Falscher Hitler auf Damen-Klo weckt Misstrauen
06.01.2011 | 18:59 Uhr 2011-01-06T18:59:00+0100
Holzwickede.Die gute Nachricht vorweg: Der Anschlag auf die Eisdiele an der Mozart-/Nordstraße vor einem Jahr hatte keinerlei nationalistischen oder rechtsradikalen Hintergrund. Der Einbruch war ein fingierter und die ausländerfeindlichen Schmierereien sollten eine falsche Spur legen. Nach Auffassung des Schöffengerichtes Unna unter Vorsitz von Jörg Hüchtmann ist der 30-jährige Pächter der Eisdiele als Täter anzusehen, der mit dem fingierten Einbruch seine Versicherung um rund 100 000 Euro betrügen wollte.
Alles deutete am 2. Januar vergangenen Jahres darauf hin, dass Rechtsradikale die Eisdiele an der Nordstraße heimgesucht, nationalsozialistische Hoheitszeichen an die Wände geschmiert und Benzin im Gastbereich vergossen hatten. Auf den zweiten Blick und Tage später kamen den Ermittlern erhebliche Zweifel an dieser Theorie. Die Eingangstür zeigte zwar in Höhe des mittleren Schlosses Einbruchspuren, die allein aber nicht die Tür haben öffnen können, die im abgeschlossenen Zustand eigentlich auch noch oben und unten hätte gesichert sein müssen. Zweifelsfrei wurde die Tür in der Tatnacht also aufgeschlossen und nicht aufgebrochen. Letzte Zweifel an einem rechtsradikalen Hintergrund beseitigte die falsche Schreibweise des Namens Hitler auf der Damentoilette sowie das Seiten verdreht geschmierte Hakenkreuz. Zudem habe sich die rechte Szene Unna auf ihrer Internetseite ausdrücklich und durchaus glaubwürdig von dieser Tat distanziert, so der 43-jährige Ermittler des Staatsschutzes. Damit war zwar ein Täterkreis ausgeschlossen, Spuren und Beweise für den wahren Täter gibt es allerdings bis heute nicht. Die einzige. möglicherweise verwertbare Spur nach Durchsicht von stundenlangen Tankstellen-Überwachungsvideos wurde im übrigen erst gar nicht weiter verfolgt.
Spur nicht verfolgt
Ermittelt wurde dabei eine Person, die im Tatzeitraum Reservekanister mit Benzin befüllt hatte. Verdächtig, weil auch in der Eisdiele Benzin zu einem hochexplosiven Gemisch vergossen wurde. Name und Adresse der ermittelten Person passen ausgerechnet auf einen ehemaligen Polizeibeamten. „Leider hat es die Polizei unterlassen, den Spuren nachzugehen“, so Rechtsanwalt Torsten Reimer, so dass es heute keinerlei Beweise gibt: „Allein Indizien, die sich aber auch nicht ineinander fügen.“
„Was hat einer davon, diesen Schaden anzurichten“, fragte denn schlussendlich auch der Vorsitzende Richter Jörg Hüchtmann und begründete seinen und der Schöffen Schuldspruch: „Das einzig vorstellbare Motiv für diese Tat ist ein wirtschaftliches.“ Und das habe nach Auffassung des Schöffengerichtes allein der Pächter gehabt, dem es „eine Renovierung zu Lasten der Versicherung“ unterstellte. Ob er es selbst war oder nur Mitwisser der Tat, ließ das Schöffengericht allerdings offen. Wie gesagt: Beweise fehlen für beide Theorien.
Grund genug für den Angeklagten und seinen Verteidiger Torsten Reimer, die einjährige Freiheitsstrafe auf Bewährung vom Landgericht in Dortmund überprüfen zu lassen.
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22:23
#6 und #7, eure Zeit kommt auch eines Tages!
20:17
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16:09
hahahaha, erstmals, dass die doofen nazis mal keinen mist gebaut haben. Ich glaube dem typen immer noch eher.
15:25
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15:31
howi, mügeln und passau willkommen in der nazihorrosshow ..... wieder einmal voll daneben den rechte täter hat es nie gegeben....
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