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Wer hat auf Katze „Mike“ geschossen?

20.04.2015 | 12:00 Uhr
Wer hat auf Katze „Mike“ geschossen?
Katze Mike wurde an der Schüringhauser Straße in hagen angeschossen.Foto: privat

Hohenlimburg.  Die zehn Monate alte Katze „Mike“ durchstreifte ein kleines Waldstück nahe ihrer Heimat an der Schülinghauser Straße in Haspe. Es sollte ihr letzter Abendspaziergang werden.

Die zehn Monate alte Katze „Mike“ durchstreifte noch vor wenigen Tagen, wie gewohnt, ein kleines Waldstück nahe ihrer Heimat an der Schülinghauser Straße in Haspe. Es sollte ihr letzter Abendspaziergang werden.

Der Knall eines in der Nähe abgegebenen Gewehrschusses durchbrach die abendliche Idylle und ließ Katzenbesitzerin Annette Hagen den Schrecken in die Glieder fahren. Als sie nach ihrem „Mike“ rief, kam diese nicht.

Erst in den Morgenstunden wurde deutlich, was geschehen war. Schwer verletzt hatte sich das Tier zum Haus ihrer Besitzerin geschleppt. Im Eiltempo wurde die Hohenlimburger Tierarztpraxis am Paulshof angesteuert. Dr. Matthias Römer stellte schnell fest, dass die Katze offensichtlich einen Durchschuss im Schulterbereich erlitten hatte.

Kupfersplitter entfernt

„Das Einschussloch war etwa so groß wie ein Daumennagel. Die Verletzungen waren ziemlich schwerwiegend“, so Römer, der auf dem Röntgenbild noch weitere Dinge erkennen konnte.

Etliche Splitter schienen im Körper der kleinen Katze zu stecken. Nachdem er das Tier von seinen Leiden erlöst hat, indem er es eingeschläfert hatte, entfernte er einen der Splitter und stellte fest, dass es sich bei den Partikeln um Kupferstücke handelte. „Es könnte sein, dass es sich um ein Teilmantelgeschoss handelt. Diese werden häufig bei der Jagd eingesetzt“, erklärte Römer, der betonte, dass Tiere mit Schussverletzungen keine Seltenheit seien. Allerdings sei in diesem Fall andere Munition verwendet worden als es normalerweise der Fall sei.

Aus diesem Grund hat Römer die Splitter aufbewahrt. Im Falle einer Anzeige könnte das Tier obduziert werden. Die Splitter könnten als Beweismittel herangezogen werden.

Besitzerin Annette Hagen will den Vorfall auf jeden Fall zur Anzeige bringen.

Vorwurf der Tierquälerei

„Sollte es sich um einen Jäger handeln, hätte er zumindest die Pflicht gehabt, sich vom Tod des Tieres zu überzeugen. Was hier geschehen ist, ist Tierquälerei, weil sich die Katze mehrere Stunden schwer verletzt durch den Wald geschleppt hat“, so Hagen.

In unmittelbarer Nähe des vermuteten Unglücksortes befindet sich ein Jagdrevier. Ob die Polizei Ermittlungen aufnehmen wird, um den Schützen ausfindig zu machen, steht derzeit noch nicht fest.

„Katzen dürfen, solange das neue Jagdgesetz noch nicht in Kraft getreten ist, offiziell bejagt werden. Allerdings muss sich die Katze wenigstens 200 Meter vom nächsten bewohnten Haus entfernt aufhalten“, erklärt der Hohenlimburger Förster Klaus Buhl die derzeitige Rechtslage. Das neue Jagdgesetz soll dieses Jahr in Kraft treten. Es verbietet unter anderem das gezielte Abschießen von Katzen.

Christian Rasche

Kommentare
21.04.2015
10:44
Wer hat auf Katze „Mike“ geschossen?
von 123Lustig123 | #1

Man sollte dem oder der Täter/ in den A.... treten den die Justiz wird dieser Lapalie kaum nachgehen. (Wenn überhaupt kleine Geldstrafe)

Da wäre das...
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2015-04-20 12:00
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