Polizeiabsperrung durchbrochen
27.06.2010 | 15:41 Uhr 2010-06-27T15:41:00+0200
Holzwickede.Mit ‘nem Pils in der Hand, der Leidenschaft im Herz und dem Bekenntnis, dass Fußball das Leben sei… Das ist schon längst nicht einmal mehr belächelte Nostalgie einer wie auch immer gefärbten Fußball-Leidenschaft. Mit ‘nem Knüppel in der Hand, ‘ner Rakete in der Luft und der Polizei vor der Faust. Das scheint Ziel jedweden Strebens jener zu sein, die nicht Fans, sondern Ultras sein wollen. Wie Klaus K. aus Holzwickede, der sich selbst als BVB-Ultra sieht.
Dieser 18-Jährige (Name geändert) besteht trotz Festnahme und saftiger Strafen, trotz Eintrag ins Führungszeugnis und bundesweitem Stadionverbot darauf, Teil jener Fußball-Subkultur zu sein, die sich im Februar 2009 zur Randale und nicht zum Fußball verabredet haben. „Ich bin ein Ultra“, betonte er nach seinem erstinstanzlichen Urteil im Gespräch mit unserer Redaktion.
Mitläufer drängen in den Mittelpunkt
Trotz einer Direktverbindung vom Hauptbahnhof Dortmund nach Gelsenkirchen-Buer, wo an jenem Abend des 21. Spieltages das Ruhrgebiets-Derby in der Veltins-Arena angepfiffen werden sollte, kutschierten etwa 150 zumeist junger Männer kreuz und quer durchs Regionalnetz der Bahn, stets bestrebt, nicht ordnenden Kräften auszuweichen. „Selbst von Buer aus machten sie noch einmal einen Schwenk über Essen-West nach Buer-Süd“, erinnert sich heute Andreas Arlt, „szenekundiger Beamter“ des Polizeipräsidiums Gelsenkirchen, an seinen Einsatz vor über einem Jahr: „Dann wollte man sich der polizeilichen Begleitung entziehen und durchstieß eine Absperrung.“ An diesem Einsatztag registrierte die Polizei Straftaten wegen Körperverletzung und Einsatz von Sprengstoff, wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Landfriedensbruch…
Letztere Straftat, mit bis zu drei Jahren und in schweren Fällen mit Schusswaffe auch bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe bewehrt, wirft man auch dem Holzwickeder vor. In seinem Verfahren vor dem Amtsgericht Unna charakterisierte Richter Christian Johann den Möchtegern-Ultra als „Mitläufer“, der möglicherweise zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen sei. Der Szene kundig ist Arlt hingegen der Auffassung, dass es mittlerweile nicht mehr die Rädelsführer, sondern die Mitläufer seien, die in der ersten Reihe stehen: „Weil sie halt dazugehören wollen.“ Dazu gehört dann zwangsweise auch, dass sie die Strafen zu ertragen haben. Im Fall des Holzwickeders 120 Stunden Freizeitarbeit und – weitaus schlimmer – zwei fußballfreie Wochenend-Arreste sowie bundesweit Stadionverbot.
Berufung vor dem
Landgericht
Für einen Ultra unerträglich. Weshalb er mittlerweile auch in die nächste Instanz und damit in Berufung geht. Wohlgemerkt: Gegen die Strafen, nicht gegen die Gesinnung.
08:48
berichtet
08:47
Was passiert ist und wie man darüber berichtig sind zwei sachen.
Damit man mich nicht falsch versteht, ich find solch Aktionen verwerflich und bin ja für die Friedlichen, mir gings nur um die Art und Weise wie der Herr Spindler hier schreibt denn so ist das mal wieder der Sache nicht angebracht und nur Kontraproduktiv.
19:51
Nur mal so nebenbei: Ich bin ca. 100 Meter vor diesem Mob zum Stadion gelaufen. Hab den Haufen auch schon in Gladbeck-Zweckel am Bahnhof getroffen. Und ja - die sind marodierend, Leuchtkugeln verschießend und um sich schlagend von Buer zum Stadion gelaufen und wollten dort den Haupteingang stürmen.
Ich weiß, was ich gesehen habe - auch wenn das hier in diese schwatt-gelbe Welt nicht hinein passt!
16:25
dein Name ist Programm rainer SPINdler
Hauptsache die Fans gegenseitig aufhetzten, gewöhnen sie sich mal einen angemessenen Schreibstil an und betreiben sie mal Journalismus.
14:42
Neues von Klaus K.: Vor der 49. kammer des landgerichtes Dortmund hat Klaus K. soeben den Unsinn seines Tuns bedauert. Schon nach dem ersten Urteil in Unna habe ich ihm eine öffentliche Podiums-Diskussion zum Thema Fan & Ultras angeboten. Was ich jetzt an alle Diskussionsteilnehmer wiederhole. Auch an MK, Sebas, Kalschnikows... und wie Sie alle so heißen.
10:04
Schauen sie sich mal diese Kommentare an Herr Spindler.
Mit einem Artikel wie dem ihren, gespickt mit Vorurteilen, Verallgemeinerungen und Pauschalisierungen spalten sie und polarisieren sie. Das ist schlichtweg unvernünftig, dumm und fahrlässig.
Sinnvoll wäre es zu unterscheiden und genauer zu beschreiben und somit den Vernünftigen unter ihren sogenannten Mitläufern mal die Situation aufzuzeigen. Aber eine derartige Stimmungsmache und Hetze ist wahrscheinlich eher in ihrem Sinne - es wird sich schon irgendwer daran erinnern und vllt auch aufgefordert fühlen, mal den Gang hochzuschalten und weiter zu eskalieren - das gibt dann neuen Stoff für Artikel in denen sie sich bestätigt fühlen können.
Schämen sie sich für diesen Artikel.
00:57
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20:25
30.06.10
Wütender Mob attackiert Journalist
Nach einem hervorragend recherchierten Artikel des Journalisten Spindler (erschienen in der Online-Ausgabe Der Westen) über asoziale, terroristisch-gesinnte, islamfanatische, rechtsradikale und anarchistische Dortmunder Hooligans, machten sich diese zu Tausenden über Herrn Spindler her. Mit unerträglichen, verleumderischen Aussagen wie Eigentlich dachte ich,dass sich diese Internet-Seite und Ihre Artikel durch eine vernünftige Recherche auszeichnen sowie auf wenig hetzerische,kritische,aber doch distanzierte Artikel setzt.
Da muss ich mich wohl bei Rainer Spindler getäuscht haben. oder auch
Beruft euch bitte auf Fakten und nicht auf Vorurteile und reißerische Aufmachsprüche. wird die Welt des Journalisten mit Sicherheit und mit Recht die gewaltbereite Hooliganszene weiterhin im Auge behalten, weil im Journalismus jeder ausnahmslos korrekt recherchiert. Hand in Hand mit der GdP wird der deutsche Journalismus wieder für Sicherheit in deutschen Stadien sorgen...
aus der Zeitung von morgen ;)
Sehr kreativ, Herr Spindler.
19:20
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17:54
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