Sportsgeist trifft Geselligkeit
15.11.2009 | 17:27 Uhr 2009-11-15T17:27:00+0100Holzwickede. So viel Kuchen essen wie in den Bauch hinein passt und Cocktails schlürfen kombiniert mit einem gesunden Leben: Das ging – ausnahmsweise – beim Fest des HSV-Gesundheitssports am Samstag.
Sündigen und gesund leben passen nach eigenem Vereins-Verständnis der Sparte Gesundheitssport in der Spielvereinigung Holzwickede hin und wieder auch zueinander. „Ganz oben steht bei allen Aktionen nämlich die Geselligkeit, nebenher geht es um den Sport”, erklärte Susanne Werbinsky, Trainerin und Mitglied des Vorstands.
Und in punkto Gemeinschaftsgeist kam da der Kaffee-Klatsch für jung gebliebene Vereinsmitglieder am Samstagnachmittag gerade richtig. Über 30 Kuchen groß war das Büfett in der Rausinger Halle, wer einmal Eintritt zahlte, durfte am Blech und an der Kaffeekanne so oft zulangen wie er mochte. Mit dabei: Hannelie Geurten und ihre beiden Freundinnen aus der Osteoporose-Gruppe: „Wir nutzen den Nachmittag um mal wieder nach Herzenslust zu plaudern. Gerade haben wir über Gartenarbeit geredet. Und über Männer und Putzen”, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Dem Trio gegenüber hielten Doris Pollklesener mit zwei Freundinnen aus der Gymnastikgruppe die Stellung: „An Gesprächsthemen ist fast alle erlaubt. Außer Krankheiten und Politik – das blenden wir heute einmal aus”, verriet sie. Dass bei allen Plaudereien dennoch keine Langeweile aufkam, dafür sorgte das Rahmenprogramm am Nachmittag, bei dem unter anderem die HSV-Übungsleiter selbst auf die Bühne traten und heitere Sketche vorführten. „Die haben auch beim Bewirten der Gäste und in der Küche mitgeholfen”, erklärte Werbinsky. Schließlich sei der HSV immer noch ein Verein, in dem sich die Mitglieder auch hin und wieder freiwillig engagieren sollten.
Am Abend startete in der Rausinger Halle dann die Tanzparty für diejenigen jüngeren Gäste, denen der Kaffeeklatsch allein zu langweilig gewesen wäre. Besuchermassen blieben allerdings aus – die HSV-Mitglieder feierten in eher gemütlicher Runde von 15 Gästen. Dabei dauerte es eine Weile – genauer gesagt bis nach dem Auftritt der HSV-eignen „Salsa-Aerobic”-Tanzgruppe – bis wirklich Partystimmung aufkam.
Insgesamt verzeichnete der HSV sowohl beim Kaffeeklatsch als auch bei der Tanzparty deutlichen Besucherrückgang. „Wir werden uns Gedanken machen, woran es liegen kann”, sagte Susanne Werbinsky. Terminlich seien sie schon extra in den November gegangen, „weil gerade da nicht so viele Veranstaltungen sind.” Nachgedacht werde für das nächste Jahr über ein anderes Konzept, etwa eine Mottoparty zu Halloween.
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