Parkhaus: Weitere Monate bis zur Entscheidung
18.02.2010 | 18:29 Uhr 2010-02-18T18:29:00+0100
Hohenlimburg. Bis zur endgültigen Entscheidung über den Abriss oder die Umgestaltung des Parkhauses in ein kleines Einkaufscenter werden nach fast einjähriger Verzögerung noch einmal vier Monate ins Land gehen.
Nach der beendeten gerichtlichen Auseinandersetzung um das Vergabeverfahren soll jetzt noch einmal in zweiter Runde eine Bewertungskommission entscheiden, ob nun der Arnsberger Investor Wilhelm Meyer mit seinem Umgestaltungskonzept oder der Letmather Architekt Manfred Kissing mit dem vorgeschlagenen Abriss des Parkhauses und dem Neubau eines Einkaufscenters zum Zuge kommen.
Für das Verfahren, das schon einmal in einer Sackgasse endete, soll der Rat in nichtöffentlicher Sitzung am kommenden Donnerstag grünes Licht geben.
In der Kommission werden neben Dr. Herbert Bleicher als Jurist auch Christine Grebe vom Fachbereich Planen und Wohnen, jeweils drei Vertreter von CDU und SPD und jeweils ein Vertreter von Bündnis90/Die Grünen, Hagen Aktiv und der FDP sitzen. Auch der Zeitplan steht schon fest. So können die beiden Investoren im März noch einmal ihre Angebote für den Erwerb des städtischen Grundstücks, verbunden mit den Planungen, einreichen. Am 15. April wird es separate Verhandlungen zwischen der Bewertungskommission und den Investoren geben, am 10. Mai wird die Kommission dann eine Entscheidung treffen, die der Rat am 10. Juni absegnen soll.
Wilhelm Meyer, der mit dem geplanten Umbau des Parkhauses in ein kleines Einkaufscenter mit ausreichend Parkplätzen und der zugesagten Sanierung des Hohenlimburger Bahnhofs bei der ersten Bewertungsrunde zwar gewonnen hatte, dann aber aufgrund politischer Einflussnahme blockiert wurde, lässt sich nicht entmutigen.
„Auch wenn es den Anschein hat, dass sich die Parteien bereits festgelegt haben, werde ich mich mit meinen Planungen auch der zweiten Kommission stellen. Ich hoffe dabei auf eine faire Bewertung nach städtebaulichen Kriterien”, sagte er gestern unserer Zeitung.
Manfred Kissing, der neben dem Parkhaus auch den Hohenlimburger Bahnhof abreißen will und einen ganz neuen Bahnsteig plant, wird der neuen Bewertungskommission seinen Zeitplan erläutern müssen. Denn letztlich ist es die Bahn, die über die Umgestaltung ihrer Anlagen bestimmt. Planen, so heißt es aus dem Rathaus, könne man viel, wann die Bahn allerdings an die Umsetzung geht, das stehe in den Sternen.
17:48
endlich mal in dieser sache ein unparteiischer artikel.
man muss allerdings wissen, dass herr bremshey und herr kissing seit ewigen zeiten befreundet sind.
das erklärt auch die Parteinahme des Herrn B.
ich weiss, das wird wieder gelöscht, ist mir aber auch egal. wenn es ein paar leute lesen, ist es ja in ordnung.
11:54
# 20, 21 und 22: Roter Jochen und schadeumhohenlimburg: Sie sind sehr geschickt. Nun wird es verständlich.
10:44
schadeumhohenlimburg: Da kommt so mancher ************* her.
10:42
Argus:Das meine ich nicht, es gibt auch etwas anderes zu kaufen.
09:22
Nun ja, aus Letmathe kommt so mancher, der sich in Hohenlimburg pro Kissing tummelt...
22:50
# 18. Roter Jochen:: Herr Kissing kommt ja aus Letmathe. Darf man Ihre Frage so verstehen, dass er die Kaufkraft seiner Heimatstadt nicht schwächen möchte - und in Hohenlimburg daher nur Aldi-Rewe anbieten will? Ergebnis: Die Hohenlimburger fahren weiter nach Letmathe und die Letmather kommen nicht nach Hohenlimburg. Meinen Sie das?
21:57
Hat Herr Kissing schon in Hohenlimburg eingekauft?
21:34
zu # 9, schadeumhohenlimburg: Sie erwähnen Herrn Strüwer (CDU) und werden mit Ihrer pessimistischen Bewertung leider recht behalten. Doch ist das nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte ist der Herr Genosse Krippner (SPD). Vor der Kommunalwahl vom Herbst letzten Jahres gab es einen Wettlauf dieser beiden Herren, wer der erste von ihnen gewesen sei, der sich für Herrn Kissing ausgesprochen hat. Das sollte wohl Wählerstimmen einbringen. Hat es dann aber nicht.
Beide Parteien waren in Hohenlimburg die Verlierer. Gewinner war eine Bürgergruppe, die in ihrem Programm beim Parkhaus klar dem Architekten Herrn Meyer den Vorzug gab. Das gab der CDU und der SPD aber nicht zu denken. Motto: Ein Aldi-Silo muss es sein - Augen zu und durch.
Haben CDU und SPD in der neuen Kommission zusammen nun 6 Stimmen und damit die Mehrheit, ist die Sache für Kissing gelaufen. Da kann sich Meyer noch so abstrampeln, es sei denn, er legte deutlich mehr auf den Tisch für den Kauf des Parkhauses, was ja in die Stadtkasse fließen würde, in der bekanntlich chronisch Ebbe herrscht. Sollte ein mögliches höheres Meyer-Angebot dann von der CDU/SPD-Mehrheit einfach wie gehabt wieder ignoriert werden, wäre das ein Fall für RP Diegel in Arnsberg. Theoretisch.
Augen zu und durch
20:07
zu # 16: Historisch gesehen, war Elsey immer Hohenlimburg zugewandt. Deshalb wurde es Anfang des vorigen Jahrhunderts auf freiwilliger Basis auch mit Hohenlimburg vereinigt. Die Elseyer haben sich immer als Hohenlimburger gefühlt. Man kann eine historische Betrachtung nicht auf die letzten 30 Jahre verengen, in denen es mit der Hohenlimbureger City stetig bergab ging und als Folge davon Elseyer zum Shoppen nach Letmathe abwanderten, was übrigens nicht nur für Elseyer gilt.
Soll die Hohenlimburger City aber mit neuem Leben erfüllt werden, und will sie die Rolle eines Zentrums zurückgewinnen, ist neues Denken gefragt. Dazu gehört auch, die Elseyer wieder wie einst in die Innenstadt zu locken. Mit Aldi und Rewe geht das aber nicht. Ein Knaller muss her.
18:08
Hallo argus!
a) Elsey ist nicht Hohenlimburg! Historisch gesehen hat es diese immer zu Letmathe gezogen, und (siehe Terminplanungen für Stadtteilfeste im letzten Jahr) das Ignorieren Hohenlimburgs hat sich bis heute gehalten!
b) Wenn sich der von Fachkenntnis vollkommen unvorbelastete Herr Grote endlich ´mal aus den Planungen heraushält, könnte es doch endlich ´was Vernünftiges werden.