1000 Gäste begrüßten das neue Jahr im Theater

Tanzen konnten die Besucher bis gegen 3 Uhr.
Tanzen konnten die Besucher bis gegen 3 Uhr.
Foto: Michael May IKZ
Was wir bereits wissen
Bis gegen 3 Uhr herrschte bei Iserlohns größter Party beste Stimmung bei Musik, Tanz und Zauberei.

Iserlohn..  Ein stimmungsvolles Ambiente, bestens gelaunte Gäste sowie ein Programm zum Träumen, Nachdenken, Lachen, Staunen und Tanzen: Mehr geht kaum an Silvester. So war auch diesmal wieder das Parktheater der Hauptanziehungspunkt der Iserlohner in der „Nacht der Nächte“.

Unter Hochdruck hatte das Team eine traumhafte Dekoration gezaubert, die das Foyer und die übrigen Theater-Bereiche kaum mehr erkennen ließ: Disco-Kugeln, metallische Stern-Ballons, jede Menge Licht-Stäbe, Podeste, Trennwände und zahlreiche weitere Akzente sorgten bereits allein für eine prickelnde Atmosphäre. Nachdem die etwa 1000 Gäste in schicken Kleidern und gediegenen Anzügen der Kulisse dann auch noch Leben eingehaucht hatten, konnte die größte Jahreswechsel-Party steigen.

Programm fürjeden Geschmack

Für jeden Geschmack war im Programm etwas zu finden. Wer sich auf eine musikalische Zeitreise in die 50er-Jahre begeben wollte, war bei Konrad Beikircher und seiner Band an der richtigen Adresse. Das „Jahrzehnt der Hoffnung“, wie es Beikircher nannte, wurde in all seinen Facetten beleuchtet. „Die Schlager damals waren nicht so trivial wie die heutigen“, so der Sänger, der immer wieder seine Abneigung gegenüber aktuellen Stars wie Helene Fischer oder Andrea Berg zum Ausdruck brachte. „Das wirkliche Lebensgefühl“ widergespiegelt, so Beikircher, hätten die 50er-Jahre-Hits wie „Schön, schön, schön war die Zeit“, „Marina“, „Das alte Haus von Rocky Docky“, „Seemann, lass das Träumen“ und viele andere, die nicht nur live vom Quartett gespielt, sondern auch von Beikircher vorgestellt wurden. Nach 30 Minuten Show hatte er auch den letzten Zuhörer zum Mitsingen angestachelt, so dass „Ganz Paris träumt von der Liebe“ aus Dutzenden Kehlen erklang – ebenso wie die Zugabe „Que Sera, Sera“.

Als Unterhaltungs-Garanten haben sich schon längst Michael Sondermeyer und Uwe Schenk empfohlen. In ihrer Show „Zwei Stunden Zauberhaft“ ließen die beiden Magier das Parktheater-Studio Kopf stehen, Dinge verschwinden, und die Zuschauer zum Teil mit verwunderten Gesichtern auf ihren Plätzen sitzen. Schenk und Sondermeyer gelingt die Zauberei mit einfachsten Mitteln und einer Menge Spaß.

Stehende Ovationen für„Harry Belafonte Story“

Äußerst anspruchsvoll war dagegen das Angebot im Großen Haus: Mit der „Harry Belafonte Story“ boten Ron Williams und das übrige Ensemble Stoff zum Nachdenken. Denn der Sänger von Welt-Hits wie „Cu Cu Ru Cu Cu Paloma“ oder „Island In The Sun“ war bekanntlich politisch äußerst aktiv, stellte sich gegen Rassismus und Unterdrückung. Belafontes Engagement gipfelte in der Gründung von „USA for Africa“, wofür das Lied „We Are The World“ entstand. Das sollte eigentlich den Schlusspunkt der grandiosen Musical-Vorstellung bilden – allerdings sorgten die Zuschauer mit stehenden Ovationen und donnerndem Applaus dafür, dass es noch weiter ging.

Doch um kurz vor Mitternacht war Schluss auf den Bühnen, denn traditionell gehört zum Parktheater-Rundum-Sorglos-Paket auch das Feuerwerk. Dies gab es diesmal in Form eines Experiments, denn nach der guten Resonanz beim Jubiläum wurden die Raketen vom Innenhof des Theaterkomplexes aus gezündet. Zunächst skeptisch, ließen sich die Besucher auf das Wagnis, das Spektakel teils im Freien zu erleben, ein. Am Ende konnte die stellvertretende Kulturbüro-Leiterin Patricia Benthien, die die letzten Sekunden bis Mitternacht heruntergezählt hatte, in durchweg strahlende Gesichter schauen.

Dies änderte sich nach dem Feuerwerk, den Glückwünschen und Prosit-Rufen auch nicht, denn die Besucher hatten vor allem eins im Sinn: Sie wollten das neue Jahr tanzend begrüßen. Ob im Löbbeckesaal, wo Christoph Mangelsdorff auflegte, oder auf der Bühne des Großen Hauses, wo A. B. and the Balls spielten: Bis gegen 3 Uhr wurde im Theater gezaubert.