unter anderem den 2. Vorsitzenden der DITIB-Gemeinde, Aytac Kuruagac, interviewten.
Cem Tugral, Hanna Dieckmann und Scherin Omairatte waren eines der Teams vom Kinder- und Jugendrat, die im Rahmen der Friedensaktion unter anderem den 2. Vorsitzenden der DITIB-Gemeinde, Aytac Kuruagac, interviewten.
Foto: IKZ

Iserlohn..  „Auf der Suche nach Frieden“ ist am Mittwoch noch mal der Kinder- und Jugendrat. Mit Pfarrer Johannes Hammer, Superintendentin Martina Espelöer, Jens Keienburg von der Flüchtlingsberatung, dem Integrationsratvorsitzenden Mustafa El-Bouziani sowie einem Flüchtling aus Eritrea werden die letzten von 50 Interviews rund ums Thema Frieden geführt. Aus denen soll dann bis zu den Sommerferien ein zehn- bis zwölfminütiger Film entstehen, der im Internet veröffentlicht wird.

„Die Jugendlichen sind schon fleißig dabei, das bislang gesammelte Material abzuhören“, berichtet Mark-Steffen Göwecke vom jfc Medienzentrum in Köln. Dort hatte sich der KiJuRat erfolgreich mit seiner Friedensaktion beworben. Als „upload“-Projektteilnehmer sind sie nicht nur in Kameraführung, Schnitt und Interviewtechniken geschult worden, sondern durften auch die Profi-Ausrüstung des vom NRW-Familienministerium geförderten Partners für Kinder- und Jugendmedienarbeit für die Interviews nutzen.

Lob vom Profi schon nach dem ersten Drehtag

„Ich bin begeistert. Ihr seid motiviert und sehr aufmerksam bei der Sache. Ich kann mir vorstellen, wie schwierig es war, fremde Leute anzusprechen, aber das habt ihr bestens hinbekommen. Ich kann nur sagen: Super!“, hatte Göweckes Kollege Mustafa Doymus schon nach dem ersten „Drehtag“ die beteiligten KiJuRat-Mitglieder gelobt. Anlässlich der Luftballonaktion auf dem Alten Rathausplatz (wir berichteten) hatten Hanna Dieckmann, Noah Dünninghaus, Theresa Hülsbeck, Alana Lamberts, Vivien Lis, Carina Loos, Rita Maglio, Scherin Omairatte, Marija Rjabkowa, Cem Tugral und Nilüfer Yilmaz Passanten und „Promis“ interviewt. „Frieden heißt für mich Toleranz, dem anderen mit seinen Argumenten zuhören und ihn so akzeptieren wie er ist“, hatte dabei beispielsweise Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens als Schirmherr der Aktion unter anderem gesagt und zugleich verraten, dass er seinen persönlichen Frieden stets beim Segeln auf der Sorpe finde.

DITIB-Vertreter bezieht klar Stellung zu IS

Den findet Aytac Kuruagac hingegen in seinem ehrenamtlichen Engagement als 2. Vorsitzender der DITIB-Gemeinde an der Bergwerkstraße, und da besonders bei seinem Einsatz in der Jugendbetreuung, wie er einem der beiden KiJuRat-Interviewteams beim zweiten Drehtag in der vergangenen Woche berichtete. „Wir holen die Jugendlichen hier in die Moschee und erzählen ihnen und auch ihren Eltern: Wenn Ihr hier in Deutschland lebt, müsst Ihr etwas für den Frieden tun. Denn das ist auch die Aufgabe, die uns der Prophet mitgegeben hat: Egal, wohin Ihr geht, Ihr müsst den Frieden mitnehmen. Weil ,Islam’ bedeutet ,Frieden’.“ Deswegen stellt Kuruagac auch ganz klar: „Für uns sind die vom IS keine Moslems. Denn ein Moslem kann so etwas nicht machen, was die im Moment alles tun und anderen antun!“ Deswegen sei er auch dankbar für jede Möglichkeit, bekannt zu machen, wofür der Islam wirklich stehe.