448 potenzielle „Lebensretter“
08.09.2010 | 23:48 Uhr 2010-09-08T23:48:00+0200
Iserlohn.„Wow!“ „Wirklich enorm!“ „Bombastisch!“ Nur noch begeistert zeigten sich am späten Mittwochabend die Initiatoren der Aktion „Hilfe für Justin“ über die Resonanz auf den ersten von zwei Typisierungsterminen.
Insgesamt 533 Spendenwillige kamen innerhalb von zwölf Stunden ins DRK-Zentrum am Karnacksweg. Bei 448 davon konnte eine kleine Ampulle Blut abgenommen werden, um sie in den nächsten zehn bis zwölf Tagen als potenzielle „Lebensretter“ zu typisieren und in die Datei der Westdeutschen Spenderzentrale (WSZE) aufzunehmen. 376 Freiwillige spendeten einen halben Liter Blut, 164 davon, also über 40 Prozent, zum ersten Mal. „Die übrigen kamen jeweils leider aus medizinischen Gründen nicht für eine Blutspende oder, weil sie schon älter als 55 Jahre sind, nicht für eine mögliche Stammzellen-Spende in Betracht“, erklärte Sabine Gräfe. Die Pressereferentin des DRK-Blutspendedienstes West aus Hagen, der gemeinsam mit der Initiative aus dem Elternrat des Kesberaner Kindergartens „Bärenhöhle“ für den Termin geworben hatte, verwies auch noch mal auf den naheliegenden Zusammenhang zwischen Blutspende und Typisierung: „Mit 27 Prozent wird der größte Anteil unserer Blutprodukte für die Versorgung von Krebspatienten benötigt, deren Körper zu geschwächt sind, um selber beispielsweise die Blutplättchen zu bilden.“ Zusammen mit ihrer WSZE-Kollegin Anke Hellmig zeigte sich Gräfe zudem auch erfreut über die Tatsache, wie viele junge Menschen sich am Mittwoch typisieren ließen: „Denn die kommen länger als potenzielle Stammzellen-Spender in Betracht, wobei uns natürlich auch die Älteren stets herzlich willkommen sind.“ Anke Hellmig war überrascht, wie viele Spendenwillige gut informiert zum Termin kamen: „Die hatten von Justins Geschichte gehört und wollten jetzt einfach helfen.“
Das war auch am Morgen die Motivation für den ersten Spender, Dirk Pantring. Für den 44-jährigen Oestricher, der bereits 26 Mal Blut beim DRK gespendet hat und selbst Vater von zwei Söhnen (11 und 14 Jahre alt) ist, ist die Typisierung eine Selbstverständlichkeit: „Ganz einfach, weil man tatsächlich damit die Möglichkeit hat, jemandem zu helfen und hoffentlich sein Leben zu retten.“
Wie schnell die tückische Krankheit zudem jeden ereilen kann, wurde dem Iserlohner Damian Hryniszak in dieser Woche bewusst: Sein fünfjähriger Neffe Guiseppe erhielt am Montag die Diagnose Leukämie. Er liegt mit dem gleichaltrigen Justin auf der selben Station in der Dortmunder Kinderklinik. Deswegen hat der 32-jährige Berufsfeuerwehrmann über das Intranet der Stadtverwaltung alle Kollegen nicht nur von der Wache, sondern auch aus dem Rathaus und den übrigen städtischen Einrichtungen gebeten, sich ebenfalls gestern oder beim zweiten Termin im DRK-Zentrum am kommenden Sonntag von 10 bis 15 Uhr typisieren zu lassen.
Mit gutem Beispiel voran beim Blutabnehmen gingen am Mittwoch auch die Initiatoren aus dem „Bärenhöhle“-Kindergarten, die zudem am Sonntag von 11 bis 18 Uhr im Rahmen des Tages des offenen Denkmals zu einem Familienfest zugunsten der Aktion „Hilfe für Justin“ an die Lägerbachstraße 1 einladen. Rund um das Fachwerkhaus der Familie Küchenberg gibt es dann Schmiedevorführungen, die Möglichkeit für Kinder ab 9 Jahren, selbst ein Schmuckstück zu schmieden, einen Ritterkampf der Mittelaltergruppe „Miles et Veritas“, Kinderschminken, Ponyreiten, Fußball und vieles mehr.
08:13
@#8
Leider nein. Die Typisierung kostet in der Regel 50 Euro, die über Spenden finanziert wird.
23:33
Wird man eigentlich bei einer normalen Blutspende Typisiert???
Also das es Technisch geht da bin ich mir ziemlich sicher, ob es gemacht wird??
20:19
Vielleicht solle sowas öfters in der Zeitung stehen. Was ich schon früher gelesen habe, war das Schicksal des kleinen Maxi. Da darf auch sehr gerne drüber berichtet werden. Helft-Maxi.de
15:48
schöne sache :-)
12:19
Helden des Alltags! Das klingt schön.
Ich hoffe auch das der passende Spender dabei war.
War total begeistert zu sehen das um 9.30 Uhr schon soviele Menschen da waren. Respect!
12:06
Haben uns natürlich auch typisieren lassen.
12:05
Hoffentlich ist der passende Spender dabei. Wir hoffen mit den Eltern.
11:58
Die Helden des Alltags. Danke!
08:06
Vielen Dank an alle.
Nicht aufgeben, niemals!