Tolle Bands, toller Sound, tolles Festival
14.06.2009 | 16:03 Uhr 2009-06-14T16:03:00+0200Hohenlimburg. Reggae, Hip-Hop und kompromisslosen Rock hatte das große Finale des „Festival am Schloss” zu bieten, das am Freitag- und Samstagabend seine fulminanten Höhepunkte fand. Bei bestem Wetter sorgten insgesamt acht Bands für ausgelassene Stimmung unter den Besuchern.
Der Versuch, ein Musikfestival am Schloss zu etablieren und das Image der Lennestadt auf diese Weise ein wenig aufzupolieren, scheint gelungen. Ob es im kommenden Jahr definitiv zu einer weiteren Auflage kommt, haben die verantwortlichen Organisatoren noch nicht durchblicken lassen. Dennoch schien die Resonanz sehr gut.
Musik aus den süd- und lateinamerikanischen Gebieten sorgte am Freitag für extrem tanzbare Rhythmen, die unweigerlich in den Fuß und die Hüfte gingen. „The Babacools” zählten neben „Rootsgaia” und der „Schneider Hip-Hop Band” zu den Supportbands am Freitag.
„Man kann gar nicht genau beschreiben, was für eine Musikrichtung sie spielen. Die sind einfach der Hammer”, so eine Stimme aus dem Publikum.
Sichtlich beeindruckt von der malerischen Kulisse am Schloss, sorgten die „Babacools” aus München mit ihren Offbeat-Variationen für karibisches Flair, ehe Sebastian Sturm die Bühne betrat. Sein Name steht in der Szene für besten Reggae-Sound. Das Publikum ließ sich nicht lange bitten und verwandelte den Barockgarten des Schlosses in eine echte „Chill-Out-Lounge”. Auch Erbprinzessin Marissa ließ sich vom Reggae-Fieber infizieren und zeigte sich sichtlich begeistert.
Der Samstag stand ganz im Zeichen des Rock - vom traditionellen Old-School-Rock bis hin zu moderneren Pop-Rock-Variationen mit leichten Punk-Einflüssen. Die Veranstalter hatten nicht zu viel versporchen. Vier hochrangige Bands brachten den „BaRockGarten” zum Kochen. „Pornflakes”, „Orange but Green”, „Grandfather's Revenge” und letztlich „The Black Sheep” ließen mit etlichen Gitarrensoli und verzerrten Riffs jedes Rockerherz höher schlagen. Gepaart mit wummernden Bassdrumschlägen, avancierte das Schlossfestival zu einem einmaligen Event, das nach einer weiteren Auflage verlangt.
Frauenpower aus Köln hieß es am späten Samstagabend: „The Black Sheep” sind vier junge Frauen, die mit weiblichem Charme und knackigen Klängen zu überzeugen wussten. Erst kürzlich vom Videodreh aus Stockholm zurückgekehrt, verliebte sich Sängerin Charly sofort in die Schlossanlage. „Es sieht aus wie ein gemaltes Bild. In Stockholm haben wir beim Videodreh eine ähnliche Anlage gesehen”, schwärmte die Rockröhre, die bis um Mitternacht mit Trish, Aurora und Johanna die Bühne beben ließ.
Jazz, Blues, Hip-Hop und Rock waren die Themen der vier Veranstaltungstermine, die individueller nicht hätten sein können. Mitorganisator Bernd Graf holte namhafte Künstler ans Schloss, so dass den Besuchern auch ein Stück „Musikkultur”, wie Schlossmanagerin Julia Dettmann es nannte, geboten wurde.
Großer Dank galt auch den verantwortlichen Technikern von „Acoustic Network”. Ein großartiger Sound und verblüffende Lichtshows machten es erst möglich, dass das Festival zu einem gelungenen Event wurde. Ebenso dankten die Veranstalter allen Helfern für ihr großes Engagement.
Insgesamt wurden etwas mehr Besucher erwartet. Trotz allem liegt nach dieser gelungenen Erstauflage die Frage nahe, ob es im kommenden Jahr zu einer Wiederholung kommen wird.
16:36
Von gut besucht konnte keine Rede sein aber bei den Eintrittspreisen hab ich es mir auch sehr überlegt. Für 10€/Abend hätte man es da wohl sehr viel voller. Wenn dann noch das Stadtfest und etwaige andere kostenlose Live-Events folgen (Fernunifest diesen Freitag), fällt die Wahl vielleicht nicht auf das Schlossfestival. Zudem wären mal 2-3 Plakate mehr bestimmt wirkungsvoller als Hochglanzmagazine an sehr ungewöhnlichen Orten zu verteilen ;) Trotzdem waren die beiden letzten Bands am Samstag der Knaller gewesen ;) Also mein Fazit: Eintrittskartenpreise sehr arg an der Schmerzgrenze aber ich war froh am Samstag dabei gewesen zu sein ;)
15:10
Also entweder machen die beim nächsten mal die Musik leiser oder so laut, dass man sie auch in größerer Entfernung ( 1,1 km Luftlinie mit freier Sicht auf den Schlossgarten) in akzeptabler Qualität hört. Dann kann ich mich nämlich gemütlich auf meinen Balkon setzen und mir die Show bei einem leckeren Caipi von zu Hause reinziehen. Aber so wars blöd. Die Höhen kamen etwas schwach rüber. :p ;-)
09:28
Schön wäre ein Festivalticket für alle Veranstaltungen (z.B. für 70€) gewesen. Ansonsten eine schöne Premiere mit herrlicher Kulisse. Ich hoffe, nächstes Jahr gehts weiter.
18:30
Hatte in Iserlohn vergeblich versucht an Karten zu kommen! Die etablierte Stelle (Cashbox) hatte nichts und online kaufen tu ich prinzipiell nie! Schade...