Kostenexplosion bei Caroline-Brücke
22.05.2010 | 05:00 Uhr 2010-05-22T05:00:00+0200Holzwickede. Die Kritiker der umstrittenen Fußgängerbrücke im Baugebiet Caroline dürfen sich bestätigt sehen: Die Kosten für das Bauwerk laufen völlig aus dem Ruder.
Nach WR-Informationen soll die Brücke schon fast 2,5 Millionen Euro kosten. Und das muss längst nicht alles sein. Schließlich sind bislang nur die Fundamente der Brücke gebaut. Wie teuer das Bauwerk am Ende wird, steht in den Sternen. Eine Kostenbremse wurde nicht eingebaut. Ursprünglich sollte die Brücke nach ersten Schätzungen einmal rund 500 000 Euro kosten.
Doch schnell war klar, dass die von der Politik gewünschte Brücke nicht zu diesem Preis zu haben sein wird. Danach sollte für die gewünschte Stahlkonstruktion mit Pylon rund 800 000 Euro ein realistischer Preis sein. Das glaubte man sich leisten zu können, zumal der Gemeindehaushalt noch keine dramatische Schieflage aufwies.
Kritikern, die der Gemeindespitze im März 2009 vorhielten, dass die Brücke damit schon doppelt so teuer geworden sei, wie ursprünglich geplant, hielt Bürgermeister Jenz Rother entgegen: Der erste Preis sei für eine Betonbrücke gewesen. Mit Beschluss einer Stahlkonstruktion und Pylonbrücke sei klar gewesen, dass die Brücke eine Million Euro kosten würde.
Weitere Kostensteigerungen wurden mit einem steigenden Stahlpreis begründet. Was die Brücke letztlich kostet, so Rother damals, könne niemand sagen, weil sie Bestandteil der Gesamtmaßnahme Caroline sei, die zu 75 Prozent vom Land gefördert werde. Außerdem belaste die Brücke den Gemeindeetat nicht, sondern zunächst nur das Treuhandkonto.
Doch das dicke Ende naht: Auch die bislang letzte offizielle Kostenangabe von rund 1,6 Millionen Euro ist überholt. Inzwischen sollen sich die ursprünglichen Kosten verdreifacht haben, erfuhr unsere Zeitung. Allein die Bodenverbesserung, Kampfmittelsuche und der Bau des Mittelpylons sowie die erzwungene Baupause sollen über 600 000 Euro zusätzlich kosten. Offiziell bestätigen wollte Rother die Kostenexplosion gestern nicht. Auf die Brücke angesprochen, erklärte er lapidar: „Dazu kann ich nichts sagen.”
23:25
Warum sollten nur Anwohner der Caroline die Brücke nutzen? Ich denke, dass auch sehr viele Kinder und Familien aus der Mitte den Weg zum neuen Spielplatz nutzen werden oder um einfach entspannt spazieren zu gehen ohne die Unterführung zu nutzen.
Die Heizung im Winter finde ich allerdings auch etwas übertrieben....das hätte nicht sein müssen!!!
Aber die Aktion Schachtzeichen finde ich im Prinzip auch zu kostspielig, die hätte auch einfacher ausfallen können. Wer bezahlt denn die Bewacher des Ballons und den Ballon selber? Sicherlich eine schöne kulturelle Idee, aber in der heutigen Zeit einfach zu teuer um diese auszuführen. Genauso die Aktion Lichtkunst. Kann ich nichts mit anfangen.
08:28
@caroliner.
Für die Anwohner in der neuen Caroline ist die Brücke ja ganz nett. Aber lass die Brücke mal eine zeit lang stehen. Die meisten Kinder und Erwachsenen werden wohl weiter der kürzen Weg durch die Unterführung nehmen als dem Umweg durch die Caroline (Anwohner mal ausgenommen)
Was mich an dieser Brücke stört ist die Optik. Wenn man von der Hauptstraße auf den Nettoparkplatz schaut denkt man ja da entseht ein Hochhaus.
Und warum muss diese verdammt Brücke bitte im Winter beheizt werden? Das ist doch nun wirklich auf dem Mist von unserem J.R. gewachsen.
Damals mit dem Argument, dass ein Winterdienst teurer wäre. Bitte???????
Da können wir ja gleich Heizschlangen im Bürgersteig verlegen!
00:21
Hallo? Ihr alle habt gewählt!!! Vertreter für den Rat. Der Rat hat beschlossen. Also Vertreter aller Parteien haben gemeinsam beschlossen diese Brücke zu bauen. CDU, FDP, SPD und Grüne und der Rest am Rande. Das liegt nicht allein an Jenz Rother. Klar, das der als Bürgermeister die Verantwortung trägt, aber beschlossen hat er den Bau der Brücke nicht allein.
Jeder der hier über die Brücke schimpft, der sollte sich niemals erwischen lassen, diese jemals zu betreten!!!
Nutzt weiterhin die stark befahrene Straßenunterführung, am besten zwischen 7.00 Uhr und 8.00 Uhr und 16.00 h und 18.00 Uhr. Geht mit euren Kindern, nur beeilt euch, damit ihr nicht erstickt in den Abgasen!!!! Wer täglich mehrfach die Unterführung zu Fuß nutzt, weiß wovon ich spreche. Es ist eine Zumutung durch diese verdreckte und gefährliche Unterführung zu gehen. Dunkel und laut, dreckig und viel zu gefährlich als Schulweg.
Ich freue mich sehr auf die Brücke!!! Ich zahle gern meine Steuern in Howi, hier kann sich niemand beschweren zu kurz gekommen zu sein. Senioren und Junioren nicht.
Die Brücke wird zu teuer, keine Frage, auch mich ärgert es. Aber genauso ärgern mich auch überhöhte Benzinpreise, Sparmaßnahmen im kulturellen Bereich, Insolvenzen von namenhaften Firmen. Dank an die Wirtschaftskrise! Dass die Brücke einmal sooo teuer werden würde, da hat keiner mit gerechnet. Man kann die Schuld nicht bei einer Person suchen. Wer sich hier nicht wohl fühlt, muss wieder fort ziehen oder besser machen und richtig wählen. Alles andere sind Hetzkampagnen gegen JR.
Ein Partner wird so lange geliebt, bis er den ersten Fehler macht. Zu leichtferig lassen sich heute die Paare scheiden. Wegwerfgesellschaft!!! Wenns nicht klappt, dann schmeiß ich die Brocken hin und gehe. Niemand gibt dem anderen eine Chance es besser zu machen. So lange alles glatt läuft ist alles gut.....
22:38
@lenggrieser
Wenn das alles hier VOR der Wahl zu Tage getreten wäre, hätten wir auch einen anderen Meisterbürger.
Vielleicht üben wir uns alle noch in ein wenig Geduld. Ich habe die Hoffnung, dass die nächste offizielle Erklärung von J.R. seine Rücktrittserklärung sein wird.
22:01
@HW Stinger
Wir haben uns bewußt Holzwickede ausgesucht um hier zu leben, wenn man schon sein ZUHAUSE in 650km Entfernung aufgeben muss um nicht in die Arbeitslosigkeit zu kommen.Wie lange und wieviel Steuern ich zahle, das ist hier nicht von Belangen!Was ich erwarte? Einen Bürgermeister, der seinen Bürgern gegenüber ehrlich ist und Stellung bezieht und ggf.auch Konsequenzen für sein Tun übernimmt.
19:46
Die Brücke wird noch Jahrzente nach dem ableben aller Verantwortlichen ein Groschengrab sein...und ein Mahnmal für deren
Amtszeit.
15:20
Sicher kann der Bürgermeister nichts dazu sagen. Er war vermutlich schwer beschäftigt damit, Posen für die Spielplatzeröffnung zu proben.
14:33
Es geht nicht um die Steuern, es geht darum das man eine Brücke gebaut hat die 2,5 Mio € kostet!
2,5 mio für ne Brücke!!!!
12:32
Ich muss HWStinger mal voll und ganz zustimmen. Immer dieses Steuergeschrei. Das ist der Preis in einem funktionierenden Gemeinwesen zu leben. Wer Steuern für falsch hält, soll zb in die USA gehen, da zahlt man weniger, kriegt aber auch weniger. Schön alle Vorteile nutzen aber dann über Steuern heulen.
11:40
Grobes Missmanagement!
Wie kann das sein, dass sich die Baukosten von 500000 auf 2,5 Mio. € erhöhen?
Kompetenzproblem?