CDU will über Wasserversorgung reden
19.02.2010 | 18:19 Uhr 2010-02-19T18:19:00+0100Holzwickede. Angesichts der auslaufenden Konzessionsverträge will die CDU die Verwaltung mit Sondierungsgesprächen über einen möglichen Zusammenschluss bei der Wasser- und Stromversorgung beauftragen.
„Wir sind zwar mit unserer Wasserversorgung ganz gut aufgestellt”, glaubt CDU-Chef Rolf Kersting. „Das sollte uns aber nicht abhalten, vielleicht noch Geld für den Bürger zu sparen.” Ziel müsse sein, die Verbraucherpreise günstiger zu gestalten und die Flexibilität bei den Dienstleistungen zu erhalten. „Das ist für den Haushalt 2010 aber nicht mehr wirksam.” Wichtig für die CDU: „Eine Präferenz wird gegenüber keinem Nachbarversorger ausgesprochen.” Kersting räumt ein, dass es Ende vorigen Jahres auch schon ein Gespräch zwischen den Bürgermeistern und Kämmerern Holzwickedes und Unnas gegeben habe. „Aber das war ein eher lockeres Gespräch.” Eine Bäderkooperation stehe dagegen gar nicht auf der Tagesordnung. „Hier haben wir überhaupt keine Not. Aber auch hier sind Gespräche möglich.” Kersting beschreibt die aktuelle Situation ähnlich wie Jenz Rother: „Wir sind die Braut und die Freier stehen reihenweise vor unserer Tür.”
Sofort haushaltswirksam würden dagegen die Vorschläge der CDU zum Umwelt- und Energiemanagement und Stellenplan. Energiemanagement sei nötig. „Allerdings ist das die Aufgabe der Verwaltung”, so Kersting. Wie jeder Privateigentümer müsse diese nachhaltige Strategien entwickeln und deren Einhaltung kontrollieren – ohne zusätzliche Stellen. Das Verwaltungsziel, 20 Prozent der Strom- und Heizkosten (166 000 € im Jahr) einzusparen, unterstütze man.
An der Stelle des Beigeordneten hält die CDU im Stellenplan fest. Die aktuelle Situation führe zu Kompetenzverlagerung und Beförderung auf Fachbereichsleiterebene.
Den Vorschlag, 634 000 Euro zu sparen, in dem Stellen nicht wieder besetzt werden, trägt die CDU mit. „Wir erwarten aber ein neues Personalkonzept.” Und der Verwaltungsvorschlag, einen Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen Fremd- und Eigenreinigung anzustellen, ist eine alte CDU-Forderung.
Schließlich erinnert die CDU an ihren zwei Jahre alten Antrag, die Servicedienste der Gemeinde bürgerfreundlicher zu gestalten. „Das lässt sich sofort und einfach umsetzen, wenn alle Mitarbeiter sich als wirkliche Dienstleister für den Bürger verstehen”, betont Kersting. Es müsse es etwa selbstverständlich werden, dass Mitarbeiter Bürgern auch mal Behördengänge abnehmen, wenn diese nicht selbst ins Bürgerbüro kommen können. „Warum solllte auf den Weg nach Hause bei Dienstschluss nicht möglich sein? Wer nicht an diesem Ziel mitarbeitet, hat bürgernahe Verwaltung nicht verstanden.”
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Sehr geehrter Herr Kersting!
Was unterstellen Sie eigentlich den Mitarbeitern der Verwaltung? Was heisst denn bei Dienstschluss? Vorher oder nachher? In der freien Wirtschaft nennt man das Außendienst.
Die Angestellten im Bürgerbüro waren mir immer sympathisch und bürgernah. Für behinderte bzw. gehbehinderte Menschen Behördengänge zu erledigen ist sicher eine tolle Idee. Aber das sollte während der Arbeitszeit sein und nicht nach Dienstschluss!!! Oder Weg nach Hause zählt dann als Arbeitszeit!!!
Wenn Sie die Freizeit der Mitarbeiter des Bürgerbüros als Ziel sehen, werden diese sicher das bürgernahe Prinzip nicht verstehen wollen!!!
Wer übernimmt den die Fahrtkosten? Sind die Angestellten bei Unfällen besonders versichert?