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Linienbusse werden zu rollenden Leseecken

08.05.2008 | 14:30 Uhr

Hohenlimburg. Das Wichtigste vorweg: "Bücher im Bus" ist kein Ersatz für einen herkömmlichen Bücherbus, der ländliche Strukturen abfährt. Und "Bücher im Bus" will auch kein Ersatz für Stadtteilbüchereien sein. Das stellte Dezernent Dr. ...

Beigeordneter Dr. Christian Schmidt, Jochen Becker (Leiter des Amts für Weiterbildung und Medien), Bücherei-Leiterin Andrea Steffes, Jacques Kempkens (Agentur PIM) und Carl-Wilhelm und Christoph Winzerling (Hausemann & Mager) haben gestern im Bus schon mal Probe gelesen. Foto: Annemüller

... Christian Schmidt gestern Morgen gleich zu Beginn des Pressegesprächs zur neuen Leseaktion in Hagens Linienbussen klar.

Was aber ist "Bücher im Bus" dann? Man muss sich das ein bisschen so wie in einer richtigen Großstadt vorstellen. Nehmen wir mal Paris. Da lesen die Leute in der Metro selbst im größten Gedränge. Bücher, Zeitungen und mehr - und sogar die Touristen blättern in ihren Reiseführern. Und das soll nun auch in Hagen ein bisschen so werden. Nur eben im Bus.

"Bücher im Bus" steht bereits auf Plakaten in zunächst fünf Bussen, die vornehmlich die Linien 524, 525, 516 und 519 bedienen. Und darunter steht jeweils eine Kiste mit ausgesonderten Romanen der HagenMedien Stadtbücherei. Die Nadel von Ken Follett zum Beispiel und Westwind aus Kasachstan von Konsalik findet man darin. Aber auch mit Family News von Joan Barfoot und Schuld war nur die Badewanne von Evelyn Sanders kann sich der Bücherfreund die Fahrzeit vertreiben.

Eine Idee, die Schmidt aus Skandinavien mitgebracht hat. Mit Hilfe von Jacques Kempkens von der Agentur PIM und dem Busunternehmen Hausemann und Mager als Partner wird "Bücher im Bus" nun in die Praxis umgesetzt. "Es ist eine vereinfachte Form des Bookcrossing", erklärt Schmidt. "Einfach ein Buch aussuchen und lesen. Das ist eine Initialzündung zum Lesen."

Der Linienbus als rollende Leseecke - das gefällt auch Andrea Steffes, Leiterin der Hagener Stadtbücherei: "Ich bin sehr gespannt, wie diese Aktion ankommt. Wir hoffen damit, den einen oder anderen Fahrgast ans Lesen zu bringen und vielleicht sogar zum Besuch unserer Büchereien zu bewegen." Fällt die Resonanz nach der Testphase positiv aus, ist in einigen Monaten eine Ausweitung auf weitere Linienbusse nicht ausgeschlossen.

Doch das Beste kommt zum Schluss: Wer im Bus mit der Lektüre nicht fertig wird, kann das Buch mit nach Hause nehmen, später weitergeben oder ganz einfach bei der nächsten Busfahrt wieder zurück in die Bücherkiste legen.

Von Carolin Annemüller

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Kommentare
08.05.2008
21:26
Linienbusse werden zu rollenden Leseecken
von Andreas Fritz | #1

Zitat: Ich bin sehr gespannt, wie diese Aktion ankommt. Wir hoffen damit, den einen oder anderen Fahrgast ans Lesen zu bringen und vielleicht sogar zum Besuch unserer Büchereien zu bewegen.

Gibt es künftig noch Büchereien; werden die nicht alle geschlossen?

Zitat: ...ganz einfach bei der nächsten Busfahrt wieder zurück in die Bücherkiste legen. Wie lange es wohl dauern wird, bis alle geklaut sind?

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