Lkw-Fahrer schwer verletzt
17.02.2009 | 19:32 Uhr 2009-02-17T19:32:00+0100
Großes Glück im Unglück hatte am Montagmorgen ein 44-jähriger LKW-Fahrer aus Hohenlimburg.
Er stieß mit seinem 40-Tonner auf der Bundesstraße 236 in der „berüchtigten Baukloh-Kurve” zwischen Werdohl und Plettenberg mit einem Lastwagen aus Belgien frontal zusammen. Beide Fahrzeuge wurden völlig zerstört.
Schneefall am Montag bis in die Niederungen. Auch auf der Bundesstraße 236 haben die Fahrer mit Glätte zu kämpfen.
Gegen kurz nach halb neun Uhr geben sie im Radio die Verkehrshinweise und -warnungen durch. Der 44-jährige Hohenlimburger ist mit seinem Laster zwischen Werdohl und Plettenberg unterwegs. Die Ladung: ein 18 Tonnen schweres Bandstahl-Coil.
Der Fahrzeugführer nähert sich der so genannten Baukloh-Kurve. An dieser Stelle folgt die Straße einer scharfen Biegung der Lenne, die direkt nebenan fließt.
Und dann geschieht es: Der Mann kommt mit seinem Laster und seiner tonnenschweren Ladung auf die linke Fahrspur.
Im Polizeibericht wird später von „unangepasster Geschwindigkeit” die Rede sein.
Nach ersten, ungesicherten Erkenntnissen sind teilweise Sommerreifen aufgezogen.
Ihm kommt aus Plettenberg ein belgischer Laster entgegen. Ausweichen? Unmöglich! Frontal prallen die beiden Brummis aufeinander.
Der Auflieger mitsamt Coil fällt durch die Wucht des Aufpralls um, die schwere Fracht bleibt auf der Straße liegen. Die Polizei ist schnell zur Stelle, die Feuerwehr auch.
Eine Rettungsplattform wird aufgebaut, um den Hohenlimburger mit schwerem Gerät aus seinem völlig zertrümmerten Führerhaus herauszuholen. Schnell werden er und sein 26-jähriger belgischer Kollege in Krankenhäuser gebracht.
Der Rest dauert länger, viel länger: Die MVG leitet die Busse um (Linien S 2 und 74), die Feuerwehr und die Firma Lobbe setzen Ölsperren im Lothmecker Bach und auf der Lenne. Öl und Diesel sind aus beiden Motoren ausgelaufen. Mitarbeiter von Straßen.NRW prüfen die Fahrbahn und der Zoll muss sich mit Heizöl befassen, mit dem der Belgier seinen Laster betankte hatte.
Auch am gestrigen Dienstag war die Bundesstraße 236 noch halbseitig gesperrt, weil die Mitarbeiter des Entsorgungsspezialisten Lobbe den belasteten Boden auskoffern mussten.
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