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Quer durch das Land reiten

29.08.2010 | 17:28 Uhr
Quer durch das Land reiten
Station während des Sternritts auf einem alten Berchumer Bauernhof.

Hohenlimburg.„Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, dieses Sprichwort trifft auf mehr als 80 Reiter zu, die den Sternritt der „Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer“ antraten.

Start war am Detmolder Freilichtmuseum. Bei 30 Grad Wärme brachen die Reiter am Sonntag vorletzter Woche auf. Auf dem Rücken ihrer treuen Weggefährten legten sie jeden Tag um die 40–45 Kilometer quer durch wunderschöne Landschaften zurück.

Darunter waren auch Sabine Mauerer auf ihrem 23-jährigen „Hassan“ und Susanne Edelmann auf der zwölfjährigen „Copy“. Die beiden absolvierten diesen Landes-Sternritt bereits zum zehnten Male.

Nach Tagesritten, die sie über Wünneberg Haaren, Niederbergheim-Anrüchte und Neheim-Hüsten führten, machten sie Donnerstag Abend Station in Berchum, auf dem wunderschön gelegenen Bauernhof von Susanne Kampmann. Haus und Hof sind seit 1876 in Familienbesitz. Begleitet wurde das muntere Pferdeduo auf seinem letzten Tagesritt von Katharina Bühner auf Schimmel „Flash“ (20 Jahre).

„Nie hatten wir Probleme bei Übernachtungen. Wir haben gefragt und durften bleiben“, sagen Sabine Mauerer und Susanne Edelmann gleichzeitig und fügen hinzu: „Den Pferden und uns war es egal, ob wir im Reitstall, unter freiem Himmel oder unter dem Vordach einer Garage nächtigten“.

In Berchum wurden sie liebevoll von Susanne Kampmann in Empfang genommen, die die Reiterinnen bereits zum zweiten Mal beherbergte. Gleich gab es für die leicht Durchgefrorenen warme Getränke und eine heiße Dusche. Es gab viel zu erzählen von der freien wunderschönen Natur, vom Ritt durch die Wälder, entlang eines munter fließenden Flusses. „Wir haben viel gesehen und sind immer nach Karte geritten. Davon hatten wir ein Kilo im Gepäck. Deutschland ist einfach schön. Außerdem haben wir viele Leute kennengelernt“, erzählen die beiden.

Tags darauf geht es weiter nach Ennepetal-Rüggeberg und von dort aus zum Endpunkt der Sternritts, dem Humpertturm in Wuppertal.

Heinz-Werner Schroth

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