Iserlohn
01.01.2012 | 16:02 Uhr 2012-01-01T16:02:00+0100
Bei der größten Party zum Jahreswechsel in Iserlohn gab es für jeden Geschmack etwas: jede Menge Musik, gute Unterhaltung, Magie und jede Menge Musik.
Auch diesmal stieg die größte Silvesterparty Iserlohns im Parktheater. 1300 Gäste erlebten den Jahreswechsel bei bester Stimmung in aufwändiger Dekoration und mit unterhaltsamem Programm.
Glitzernde Discokugeln, duftige Engelsflügel, schimmernde Tischdecken aus lila Folie, Kronleuchter, Kerzen: Einmal mehr hatte das Team des Parktheaters das Gebäude in tagelanger und mühevoller Arbeit so verwandelt, dass es kaum wiederzuerkennen und dem Anlass entsprechend herausgeputzt war. „Gab es diese Loungebereiche hier schon immer?“, fragte sich beispielsweise Iris Gebhardt (46), als sie das Foyer betrat. Nein, die Podeste dort und in der Galerie waren eigens für die größte Silvesterparty der Stadt eingerichtet worden.
Iris Gebhardt, ihr Mann und zwei weitere Pärchen hatten sich zum ersten Mal dafür entschieden, den Jahreswechsel im Parktheater zu feiern. So zeigten sie sich fast schon verwundert über die Annehmlichkeiten, die für das Kulturbüro-Team längst selbstverständlich sind: kostenlose Garderobe, Begrüßungscocktail und ein Tütchen Mutzenmandeln gleich am Einlass. „Da kann ja nichts mehr schiefgehen“, so die gut gelaunte Truppe.
Das Programm bot auch diesmal wieder etwas für jeden Geschmack: Niveauvoll ging es im Löbbeckesaal zu, wo Robert Kreis sein Publikum in zwei Vorstellungen in die 20erJahre entführte. Der holländische Künstler wusste zunächst aus aktuellem Anlass über mehrere Begegnungen mit Johannes Heesters zu berichten, bevor er fast 100 Jahre alte Texte und Lieder vorstellte, die nichts an Aktualität verloren haben.
Zeitgleich luden Uwe Schenk und Michael Sondermeyer ein zu „Zwei Stunden Zauber-Haft“. Die beiden Magier bewiesen, wie sie ihr Publikum mit einfachen Mitteln zum Staunen bringen können. Geldscheine und Eheringe verschwanden, Briefumschläge wurden angezündet und Seile auf wundersame Weise zerteilt.
Im Großen Haus wurde schon lange vor Mitternacht ein Feuerwerk entzündet: Das Ensemble Musical StarNights hatte „The Best of Musicals“ im Gepäck. Von flott bis getragen, von wild bis ruhig, von poppig bis rockig waren die Hits aus „Cats“, „Wicked“ oder „Mamma Mia“ angehaucht, die die Originalsolisten des berühmten Londoner Westend mit ihrem Live-Orchester und in ständig wechselnden Kostümen auf die Bühne brachten. Bereits vor Beginn dieser Vorstellung hatte Theaterdirektor Johannes Josef Jostmann erklärt: „Jetzt brauchen Sie keine Angst mehr zu haben und alle fünf Minuten auf die Uhr zu schauen.“ Das wollte im voll besetzten Saal dann auch keiner mehr, denn die Musical-StarNights-Truppe hatte schnell alle in ihren Bann gezogen. Nach der eingeforderten Zugabe bauten die Theatermitarbeiter in Windeseile das insgesamt 24 Tonnen schwere Musical-Bühnenbild ab, um Platz für die Tanzwütigen zu schaffen.
Kurz vor Mitternacht zählte Jostmann – unterstützt von den beiden Zauberern – die letzten Sekunden herunter. Traditionell wird den Gästen der Silvester-Gala im Parktheater ausreichend Zeit und Raum zum „Küssen und Drücken“ gegeben – um 0.10 Uhr zündete Pyrotechniker Martin Hoppmann das von vielen „Ahs“ und „Ohs“ begleitete Brillantfeuerwerk, das einige neue Effekte zu bieten hatte.
Nachdem der letzte Funken verglüht war, enterten die Besucher die Tanzflächen auf der großen Bühne und im Löbbeckesaal. Während einige gerne schon Stunden früher eine heiße Sohle aufs Parkett gelegt hätten, waren andere gerade richtig in Stimmung gekommen. Kenneth King und Doc Brown jedenfalls taten ihr Bestes, um die Gäste bei Laune zu halten. Der vorherigen Einladung von „JoJo“ Jostmann zum „Kaffee ab 5.50 Uhr“ ist jedoch niemand gefolgt, die letzten Besucher haben das Theater um 3.45 Uhr verlassen.
Zwar ist der nächste Jahreswechsel jetzt noch weit weg, das Programm mit Pasión De Buena Vista steht aber schon.
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