Nicht normal:
06.02.2012 | 16:30 Uhr 2012-02-06T16:30:00+0100
Hohenlimburg.Ein kleiner Fehler mit großen Folgen. Denn an der Orosol-Tankstelle in Elsey wurde am 27. Januar ein für Superkraftstoff eingerichteter Großtank mit ca. 560 Litern Diesel befüllt. Irrtümlich.
Anschließend ließ der Lieferant jedoch wieder Superkraftstoff in den insgesamt 30 000 Liter fassenden Tank strömen. „Die Anteile des Dieselkraftstoffes lagen deshalb wahrscheinlich bei unter einem Prozent“, sagte gestern Orosol-Geschäftsführer Hans-Martin Diederichs.
Kurz nach 11 Uhr war an diesem Freitag das Missgeschick passiert.
Erst als einige Kunden im Verlauf des Tages bei Orosol „anklopften“ und die Probleme mit ihren Fahrzeugen schilderten, wurden die Geschäftsführer hellhörig und recherchierten. Am frühen Samstagmorgen drehten sie dann den Tank zu. „Wir gehen davon aus, dass zwischenzeitlich ca. 150 Fahrzeugführer an den bestimmten Zapfsäulen getankt haben und somit betroffen waren“, sagte gestern Hans-Martin Diederichs. „Wir haben, so weit es uns möglich war, sofort Kontakt zu ihnen aufgenommen und ihnen die Problematik mitgeteilt.“
Bei Stammkunden, die in der Tankstelle bekannt sind, ging das problemlos. Andere wurden über die Tankbelege ausfindig gemacht, dritte über die Videoaufzeichnung. Deshalb geht Hans-Martin Diederichs davon aus, dass Orosol den Großteil der Kunden informiert hat.
Zwar konnten die meisten Autofahrer an dem besagten Freitag die Tankstelle zunächst noch verlassen, doch irgendwann „muckten“ die Pkw auf. Zumindest einige.
Je nach Kraftstoffmenge, die Autofahrer in ihr Fahrzeug hatten strömen ließen, und je nach Empfindlichkeit der Motoren oder auch nach der Fahrstrecke. Denn bei einer Fahrt über die Autobahn ist der Verbrauch bekanntlich größer und somit gelangte der „mit Diesel durchsetzte Kraftstoff“ schneller in den Motor.
Hans-Martin Diederichs: „Ein Kunde hat uns angerufen. Er hatte drei Fahrzeuge betankt. Bei zwei Fahrzeugen gab es keine Probleme.“
Harald Eichenberg, KfZ-Meister von Ford Pflug Auf dem Lölfert, sagte, dass bei ihm in der vergangenen Woche zahlreiche Fahrzeugbesitzer um Rat und Hilfe nachgesucht hätten. „Wir haben dann den Kraftstofffilter ausgetauscht, den Tank ausgebaut und ausgespült, die Leitungen durchgespült, die Kerzen erneuert und anschließend den Tank neu befüllt.“
Einen dauerhaften Schaden wird es an den Fahrzeugen nicht geben. Davon ist der Autofachmann überzeugt. Ärgerlich ist für den Besitzer nur, dass er einen Tag auf seinen Pkw verzichten musste.
Die Orosol-Geschäftsführung hatte auch umgehend die heimischen Autohäuser informiert und rechnen mit diesen direkt ab, so dass die betroffenen Tankkunden keinerlei finanzielle Nachteile haben.
Allerdings ärgert Hans-Martin Diederichs eine Tatsache gewaltig. „Einige Trittbrettfahrer gaben an, Probleme zu haben, obwohl sie an einer anderen Tankstelle getankt hatten, andere ließen die Scheibenwischblätter austauschen oder einen Ölwechsel machen.“ Dumm und dreist. . . . .
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