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Hauptschüler bei Stahl...

Maschinen, Dampf und Metallspäne

12.02.2010 | 21:00 Uhr

Holzwickede. „Ich habe meine Ausbildung gemacht und danach ein bisschen Gas gegeben”, erklärt Eduard Hoppe, „und jetzt bin ich Fertigungsleiter.” Sein Publikum im Seminarraum der Firma Stahl- und Plastic Flanschen:

 13 Acht- bis Zehntklässler der Josef-Reding-Schule, die in einem einzigartigen AG-Projekt mit der „Stiftung Weiterbildung” Schülern Einblicke in die Berufsrealität ermöglicht.

Über das gesamte Schuljahr schauen sich die insgesamt 18 Hauptschüler, die sich freiwillig gemeldet haben, in drei verschiedenen Bereichen um: KFZ-, Sicherheits-, und, wie bei Stahl- und Plastic Flanschen, CNC-Technik.

„Ich finde das herbe interessant.”

„Ich war in Mathematik kein Genie, aber auch keine Niete”, beschreibt Hoppe seinen Werdegang. „Winkelfunktionen habe ich erst hier am Arbeitsplatz gelernt und begriffen, echt!” Er will die Jugendlichen motivieren, etwas aus sich zu machen. „Man hat viele Möglichkeiten, kann den Meister oder Techniker machen oder nach einer Metallausbildung in den Verkauf gehen.”

Nach der Einführung durften die Schüler dann metallische Luft schuppern, in der Werkstatt, der Welt der Maschinen, Dämpfe und fliegenden Späne. „Ich bin von Technik begeistert und wollte wissen, wie das funktioniert”, begründet Salvatore Vaccaro seine Teilnahme an der AG des „Netzwerk Perspektive” der Wirtschaftsförderung, das darum bemüht ist, Schüler für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern. „Eigentlich wollte ich vorher in den kaufmännischen Bereich”, erklärt der 16-Jährige, „doch dann habe ich in der Hauptschule das Fach Technik bekommen.”

„Ich finde das herbe interessant”, meint ein anderer Schüler zu seinem Nebenmann. Der erwidert: „Ja, aber auch ganz schön kompliziert.” Ihre bisherigen Berufsvorstellungen: KFZ- oder Anlagenmechaniker. Eduard Hoppe besucht derzeit selbst die Meisterschule. „Wenn ich damit fertig bin, werden wir wieder Auszubildende annehmen”, prophezeit er. Zwei Azubis nehmen bei Stahl- und Plastic Flanschen an einer Art „Testlauf” teil.

„In den kommenden drei bis vier Jahren wollen wir den Maschinenpark verdoppeln”, verrät Hoppe, „und auf dem Firmengelände gibt es Platz für eine weitere Halle.” Künftig sollen am Standort noch mehr Auszubildende einen Beruf erlernen können, und auch ein Ausbau des Mitarbeiterstammes ist fest geplant.

Ingo Schmidt

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