Das aktuelle Wetter Hohenlimburg 17°C
Beschilderung

Mofas und Motorräder dürfen ins Dorf

18.03.2009 | 17:51 Uhr

Berchum. Mit dem Beginn der Zweiradsaison wurden Berchums Motorradfreunde zum Wochenbeginn erst einmal kräftig geschockt.

„Mein Mann ist gerade mit dem Motorrad noch mal 'runtergefahren, um sich die Schilder anzuschauen. Das ist doch nicht zu fassen”, so eine Berchumerin, die nicht glauben konnte, dass man neuerdings mit dem Motorrad am Wochenende und an Feiertagen nicht mehr ins Dorf fahren darf. Denn seit Dienstag stehen am Linnufer Durchfahrt-Verbotsschilder mit dem Zusatz „Samstag, Sonntag und an Feiertagen” sowie „Für Mofas nach 4 Kilometern frei”.

„Weil kaum noch Busse fahren, haben wir unserem Sohn eine Mofa gekauft. Soll der die jetzt am Wochenende erst vier Kilometer durchs Dorf schieben, bis er wieder fahren darf?”

Eine gewisse Ratlosigkeit über die Formulierung auf den Schildern herrschte gestern auch in der zuständigen Verkehrsbehörde der Stadt. Das Presseamt der Stadt konnte der Rundschau allerdings auf Anfrage versichern, dass es so nicht gemeint sein kann, wie es für Motorradfahrer auf den Schildern zu lesen steht. Vielmehr, so Pressesprecher Michael Kaub, hänge die Beschilderung mit der seit dem 16. März eingerichteten Sperrung des unfallträchtigen Schälk (B 236 zwischen Schwerte und Letmathe) für Motorräder zusammen, der auch über Berchum und Tiefendorf erreicht werden kann. Erst dort, nämlich nach vier Kilometern, sei dann die Weiterfahrt für Motorräder verboten. Mofas dürften allerdings auch nach vier Kilometern weiterfahren. Im Klartext: Sowohl nach Berchum als auch nach Tiefendorf dürfen Mofa- und Motorradfahrer weiterhin samstags, sonntags und an Feiertagen mit ihren Maschinen fahren.

Andreas Reitmajer

Facebook
 
Kommentare
25.03.2009
10:48
Mofas und Motorräder dürfen ins Dorf
von Fredhelm | #3

@ rote Zora
20€, mehr kostet das nicht

23.03.2009
08:20
Mofas und Motorräder dürfen ins Dorf
von der roten Zora | #2

Es gibt immer andere Möglichkeiten als die Sperrung, aber der gute Herr Volkmer kümmert sich leider darum nicht. ALLEN wäre geholfen, wenn die Polizei für das sinnlose Hin- und Herfahren, was mit 3 PUNKTEN IN FLENSBURG geahndet wird, alle diejenigen aus dem Verkehr zieht, weshalb angeblich die Sperrung ja notwendig wurde. 5x erwischt bedeutet Lappen weg. DAS wäre eine Konsequenz, die all denen hilft, die seit Jahrzehnten den Schälk befahren und noch NIE Ärger mit den Anwohnern hatten, und nicht die Maut-Gebühr...
Zudem ist das viiiel leichter zu kontrollieren, da ja das Video-Krad so schöne Filme macht.

19.03.2009
08:14
Mofas und Motorräder dürfen ins Dorf
von Daniel kralj | #1

Dann sollte man vielleicht als Motorradfahrer diesen Zeitungsartikel immer mit sich führen, damit man das dann auch dem freundlichen Verkehrspolizisten zeigen kann, wenn der eine Routinekontrolle an dieser Stelle macht.
Solche Schilder sind m.E. nicht verkehrsfähig, da sie einfach irreführend sind.
Als argloser Motorradfahrer würde ich hier normalerweise jedenfalls nicht weiterfahren.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/527438/create

Aktuelle Fotos und Videos
Von Bentley bis Porsche
Bildgalerie
Oldtimerfahrt
272 Schüsse bis zum Titel
Bildgalerie
Schützenfest
Schotten-Spektakel
Bildgalerie
Keltic-Festival
Wahlabend in Hagen
Bildgalerie
NRW-Wahl
Aus dem Ressort
Firmenjubiläum: Für den Uhrmachermeister Harald Weißgerber bleibt die Zeit nie stehen
Hohenlimburg
Unaufhörlich tickt das Innenleben der Taschenuhr in den Händen von Harald Weißgerber. Die winzigen Zahnräder greifen sauber ineinander und erwecken das Schmuckstück zum Leben. Zum 60-jährigen Geschäftsjubiläum spricht der Uhrmachermeister über den rasanten Wandel der Schmuckwelt.
„Dieses Festival noch zu toppen“
Hohenlimburg
„Jetzt bin ich reif für die Insel“, schmunzelt Rick Field, obwohl er als Motor des Keltic-Festivals von Schloss Hohenlimburg in den zurückliegenden Tagen zunächst einmal entspannen und durchatmen konnte.