Wo edle Weine im alten Kerker lagern
28.11.2008 | 18:06 Uhr 2008-11-28T18:06:00+0100Hohenlimburg. Einst haben hier Gefangene gehungert. Doch heute ist einer der ehemaligen Kerker von Schloss Hohenlimburg ein Paradies für Genießer. Im dicken Gemäuer lagern erlesene Weine des Schloss-Restaurants — das ganze Jahr über bei konstanten zehn bis zwölf Grad.
Für unsere Serie „Wir öffnen Türen” hat Schlossmanagerin Julia Dettmann aber noch einen weiteren Vorratskeller geöffnet.
Denn Wein und Wurst wurde einst auch im Gewölbekeller des neuen Palas gelagert. Alte Haken in den Wänden verraten es. „Daran wurde Schinken aufgehängt”, verrät Schlossmanagerin Julia Dettmann, rückt ein paar Stühle zurecht und sorgt mit Tannengrün für weihnachtliches Flair. Denn am kommenden Wochenende beim Weihnachtsmarkt im Schloss dürfen Besucher erstmals einen Blick in den Gewölbekeller werfen, der zuletzt als Werkstatt und Lagerungskeller genutzt wurde.
Mit eingezogenem Kopf geht's hinaus und hoch hinauf. Ins Dachgeschoss des Schloss-Turmes. Von hier hat Rapunzel beim Märchenfest ihr Haar hinunter gelassen. Eine Treppe führt bis unter die Nothaube, die 1811 als provisorisches Dach aufgesetzt wurde. Das ist Mittelalter pur inmitten der zwei bis drei Meter dicken Mauern.
Jetzt müsste man nur noch die klassische Wendeltreppe — wie man sie aus alten Burgen kennt — erklimmen. Die endet vor einer Klappe. „Unser Wunsch wäre es, sie irgendwann begehbar zu machen und oben auf dem Turm einen Aussichtspunkt einzurichten”, fällt Julia Dettmann ein Weihnachtswunsch für Schloss Hohenlimburg ein. So schnell wird der allerdings nicht in Erfüllung gehen.
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