Heinz Heubel schon seit 50 Jahren Sattlermeister
19.02.2010 | 18:22 Uhr 2010-02-19T18:22:00+0100Holzwickede. Als der Sattlermeister Heinz Heubel 1986 mit seinem Betrieb von Dortmund nach Holzwickede umzog, geschah das wegen des Flughafens: „Wir haben die ersten Verkehrsflugzeuge innen ausgestattet”, erzählt der 79-Jährige.
Die ATR's und Metroliners wurden damals gebraucht angeschafft und in Dortmund umgerüstet. „Der Flughafen war damals fast mein zu Hause, ich bin da ein und aus gegangen”, meint Heubel. Später wurden die Flieger größer und neu geleast. „Da durften wir höchstens noch mal einen Teppich hineinlegen.”
Doch Heubel fand neue Märkte und steht heute unter Führung von Markus Heubel, seinem Sohn, besser denn je da: Heubel an der Natorper Straße ist heute eine gesuchte Adresse für hochwertigen Innenausbau von Autos. Besonders Oldtimer-Fans wissen die Sattlerei und ihr seltenes Handwerk zu schätzen. Weitere Standbeine sind die Möbelpolsterei und seit einigen Jahren auch der Vertrieb und Großhandel. „Wir liefern europaweit auch an andere Sattlereien Materialien wie Autoverdecke, Lederausstattungen, Kunstleder, Teppiche und mehr”, erläutert Markus Heubel. Insgesamt 14 Mitarbeiter beschäftigt der 46-Jährige in seinem Betrieb. Die Auftragslage ist gut. Der Betrieb will weiter expandieren und hat auch schon Neubaupläne in der Schublade. Wenn neu gebaut wird, dann in Holzwickede, versichert Markus Heubel: „Wir sind hier in der Gemeinde ganz glücklich und der Standort ist zentral.”
Auch Vater Heinz schaut öfters noch im Betrieb vorbei. „Ich bin hier so etwas wie der Aushilfsmann”, schmunzelt der Senior, der auch im hohen Alter noch den Computer und das Internet für sich entdeckt hat. „Ich erledige Bankgeschäfte oder mache Botengänge. Ich kann noch ganz gut Auto fahren.” Auch Krankheitsvertretungen im Büro übernimmt der 79-jährige Seniorchef noch ab und zu. „Das macht hält mich jung.”
Ein halbes Jahrhundert ist Heinz Heubel nun schon Sattlermeister. Dafür wurde er gestern mit dem Goldenen Meisterbrief geehrt. Wilhelm Sommer, stellvertretender Obermeister der zuständigen Raumausstatter-Innung Hellweg-Lippe, überreichte die Urkunde – und die ganze Familie und Belegschaft feierte mit.
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