Kritik an Schießstand in der Schule
15.05.2009 | 18:24 Uhr 2009-05-15T18:24:00+0200Holzwickede. Etwa 5 600 ortsfeste Schießstätten gibt es in NRW – einige wenige davon in Schulgebäuden. Auch in der Josef-Reding-Schule in Holzwickede befindet sich ein Schießstand.
NRW-Schulministerin Barbara Sommer will jetzt politischen Druck machen und Schießstände am liebsten aus den Schulen verbannen.
Im Düsseldorfer Landtag stellten die Grünen diese Woche eine kleine Anfrage zum Thema. „Die Ballerei” in den Schulen müsse aus pädagogischen und Sicherheitsgrünen ein Ende haben, fordert Grünen-Landtagsabgeordnete Monika Düker. Auch Udo Beckmann, Chef des NRW-Lehrerverbandes VBE, fürchtet „ein falsches Signal” an die Schüler. „Schießanlagen gehören auf keinen Fall in die Schule, schon gar nicht nach den Vorfällen von Winneden.” In Holzwickede betreibt der Bürgerschützenverein schon seit gut 30 Jahren seinen Schießstand in der Hauptschule. Zwischenfälle gab es dort noch nie, versichert Rolf Dulle. Der 1. Vorsitzende hält die pauschale Kritik am Schützenwesen nach Winneden für unangemessen. „Wenn jemand einen tödlichen Unfall mit dem Auto verursacht, sind doch auch nicht gleich alle anderen Autofahrer Mörder.”
Dulle weist auf die erfolgreiche Jugendarbeit seines Vereins: „Auf dem Schießstand trainieren dienstags und donnerstags etwa 50 jugendliche und erwachsene Sportschützen. Unser Nachwuchs sehr erfolgreich. Wir haben mit Victoria Bobbert eine mehrfache Landesmeisterin in unseren Reihen. Mit ihr hat sich eine Jugendmannschaft von uns gerade für die Deutsche Meisterschaft in München qualifiziert.” Sportschützen brauchen Konzentration und Disziplin für ihren Sport. „Das lernen die jungen Leute bei uns”, versichert Dulle. „Bei uns wir nicht herum geballert.”
"Bei uns wird nicht herum geballert"
Schießstand und -training in der Hauptschule unterliegen hohen Sicherheitsstandards: „Waffen und Munition werden getrennt und verschlossen in Stahlschränken gelagert. Selbst ich habe keinen Zugang.” Nur die verantwortlichen Schießleiter Winni Janneschütz und Andreas Gawlowski haben Schlüsselgewalt.
Nachdem ein 17-Jähriger in Winneden 15 Menschen erschoss, wurde auch der Schießstand in der Josef-Reding-Schule überprüft. Die Gemeinde ist als Schulträger nur für die Räume, die Kreispolizei für die Waffen zuständig. „Es gibt regelmäßige Kontrollen”, sagt Ordnungsamtschef Uwe Detlefsen. „Nach Winneden war es uns wichtig, uns persönlich vor Ort zu überzeugen.” Überprüft wurden die Verwahrung, Art der Waffen und die Munition. „Auf dem Schießstand werden ausschließlich Luftgewehre aufbewahrt, Kleinkaliberwaffen gibt es dort nicht”, betont Detlefsen. Ferner gebe es ein ungefährliches Lasergewehr. Fazit: „Es werden keine Vorschriften verletzt. Waffen und Munition sind getrennt voneinander in verschlossenen Panzerschränken aufbewahrt.” Außerdem seien die Luftdruckwaffen nach Aussage des Polizeiexperten technisch nicht zu gefährlicheren Waffen umbaubar.
"Schützen machen gute Jugendarbeit"
„Unser Eindruck nach der unangemeldeten Kontrolle ist, dass die Schützen sehr verantwortungsvoll und gewissenhaft vorgehen.” Die Notwendigkeit zum Einschreiten sieht auch Bürgermeister Jenz Rother nicht: „Es wird alles getan, um die Sicherheit auf dem Schießstand zu gewährleisten.” Er erinnert: „Die Schützen machen eine gute Jugendarbeit und können auf große sportliche Erfolge verweisen.”
Auch Schulleiter Klaus Helmig sieht „keine Gefahr” vom Schießstand für seine Schule ausgehen. „Die Anlage ist ja für die Schüler nicht zugänglich.” Und was den Schießsport allgemein angeht, findet Helmig: „Besser Jugendliche gehen in so verantwortungsvollem Rahmen mit Waffen um, als unbeaufsichtigt und ohne soziale Kontrolle.”
11:29
Diese grünen Landespolitiker sollten doch erst mal sehen was es bedeutet mit Luftdruckwaffen zu schießen. Dann würden sie sehen das dabei ausschlißlich auf Kraft und Konzentration ankommt. Niemlas wird dort auf Menschen gezielt.
Das hat nichts mit scharfen Waffen und Amokläufen zu tun.
Wegen solcher Grünen bin ich schon lange aus der Partei augetreten.
22:11
mit irgend etwas muss die NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) ja auch mal einen kleinen Punkt sammeln, wenn auch nur über Populismus..
21:48
Im Düsseldorfer Landtag stellten die Grünen diese Woche eine kleine Anfrage zum Thema. „Die Ballerei” in den Schulen müsse aus pädagogischen und Sicherheitsgrünen ein Ende haben, fordert Grünen-Landtagsabgeordnete Monika Düker. Auch Udo Beckmann, Chef des NRW-Lehrerverbandes VBE, fürchtet „ein falsches Signal” an die Schüler. „Schießanlagen gehören auf keinen Fall in die Schule, schon gar nicht nach den Vorfällen von Winneden.”
NRW-Schulministerin Barbara Sommer will jetzt politischen Druck machen und Schießstände am liebsten aus den Schulen verbannen
Das sind also die wahren Gründe eines Verbotes; Urheber sind die Grünen mit populistischen Phrasen (wie immer) und der Lehrerverband VBE, wo eine unbedeutende Minderheit für Lehrer Politik machen will; ansonsten flach und bedeutungslos im Geschehen..
Aber durch ihre Stimmen wird gegen bisher unbescholtene Sportschützen, die im Breitensport und in den zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen beachtliche Erfolge erzeihlt haben ein Kesseltreiben veranstaltet der Publiziti wegen.
Aber in ihren Schulen sind diese Lehrkörper nicht in der Lage, ihren Schülern zwischenmenschliche Beziehungen und Werte der Gesellschaft zu achten beizubringen.
Hier versagen diese Lehrkörper auf der ganzen Linie.
12:48
doch haben sie. Und zwar ganz entschieden. Diese unsinnigen Verbote werden Auswüchse annehmen da wirste noch Staunen...*lol
22:24
Wenn etwas mystifiziert und verboten wird, ist es doch erst richtig
interessant - aber aus den falschen Gründen.
Gegen einen harmlosen und durchaus sportpädagogischen Luftdruckstand
dürfte kaum etwas einzuwenden sein.