Jecke Damen bringen Saalbau zum Kochen
06.02.2012 | 16:28 Uhr 2012-02-06T16:28:00+0100
Hohenlimburg.Der Hohenlimburger Karnevals-Verein um seinen ersten Vorsitzenden Peter Seuthe ist in der laufenden fünften Jahreszeit „ein echtes Kleinod“. Die Meister des karnevalistischen Frohsinns hätten, wenn es ihn für solche Anlässe geben würde, einen „Oscar“ verdient.
Für Organisation und Logistik, und, was wesentlich wichtiger ist, für die Auswahl der brillanten Künstler. Die verstanden es bei der ersten Damensitzung im proppenvollen Letmather Saalbau, ihr Publikum von der ersten Sekunde an zu fesseln!
Stimmung pur!
Im Saalbau tummelten sich dabei „Engel“, „Teufel“, „Nonnen“, „Piraten“, „Putzfrauen“. Wundervoll verkleidete Damen in venezianischen Kostümen mit Gold besetze Masken saßen einträchtig neben jungen Mädchen in Trikots von Schalke und Dortmund.
Alle waren, im Gegensatz zu den Herren eine Woche zuvor, verkleidet. So waren farbenfrohe Eigenkreationen zu bewundern!
Wer sagt, dass nur in den Karnevalshochburgen wie Mainz, Köln oder Düsseldorf gefeiert werden kann, der hat Veranstaltungen und Sitzungen des Hohenlimburger Karnevals-Vereins noch nicht miterlebt.
Was HKV-Präsident Peter Seuthe mit seiner karnevalistischen Familie in Eigenregie gestemmt hat, das kann sich wahrlich sehen lassen!
Nach dem Einmarsch der Damenriege ging sogleich die Post ab.
Die Tanzgarde „KG Kornblumenblau Menden“ mit ihren gekonnten Tanzeinlagen sorgte schon für das erste Highlight, Büttenredner „dat Fimmännchen“ für die erste „Rakete“ und die Tanzeinlagen des Herrenballettes „Piefe Mollys“ heizte die hochexplosive Stimmung noch mehr an.
Einfach gelungen die Parodien nach Tschaikowskys Schwanensee „Tanz der kleinen Schwäne“.
Große Begeisterung bei den Damen, als sich die Herren der Schöpfung auf offener Bühne - absolut jugendfrei - umzogen, um eine andere gekonnte Tanzeinlage zu präsentieren. „Die Jungs sind einfach spitze. Wie man sieht, kommen wir nicht ohne Männer aus“, wusste Manuela aus Iserlohn begeistert zu erzählen.
Der Saalbau kochte fast über.
Und nach der Pause hagelte es weitere Höhepunkte. Bauchredner Jörg Jara, der um das hohe Niveau der Hohenlimburger Gesellschaft wusste, kam sogar aus Rendsburg mit seinen beiden Puppen, dem 80 jährigen „Herrn Jensen“ und dessen Vogel „Hilde“ angereist, um die Damen mit allerbester Bauchrednerkunst zu weiteren Lachsalven zu animieren.
Und dann die stolze „Funkengarde Erkelenz“. Mit ihren akrobatischen Tanzeinlagen boten sie eine Show, die es in sich hatte.
Frauen feiern einfach anders. Dabei hatten die Hohenlimburger Karnevalisten wieder einmal den karnevalistischen Nerv der Damen getroffen. Wie gesagt: ein Kleinod in der heimischen Karnevalsszene!
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