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Wenn "Pauken" überhaupt nicht nervt

22.07.2009 | 15:35 Uhr

Hohenlimburg. Während andere frischgebackenen Abiturienten im Moment ihre wohlverdienten Ferien genießen, sitzt Lea Canzler (19) schon wieder an ihren Büchern. Sie lernt dänische Vokabeln - als Vorbereitung auf ihren Trip ins Ausland.

„Wenn ich schon für ein Jahr nach Norwegen gehe, möchte ich immerhin auch von Beginn an ein paar Brocken verstehen”, erklärt Lea Canzler, während sie auf ihrer Terrasse hinter den Büchern hervorschaut. Angst, ohne gute sprachliche Kenntnisse Startschwierigkeiten zu haben, hatdie 19-Jährige allerdings nicht. „Zum Glück ist Englisch in Norwegen ziemlich geläufig und außerdem nehme ich vor Ort an einem Sprachkurs teil. Wenn man eine Sprache jeden Tag hört, lernt man sie sowieso viel schneller, verglichen mit dem Unterricht in der Schule.”

Bewerbungs-Marathon

Aber was genau will die 19-Jährige eigentlich in Norwegen machen? „Ich habe mich dazu entschieden, beim Europäischen Freiwilligendienst mitzumachen”, erzählt sie, während sie ihre Lernutensilien kurz zur Seite legt. „Im Prinzip ist das die EU-Variante vom deutschen Freiwilligen Sozialen Jahr, auch wenn die Anrechnung an Unis sich etwas schwieriger gestaltet. Aber trotzdem musste ich mich früh kümmern, um einen geeigneten Platz zu finden.”

Etwa ein Jahr bevor es losgehen sollte bewarb sie sich bei verschiedenen Entsendeorganisationen, die den Europäischen Freiwilligendienst praktisch möglich machen. „Letztendlich fand ich einen Platz bei der "evangelischen Schülerinnen- und Schülerarbeit Westfalen ”, so dass ich endlich anfangen konnte, mich bei verschiedenen Aufnahmeorganisationen zu bewerben.”

Dass Lea Canzler in den Norden wollte, war für sie von Anfang an klar. „Die Landschaft und die Kultur Skandinaviens sind einfach toll. Also habe ich mich in verschiedenen Ländern beworben und schließlich für Norwegen die Zusage erhalten.”

Ihre Aufgabe wird nun sein, in einer Kirchengemeinde im 50 000-Einwohner-Ort Skien südwestlich von Oslo den Alltag mitzugestalten. „Das heißt, ich werde den Konfirmandenunterricht und Kindergruppen mitbetreuen und bei Nachmittagen für die älteren Gemeindemitglieder mitwerken. Aber vor allem freue ich mich auf das Mitwirken bei musikalischen Projekten wie dem Gospelchor - und zugegebenermaßen auch auf meine freie Zeit.”

Ski gibt es umsonst

Grinsend erläutert Lea, dass es in ihrer neuen Wohngegend möglich ist, umsonst Skier zu leihen, so dass sie sich schon auf den schneereichen, wenn auch strengen, Winter freue. Und auch dem Nordkap wolle sie auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Sie hofft, auch das Polarlicht zu Gesicht zu bekommen. Aber Weihnachten, sozusagen als Halbzeitpause, wolle sie sowieso gerne wieder nach Hause. „So sehr ich mich auf Norwegen freue, meine Familie und Freunde zu Hause werde ich doch vermissen.”

Farina Sooth

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Kommentare
02.09.2009
07:51
Wenn Pauken überhaupt nicht nervt
von lennesperling | #1

nun sind es fast 2 Monat , wann wird dieser Bericht gelöscht....

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