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1000 Typisierungen lautet das neue Ziel der Lions

13.11.2008 | 18:01 Uhr

Iserlohn. Dr. Michael Bermes ist vollkommen perplex. Und auch Jochen Renfordt hat am Donnerstag bei der zweiten Typisierungs-Aktion für die DKMS im Berufskolleg an der Hansa-Allee große Augen gemacht: „Die überrollen uns ja”, war der Kommentar des Lions-Präsidenten.

Dr. Michael Bermes und Jochen Renfordt vom Lions-Club Iserlohn-Letmathe nahmen am Donnerstag die Spende von Natali Cavar, Leiterin der Theater AG, Hauptdarsteller André Bitter und dem stellvertretenden Schulleiter Bernhard Ingelbach entgegen. Foto: Wronski/IKZ

In der Tat waren 313 Schüler ab 17 Jahren der Einladung des Lions-Clubs Iserlohn-Letmathe gefolgt, um sich Blut für die Datenbank und später für eine mögliche Knochenmarks- oder Stammzellenspende abnehmen zu lassen. Erneut hat der Initiator der Iserlohner DKMS-Aktion „Leben spenden macht Schule”, Dr. Michael Bermes von den Lions, zusammen mit seinem Team und unterstützt von dem Vorsitzenden des Ärzte-Vereins, Dr. Fritz Lax, und Dr. Wilhelm Altfeld den jungen Leuten Blut abgezapft.

Zusammen mit der ersten Aktion haben die Lions nun bereits 503 Schülerinnen und Schüler für ihre Aktion gewinnen können und damit ihr Ziel von 500 Typisierung schon überschritten, bevor sie an den Gymnasien und der Gesamtschule zur Spende aufgerufen haben. „Es ist unglaublich, wie hoch die Bereitschaft zu helfen bei den Jugendlichen ist”, freute sich Bermes und kündigte an, auf jeden Fall weiter zu machen: „Jetzt wollen wir die 1000er Marke knacken.”

Einziges Problem: Jede Typisierung kostet 50 Euro und wird von den Krankenkassen nicht übernommen. Derzeit beläuft sie Rechnung demnach auf 25 150 Euro. Deswegen rühren die Lions noch stärker als zuvor die Werbetrommel für ihren Spendenaufruf, um die Flut an Typisierungen zu finanzieren. Und auch hier stoßen sie auf breite Unterstützung, die auch von den Schülern selbst kommt.

Am Donnerstag konnten die Lions eine Spende über 623 Euro entgegennehmen, die die Theater-AG des Berufskollegs bei zwei öffentlichen Aufführungen des Woody-Allen-Stücks „Vorsicht Trinkwasser” eingenommen hatte. Und die Dunkelziffer ist noch weit höher. Denn die Schüler haben viele ihrer Lehrer und Ausbildungsbetriebe dafür gewinnen können, ihre Typisierung durch eine Geldspende zu unterstützen.

Ralf Tiemann

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