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Neue Schallschutzwand für Freilager

23.01.2016 | 09:00 Uhr
Neue Schallschutzwand für Freilager
Das Freiluftlager für die Brammen soll erweitert werden.Foto: Volker Bremshey

Hohenlimburg. Eine Million Tonnen an warmgewalztem Bandstahl – von Hoeschianern kurz Mittelband genannt – werden jährlich in Oege produziert. Und es könnten noch mehr werden. Die Geschäftsführung will den Logistik-Bereich ausbauen, um künftig schnell auf veränderte Marktbedingungen reagieren zu können. Sprich: die Produktion soll im Bedarfsfall zügig erhöht werden können. So ist nun unter anderem geplant, das Freilager mit einer Schallschutzwand und einer teilweisen Überdachung zu versehen.

Hoesch Hohenlimburg hat daher jetzt als Tochtergesellschaft der Thyssenkrupp Steel Europa AG einen Genehmigungsantrag bei der Bezirksregierung in Arnsberg gestellt. Die im Planungsrecht vorgesehene Bürgerbeteiligung startet am 1. Februar. Das Unternehmen wertet die geplante Investition als ein Bekenntnis für den Standort mit 950 Mitarbeitern. „Hoesch Hohenlimburg sieht diese Maßnahme als einen wichtigen Baustein für die Zukunftsfähigkeit des Standortes an. Das ist ein positives Signal für alle Mitarbeiter.“

Mehr Lkw auf der Oeger Straße

Im Jahr 2012 hatte die Hoesch Hohenlimburg GmbH bereits die Walzgerüste modernisiert. Doch das allein reicht nicht aus. „Soll es zu einer Kapazitätssteigerung kommen, ist, zusätzlich zur technischen Ausrichtung der Produktionslinie, die Logistik von besonderer Bedeutung“, weiß Jörg Zumbrink, Leiter Infrastruktur. Das Vormaterial wird auch zukünftig am Tag per Bahn nach Oege transportiert. Der Zuwachs an Brammen (das sind Blöcke aus gegossenem Stahl) soll dadurch erreicht werden, dass die beiden Züge, die das Material anliefern, einen zusätzlichen Waggon erhalten. Der anschließende Versand des Mittelbandes erfolgt ebenfalls per Bahn oder per Lastwagen. Dazu sollen die Züge der Deutschen Bahn verlängert werden. Zusätzlich wird der Lkw-Verkehr auf der Oeger Straße zunehmen. „Wir gehen von drei Fahrzeugen pro Stunde aus.“

Belästigung für Anwohner senken

Um die Belästigung der Anwohner von der Oeger Straße / Oststraße so gering wie möglich zu halten, hatte das Unternehmenschon investiert und neue Verkehrswege eingerichtet. So wurde, wie berichtet, bereits eine neue Verkehrsstraße geschaffen. Seit dieser Zeit wird der Lkw-Verkehr im hinteren Bereich des Produktionsstandortes durch Tor 3 geführt.

Jetzt sollen weitere Maßnahmen erfolgen. Die überdachten Bereiche in Richtung Letmathe sollen so verbessert werden, dass sie noch weniger Schall durchlassen. Das bisherige Freilager soll durch die erwähnte Schallschutzwand mit einer teilweisen Überdachung versehen und nach außen abgeschirmt werden, so dass die Lärmbelästigung für die Anwohner minimiert wird.

Die Antragsunterlagen werden ab dem 1. Februar öffentlich ausgelegt. Alle Hohenlimburger haben die Möglichkeit, dagegen Anregungen und Bedenken vorzubringen Im Mai gibt es dann im Bürgersaal eine öffentliche Anhörung.

Volker Bremshey

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2016-01-23 09:00
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