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Lokale Logistikbranche boomt

15.09.2011 | 23:59 Uhr
Lokale Logistikbranche boomt
Sonepar Deutschland / Region West: Blick in das Zentrallager in Holzwickede.

Holzwickede. Mag die Haushaltslage der Gemeinde auch schlecht sein, die lokale Wirtschaft brummt. Darauf wies in dieser Woche auch Bürgermeister Jenz Rother im Wirtschaftsgspräch der Industrie- udn Handelskammer zu Dortmund vor lokalen Wirtschaftsvertretern hin. Der Logistikbereich im Norden Holzwickedes boomt geradezu.

Dabei sah es nach Schließung des Karstadt- und später des DHL-Lagers gerade in dieser Branche noch vor wenigen Jahren eher düster aus. Doch das Blatt hat sich gewendet. Das etwa 25 000 m² große ehemalige Karstadt-Zentrallager ist inzwischen von der Segro Immobiliengesellschaft übernommen worden und nahezu komplett wieder belegt. Auf ca. 10 000 m² Hallenfläche zur Stehfenstraße hin sind Saisonartikel (Gartenartikel) eingelagert. Weitere rund 10 000 m² Lagerkapazität zur Natorper Straße hin werden von der Kruse Warenhandelsgesellschaft genutzt, die hinter den Lemmi-Märkten steht und dort überwiegend Lebensmittel lagert.

Der Natursteinimporteur Rossittis profitierte ebenfalls von der Übernahme des ehemaligen Karstadt-Lagers durch Segro. Denn anders als noch der Vorbesitzer hatte die Segro kein Interesse an Vorratsflöächen und veräußerte diese an den Nachbarn Rossittis, so dass der endlich am Standort erweitern konnte.

Selbst das längere Zeit verwaiste 5 500 m² große ehemalige VAG-Lager an der Schäferkampstraße ist inzwischen wieder voll genutzt: Die Büros werden vom Schulungszentrum LAZ, das nebenan an der Schäferkampstraße siedelt, für Seminare, die Lagerfläche komplett von einer Metro-Tochter genutzt. Schließlich hat ein Metallgroßhandel den Außenbereich angemietet.

Sonepar weiter auf
Expansionskurs

Unbeirrt auf stetigem Expansionskurs ist die Sonepar Deutschland Region West an der Natorper Straße. Nach mehreren Erweiterungen verfügt Sonepar dort bereits über rund 17 000 m² Hallenfläche - und platzt trotzdem schon wieder aus allen Nähten. Deshalb stellt Sonepar aktuell „Überlegungen zur Erweiterung am Standort“ an, wie der stellvertretende Geschäftsführer Helmut Krey bestätigt.

Denn nachdem die Sonepar -Gruppe sich Anfang des Jahres ein weiteres großes Unternehmen der Branche einverleibt hatte, wurden die Lagerkapazitäten an der Natorper Straße eng: „Zeitweise standen die Sattelschlepper auf dem Firmengelände und konnten kaum entladen werden“, weiß Holzwickedes Wirtschaftsförderer Detlef Nelle. Als Notbehelf wurde Lagerfläche im alten DHL-Lager angemietet.

In die Karten spielte Sonepar, dass der Nachbar Schmieding-Armaturen von der Tyco-Gruppe übernommen wurde und den gesamten Logistikbereich nach Hannover verlagert hat. Nur noch die Verwaltung blieb am Standort - und die zog schließlich in den Eco Port um. Vor zwei Jahren konnte Sonepar deshalb die ehemalige Schmieding-Immobilie übernehmen. Genutzt wird zurzeit allerdings nur die alte Lagerhalle.

Peter Gräber

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