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Förderverein des CSG hängt am Kioskbetrieb

12.02.2010 | 21:00 Uhr

Die Vorsitzende des Fördervereins des Clara-Schumann-Gymnasiums, Martina Junker, wurde völlig überrascht vom Vorschlag der FDP, den Kioskbetrieb am CSG einem privaten Cateringbetrieb anzudienen. „Ich weiß überhaupt nicht, wie ich das werten soll. Unser Verein lebt zum Großteil vom Kiosbetrieb."

Team der Damen aus dem Kiosk des Clara-Schumann-Gymnasiums betrieben vom Förderverein des CSG

Ohne den Kiosk sei der Verein handlungsunfähig. „Wir haben 3 500 € Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, aber 12 500 € Kosten im Jahr”, rechnet die Vereinsvorsitzende vor: Der Förderverein unterstützt jeden Abiturienten mit 25 €, bezuschusst Klassenfahrten und die Skifreizeit sowie jeden Schüleraustausch in nicht unerheblichem Umfang. „Wir schaffen auch mal technische Geräte an, wie unlängst einen Beamer, oder geben finanzielle Hilfe an Fachschaften, zum Beispiel für neue Instrumente.” Ohne den Kioskbetrieb sei das alles undenkbar, sagt Junker: „Dabei überrascht es mich natürlich nicht, dass Private darauf schielen, bei uns Brötchen und Getränke zu verkaufen. Das kann attraktiv sein. Doch dabei darf man nicht vergessen, dass ein großer Teil der erzielten Einnahmen aus dem großen ehrenamtlichen Engagement unserer etwa 30 Mütter resultiert.” Ohne deren ehrenamtlichen Einsatz seien wohl Preiserhöhungen unvermeidlich.

Dabei sieht die Fördervereinsvorsitzende durchaus die Sparnöte der Gemeinde. „Langfristig sollen wohl Personalkosten gespart werden, wenn die Mensa gebaut ist. Da hängen, soweit ich weiß, immerhin zwei Stellen an der Essenausgabe.” Wenn der Kioskbetrieb tatsächlich in die neue Mensa integriert werden sollte, läge der Gedanke nahe, dass der Förderverein auch die Essenausgabe für das Mittagessen übernimmt. „Die Essenausgabe in der Mensa könnten wir aber unmöglich auch noch stemmen”, wehrt Martina Junker ab. „Schon der Kioskbetrieb ist schwierig genug zu organisieren.” Vor einer Entscheidung, hofft Martina Junker, werde man noch über diese Dinge reden. „Wir würden den Kioskbetrieb jedenfalls nur sehr ungern verlieren.”

Peter Gräber

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