26-jährige Russin Irina Kulikova gewinnt ersten Preis
02.08.2008 | 11:01 Uhr 2008-08-02T11:01:00+0200
Iserlohn. Die 26-jährige Russin Irina Kulikova hat beim hochdotierten 3. Internationalen Gitarrenwettbewerb Iserlohn den ersten Preis gewonnen.
„Dieser erste Preis bedeutet mir ungeheuer viel. Er wird mir viel Kraft und Energie für meinen weiteren Weg geben.” Irina Kulikova war am späten Freitagabend überglücklich. Nachdem Thomas Kirchhoff, Initiator des Internationalen Gitarrenwettbewerbs Iserlohn, das Endergebnis des Wettbewerbs bekannt gegeben hatte, brach eine Welle der Glückwünsche über die 26-jährige Russin herein, und die ganze Anspannung der letzten Tage fiel von ihr ab.
Drei anstrengende Wettbewerbstage lagen zu diesem Zeitpunkt hinter ihr, an deren Anfang eine 45-köpfige Konkurrenz von jungen, aufstrebenden Virtuosen aus 30 Ländern im Schwerter Haus Villigst in die erste Runde gingen, und deren Ende das fast dreistündige Preisträgerkonzert am Freitagabend in der Johanneskirche am Nussberg markierte, in dem die besten fünf Teilnehmer noch einmal ihr Können vor Publikum zeigten, und das nicht nur ein hohes Niveau zeigte, sondern mit seiner ganz besonderen, knisternden Spannung eine große Anstrengung für Spieler, Publikum und Jury darstellte.
Gegen 22.30 Uhr erlöste aber das Klatschen von Thomas Kirchhoff die Wartenden, sodass Sparkassendirektor Manfred Schäfer zusammen mit dem Vorsitzenden der Bürgerstiftung der Sparkasse, Walter Torke, die Preise an die Gewinner des höchstdotierten Gitarrenwettbewerbs Deutschlands verteilen konnte. Die Bürgerstiftung unterstützt die den seit 2004 alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb mit 8500 Euro und stellt damit Preisgelder im Alleingang. Hinzu kommen Sachwerte in Form von Meistergitarren, Saiten und Konzertmöglichkeiten.
Der erste Preis - 3500 Euro Preisgeld, eine Meistergitarre des Gitarrenbauers Armin Gropp im Wert von 4500 Euro, ein zwei-jähriges kostenloses Saiten-Abo der Firma D'Addario im Wert von bis zu 5000 Euro sowie zwei attraktive Konzertmöglichkeiten, darunter ein Auftritt beim Gitarren-Symposion in Iserlohn im nächsten Jahr - übersteigt die 10 000-Euro-Grenze bei weitem.
Selbst die fünft platzierte, Sanja Plohl aus Slowenien, durfte sich noch 250 Euro einstreichen. 2500 Euro und eine Meistergitarre gingen an die zweite Sabrina Vlaskalic aus Serbien, 1000 Euro bekam der dritte Florian Larousse, und 500 Euro an den viert platzierten Thomas Csaba (beide Frankreich).
Für Irina Kulikova war es bereits der vierte erste Preis bei internationalen Vergleichen. Im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte die Russin, die bei Carlo Marchione in Maastricht und bei Marco Tamayo am Salzburger Mozarteum studiert und gerade frisch verheiratet nach Den Haag gezogen ist, dass es ihr sehr viel bedeute einen Wettbewerb in Deutschland gewonnen zu haben. "Ich liebe diese Land sehr und gebe hier sehr viele Konzerte." (Mehr Informationen über die Gewinnerin gibt es auch unter www.irinakulikova.com).
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