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Mehr gesellschaftliche Anerkennung eingefordert

14.11.2008 | 19:12 Uhr

Berchum. (can) Sie fordern mehr gesellschaftliche Anerkennung für ihre Arbeit ein. Der Weg zum Ziel ist steinig. ...

Landtagsmitglied Walter Kern (2.v.l.) und Mitarbeiter der Jugendbildung beschäftigten sich mit zukünftigen Chancen von Kinder und Jugendlichen. Foto: Carolin Annemüller

... Doch die 25 Mitarbeiter aus der Jugendarbeit in Hagen und Umgebung sind nach dem gestrigen Fachforum "Bildung - Chancen für Kinder und Jugendliche" in der evangelischen Jugendbildungsstätte Berchum zumindestens einige Schritte weiter.

Denn Walter Kern, Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, kündigte die Erhöhung des Landesjugendplans von 75 auf 80 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2009 an und stellte Ergebnisse und Vorschläge der Enquette-Kommission "Chancen für Kinder" vor.

Der vor zwei Wochen erschienene Projektbericht des Landes NRW enthält auch 40 Seiten Handlungsempfehlungen. Ein Schwerpunkt ist dabei die Auseinandersetzung mit Chancen nonformaler Bildung - sprich Jugendarbeit außerhalb schulischer Curricula und familiärer Bildung. Viele Seiten Theorie, die aber in der Jugendbildungsstätte Berchum keinesfalls in der Schreibtischschublade verschwinden, wie Bildungsreferentin Claudia Burg-Ahrendt betont: "Für uns ist der Bericht eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigem Weg sind. Die Bedeutung der ehrenamtlichen und nonformalen Bildungsarbeit wird herausgehoben."

Auch Renato Liermann, Leiter der pädagogischen Abteilung der evangelischen Schülerarbeit von Westfalen, nimmt einiges mit für seine Arbeit. "Jugendarbeit hat viele Stärken zu bieten, um junge Menschen stark zu machen", fasst er zusammen und verweist auf die Medien- und Kulturprojekte der esw. Bestes Beispiel ist das für kommendes Wochenende geplante Kooperationsprojekt mit allen städtischen Jugendzentrum sowie dem Jugendzentrum Berchum zum Thema "Wir sind die Anderen". Dabei geht es um die Vermittlung interkultureller Kompetenz.

Bildungsstättenleiter Paul Gaffron generalisiert für das gesamte Angebot seiner Einrichtung: "Wir haben einen viel offeneren Rahmen als Schule. Jugendliche bestimmen bei uns mit. Jedes Jugendzentrum ist daher ein Übungsfeld für Demokratie."

Wie Jugendarbeit in der öffentlichen Wahrnehmung an Bedeutung gewinnen kann, ist Thema eines für Februar geplanten Workshops. Dann wollen die Vertreter aus der Jugendarbeit auf ihrem Weg zum Ziel die nächsten Schritte zurücklegen. Denn wenn der Wert ihrer Arbeit im öffentlichen Bewusstsein erkannt wird, wird irgendwann vielleicht auch mehr Geld in die Jugendbildung fließen - hoffen sie.

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