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Liffers: „Müssen alle mit anpacken“

27.07.2012 | 12:00 Uhr
Liffers: „Müssen alle mit anpacken“

Hohenlimburg. Hohenlimburgs Innenstadt ist tot? „Nein, auf keinen Fall, stimmt überhaupt nicht“, so der Einzelhändler Markus Liffers, Inhaber des gleichnamigen Buchhandels an der Herrenstraße. Es lässt sich einiges bewegen – es müssen nur alle mit anpacken.

„Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder wir stecken alle den Kopf in den Sand oder wir müssen etwas tun“, so Markus Liffers, dem natürlich selbst viele leere Ladenlokale in der Innenstadt ein Dorn im Auge sind. Eines ist jedoch Fakt – weder Verwaltung noch die Werbegemeinschaft können dieses Problem alleine stemmen. Alle müssen, auch mit Engagement und Ideen der Hohenlimburger Bürger, an einem Strang ziehen.

Nach der letzten Sitzung des Arbeitskreises „Einzelhandel und Touristik“ (ein Arbeitskreis mit Beteiligung der Verwaltung, Stadtpolitik und Werbegemeinschaft) möchte Markus Liffers eine Diskussion anregen. „Es gibt immer viele Gerüchte um die Innenstadt. Manche sind wahr, manche nicht.“ Eine Kundin meinte neulich zum Hohenlimburger Buchhändler, dass einige Unternehmer ihre Läden geschlossen hätten, „weil sie keine Lust mehr hätten“. „Dem ist nicht so. Entweder waren sie zu alt oder machten Verluste, so dass sie zur Schließung gezwungen waren“, sagt Markus Liffers.

Das Problem des fehlenden Innenstadtlebens gibt es nicht nur in Hohenlimburg. Damit hat jede Kommune zu kämpfen. „Gründe dafür waren falsche Entscheidungen der Einzelhändler sowie das veränderte Kaufverhalten der Kunden. Das ist über viele Jahre passiert“, so Markus Liffers. Der Buchhändler ist fest davon überzeugt, dass sich in Hohenlimburg etwas bewegen lässt, wenn alle mithelfen. „Die Super-Idee, dass sich von heute auf morgen etwas tut, habe ich natürlich auch nicht. Es ist eine Generationsaufgabe.“

Die Werbegemeinschaft sowie die heimische Politik um Bezirksbürgermeister Hermann-Josef Voss sind bereit, mitzuhelfen. Ein Hindernis gibt es jedoch bei einigen Vermietern. Es gab bereits viele Bemühungen, sie zu kontaktieren, die Resonanz war niederschmetternd. „Einige waren nicht kontaktierbar, einige wohnen gar nicht mehr in Hohenlimburg, haben keine neue Adresse hinterlassen“, so Liffers. Zudem seinen einige Ladenlokale vom Aufbau her (z.B. viele Treppen) nicht mehr zeitgemäß.

Liffers reichte in der Sitzung des Arbeitskreises „Einzelhandel und Touristik“ einige Ideen ein, die auch Anklang fanden. Eine davon wäre die Einrichtung eines „Stadtteilladens“, den es zum Beispiel in Wehringhausen gibt. Dieser könnte ein Anlaufpunkt für Gruppierungen oder Vereine sein, die sich engagieren wollen. Hier könnten „Nachbarschaftshilfen“ organisiert werden. „In Wehringhausen läuft das. Es kann auch in Hohenlimburg laufen“, so Liffers.

Eine zweite Bereicherung für die Innenstadt wären koordinierte Lieferdienste. „Manche Bereiche sind in Hohenlimburg über den öffentlichen Personen-Nahverkehr nicht oder nur schwer erreichbar“, sagt Markus Liffers. Die Folge: die Bürger ziehen aus diesen Stadtteilen weg. „Wir müssen dieses Problem nicht noch verschlimmern.“

Alle sind sich einig, dass etwas getan werden muss, doch ohne die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger ist das nicht zu bewerkstelligen. Mit Hilfe eines kurzen Fragebogens, der demnächst in den Hohenlimburger Geschäften ausliegen wird, wollen die Einzelhändler herausfinden, was sich die Bürger in der Innenstadt wünschen. „So können wir ganz gezielt nach Mietern suchen“, so Markus Liffers., der sich auch ehrenamtlich für den Förderverein „HohenlimBuch“ engagiert.

Lutz Risse



Kommentare
30.07.2012
19:30
Der Fragebogen Gefällt mir!
von Pelzbohne | #8

Der Fragebogen ist eine gute Idee, aber wird wohl kaum repräsentativ sein und wenig Beachtung in der Hohenlimburger Bevölkerung finden!

Der Fragebogen müsste im Stadt Anzeiger, Wochenkurier oder als Flyer in den Hohenlimburger Briefkästen, noch besser in den Hagener Briefkästen landen!

So wie es jetzt laufen soll, werden nur die wenigen Kunden den Fragebogen erblicken, die jetzt noch die FuZo. besuchen. Das sind nur noch ganz wenige Bürger, die auch noch zum größten teil aus Rentner, Alg.2-Empfänger, Jugendliche, Parallelgesellschaften und Ewiggestrige bestehen! Von denen wird auch nur ein kleiner teil den Fragebogen ausfüllen!

Für mich sind die Handlungen der Werbegemeinschaft einfach zu kurz gedacht und es scheint so, das man an etwas festhalten will das nicht mehr zeitgemäß ist!

Mir soll es nur recht sein, da ich ein großer Fan von Science-Fiktion Filme bin. Eine tote und verlassene ehemalige Innenstadt, kann auch sehr reizvoll sein!

Weiter so, Daumen hoch, gefällt mir!

30.07.2012
07:50
Genau so eben nicht
von Susan2012 | #7

Zitat: "Mit Hilfe eines kurzen Fragebogens, der demnächst in den Hohenlimburger Geschäften ausliegen wird, wollen die Einzelhändler herausfinden, was sich die Bürger in der Innenstadt wünschen."

Die, die bereits dorthin kommen sind nicht so interessant, wie die, die heute nicht kommen aber morgen kommen sollen.

28.07.2012
13:19
Seilbahn zum Schloß
von Pelzbohne | #6

Wie wäre es mit einer Seilbahn zum Schloß? Das wäre doch die Attraktion weit und breit. Viele Touristen von nah und fern würden nach Hohenlimburg kommen und Geld hier lassen.

Die Talstation kann man an der Lennepromenade errichten, entweder neben dem Cafe Journal oder am Brucker Platz Die Bergstation könnte man neben den Schloßgarten errichten an der Nord-Ostseite des Schloß.

Die Touristen müssten dann durch die FuZo gehen, um die Talstation zu erreichen.
Sowas hat Synergiepotenzial und so ähnlich geht die Stadt Altena mit ihren Burgaufzug vor.

Wer sich so eine Seilbahn nicht vorstellen kann, der kann ja z.B. nach Koblenz reisen und sich die Rheinseilbahn die im Juni 2010 errichtet wurde, ansehen!

1 Antwort
Liffers: „Müssen alle mit anpacken“
von wettermaus | #6-1

Die Idee finde ich sehr witzig. Ja, die Koblenzer Seilbahn ist der Hammer und ich hoffe, sie bleibt erhalten. Es gibt ja Bedenken wegen des Unesco-Welterbes. Mit einer Seilbahn in Hohenlimburg könnte ich auch endlich mal zum Schloss fahren, denn ich bin Rollstuhlfahrerin und kapituliere vor dem Kopfsteinpflaster. Mit dem Auto komme ich auch nur auf den Parkplatz und dann ist Ende. Ich fahre oft in der FuZo spazieren, aber ich kaufe kaum ein, weil die meisten Geschäfte Stufen haben. Also weg mit den Stufen! ;-)

27.07.2012
23:24
Werbegemeinschaft versagt
von Pelzbohne | #5

Die Diskussion über die Zukunft der Hohenlimburger Fußgängerzone und deren Geschäftstreibende ist nicht erst seit heute.

Man gewinnt den Eindruck das die Mitglieder sich selber behindern, nichts miteinander zutun haben wollen, jeder sein eigenes Süppchen kocht und ihr Geschäft innerlich schon aufgegeben haben.

Das Wir-Gefühl kennt man wahrscheinlich nur noch von Veranstaltungen wie z.B. beim Stadtfest oder Lichtermarkt, wenn überhaupt.

Während man in Hohenlimburg noch diskutiert und fast tatenlos zuschaut wie Geschäfte umziehen, wegziehen oder sogar schließen, werden woanders neue Einkaufsmeilen, Galerien, Straßen und Geschäftsgebäude gebaut, weit weg von der FuZo.

Der Werbegemeinschaft fehlt ein weitreichendes und umfangreiches Konzept das Konsequent umgesetzt werden muss. Es fehlen Verantwortliche die Erfahrung, Fachwissen, Weitsicht und Durchhaltevermögen aufweisen.

Die Werbegemeinschaft gleicht momentan eher einen Kleingartenverein als eine Kundenorientierte Institution

27.07.2012
19:16
Alles zu groß
von Pelzbohne | #4

Ja die Öffnungszeiten sind auch so ein Manko die nach oben hin noch viel Spielraum haben.

Die FuZo ist auch für heutige Verhältnisse zu groß, denn wir reden hier von sieben Straßen und die Geschäfte die ich für mein täglichen bedarf brauche, befinden sich überall verteilt.
Ein normale Einkauf gleicht einer Schnitzeljagd und für so was habe ich keine zeit und das Wetter lässt es auch meist nicht zu.

Man sollte die Geschäfte nur noch auf die Freiheitstr. und Herrenstr. fokussieren und in Bereichen aufteilen.

Herrenstr.
In die Herrenstr. sollte die Post, die Sparkasse, Lotto und Lebensmittelgeschäfte untergebracht sein.

Freiheitstr. -Brucker Platz:
Schuh, Sport, Outdoor und Bekleidungsgeschäfte.

Marktplatz
Cafes, Restaurants, Eisdielen und Außengastronomie

Brucker Platz - Preinstr.
Fachgeschäfte wie Schreibwaren, Bücher, Spielwaren, Foto, Blumen u.s.w.

Preinstr. und Rathaus
Drogerie, Optiker, Reformhaus, Sanitätshaus, Apotheke.

Lohmanstr.
Friseur, Nagelstudio und Sonstiges.

27.07.2012
18:21
Liffers: „Müssen alle mit anpacken“
von 12psmla | #3

Was soll ich dort kaufen. Brillen, Medikamente, .......Eine richtige Auswahl fehlt halt. Aber das schlimmste sind die antiquierten Ladenöffnungszeiten. Ich weiß nicht wann das einzelne Geschäft offen hat, also fahre ich erst dort gar nicht hin. Jeder hat andere Öffnungszeiten - eine ziemliche Katastrophe ist das. Macht weiter so und der Rest schließt auch noch. Weiterhin sollten die Vermieter über ihre Objekte nachdenken. z.B. das Kaiser`s Lebensmittelgeschäft Dieser Laden hat wie viele Andere 3-4Stufen vor der Tür, keine Rampe für Behinderte oder ebenerdigen Zugang. Toll!!!!

1 Antwort
Liffers: „Müssen alle mit anpacken“
von wettermaus | #3-1

Genau deshalb fahre ich an Kaisers vorbei und kaufe bei REWE in Elsey, bei Aldi, Lidl und Penny. Die haben keine Stufen. Woolworth finde ich nett, aber täglich kann ich da auch nicht einkaufen. Man braucht mal eine Kleinigkeit und dann schaue ich mich dort gern um. Stimmt, die Ladenöffnungszeiten finde ich auch antiquiert. Samstags um 13 Uhr und sonst um 18 Uhr ist meistens Schluss. In der Woche komme ich dann gerade mal von der Arbeit.

27.07.2012
18:13
Ist das die Hohenlimburger Bevölkerung?
von Pelzbohne | #2

In der Hohenlimburger Fußgängerzone sieht man zum größten teil auch nur noch Leute, die man nicht sehen will, nicht kennen will und auch nicht so sein möchte!

Wenn solche Leute die Hohenlimburger Kaufkraft nur noch darstellt, dann sollte die Werbegemeinschaft es doch mit Fixerstuben, Fast-Food Restaurants, Trinkhallen, Farb-Spraydosen Shops, Billigläden und Sanitätshäusern versuchen!

Die Parkplatzsituation rund um die FuZo. ist mit oder ohne Parkhaus auch miserabel nach wie vor, zum einkaufen! Jeder möchte so nah wie möglich an der Fuzo. parken.

Egal was für Geschäfte in der FuZo. existieren, das Problem wird sich nicht ändern solange man den Berufstätigen Autofahrer mit PKW nicht die "Innenstadt" lässt!

In Altena ist die Innenstadt zu klein um Autoverkehr zu ermöglichen und deshalb setzt man dort auf dem Burgaufzug, aber in Hohenlimburg gibt es die Möglichkeit Autos in die FuZo zu lassen!

Was ist schlimmer? Eine tote oder mit Autos und leben erfüllte Fußgängerzone?

27.07.2012
17:29
Es müssen alle mit anpacken
von Pelzbohne | #1

Ich persönlich gehe nur noch in die Hohenlimburger City, wenn ich zum Arzt muss. Was soll man dort auch? Für Einkäufe mit verbundenen langen Spaziergängen habe ich als Berufstätiger keine zeit mehr. Die Parkplatzsituation am Rathaus, Stennertstr., Bahnstr, und Preinstr. ist meist Hoffnungslos. Ich sehe meist auch diese kleinen Autos von Pflegediensten, Pillen auf Rädern und Essen auf Rädern die, die Parkplätze rund um die City belegen. Man könnte meinen, Hohenlimburg ist eine große Seniorenresidenz. Viele Alg.2-Empfänger mit ihrer Bierflasche in der Hand sorgen auch nicht für ein gutes Einkaufsklima. Dazu kommen auch die vielen Jugendlichen die alles andere als artig sind.

Ich sehe nur eine Lösung für die Hohenlimburger Fußgängerzone.
-Eine zumindest teilweise befahrbarmachung für PKWs mit Kurzzeitparkplätze!
Autofahrer = Kaufkraft!

In Altena hofft man auf einen teuren Burgaufzug, vielleicht könnte es auch eine Lösung für Hohenlimburg sein!?

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