Staatsschutz in der Schule – Immer mehr rechte Parolen : Hakenkreuz am Gymnasium
Holzwickede. Die „Schule ohne Rassismus”, das Clara-Schumann-Gymnasium, hat Besuch vom Staatsschutz bekommen. Hintergrund: das Schulgebäude wurde Mitte vergangener Woche mit einem Hakenkreuz beschmiert.
„Unsere Schule ist in der Nacht vom 17. auf den 18. Dezember 2008 mit einem Hakenkreuz und mehreren Aufklebern, die rechtsradikalen Gruppen zuzuordnen sind, beschmiert worden”, hatte sich die Schulleitung direkt an die Schüler gewandt. Die Schule hatte daraufhin die Polizei und den Staatsschutz eingeschaltet. Außerdem wurden die Schüler aufgefordert, wachsam zu sein und entsprechende Vorfälle bitte umgehend im Sekretariat zu melden.
Rechtsradikale schlagen in jüngster Zeit vermehrt in der Emschergemeinde zu. In der vergangenen Woche tauchte ein Flugblatt auf, dass die Todesstrafe für Kinderschänder fordert. Auf dem Flugblatt sind Name und Adresse sowie die Telefonnummer eines Holzwickeders abgedruckt. Die Errmittlungen der Polizei dauern an. Zu der Aktion bekannte sich eine Gruppe namens „Nationaler Widerstand Unna”. Antifa UNited, ein Zusammenschluss antifaschitischer Gruppen im Kreis Unna, widerspricht einer Äußerung des Staatsschutzes, wonach es in Holzwickede keine organisierten Gruppe gibt: „Es gibt sehr wohl organisierte Neonazis in Holzwickede“, heißt es in einer Stellungnahme.
Auch Bürgermeister Jenz Rother hatte vergangene Woche mehr Einsatz vom Staatsschutz gefordert. Unter anderem wurde auch das SPD-Büro an der Stehfenstraße beschmiert.







