Hulvershorn: „Lob fürs Krankenhaus“
09.02.2012 | 17:38 Uhr 2012-02-09T17:38:00+0100
Hohenlimburg.Es geht aufwärts. Täglich. Zufrieden blickt auch Ehefrau Anneliese auf ihren Hermann. Der ist wieder guter Dinge, hat Ideen und Pläne und möchte auch wieder mit seinem Auto fahren. In der Garageneinfahrt hat er bereits geübt.
Darauf deutete am Sonntag, 20. November 2011, nichts hin. Gar nichts.
Es war ein schwarzer Tag im Leben des ehemaligen Bezirksbürgermeisters. Nicht der erste. Dieser Sonntag war so schwarz, wie der 12. August 2006, als Hermann Hulvershorn bei einem offiziellen Termin beim Oeger Brückenfest einen Schlaganfall erlitt und sich davon nicht zu einhundert Prozent erholen konnte. Gleichwohl nahm er bis zum Ende der Kommunalwahlperiode die Amtsgeschäfte des Ersten Bürgers von Hohenlimburg wieder auf und stand eisern an der Spitze der Bezirksvertretung..
Manchmal, so scheint es, färbt das berufliche Leben auf den Charakter eines Menschen ab. Als Metallbauer hatte Hermann Hulvershorn vierzig Jahren auch (Krupp-)Stahl in seinen Händen. Und so standfest, so unbeugsam und so zuverlässig zeigte er sich auch in seinem (politischen) Leben.
Positive Eigenschaften, die ihm in schwierigen Zeiten geholfen haben. Ebenso wie seine Ehefrau Anneliese, für die ein Klischee zutrifft: Hinter einem starken Mann steht fast immer eine starke Frau.
Rückblende: Am Sonntag, 20. November, stürzte nämlich Hermann Hulvershorn im Flur seines Wohnhauses am Löhenbusch und verletzte sich schwer. „Ich hatte unglaubliche Schmerzen, bis die Rettungssanitäter kamen“, blickte er gestern zurück. Die Feuerwehrmänner brachten ihn ins Elseyer Krankenhaus. Mit der Versicherung: „Da sind sie gut aufgehoben.“
Die erste Diagnose war niederschmetternd: Oberschenkelhalsbruch. „Vor dreißig Jahren sind viele Senioren daran gestorben“, sagt der (fast) 78-Jährige mit ernster Miene. Doch die Medizin hat Fortschritte gemacht. Große.
Schon einen Tag später, am 21. November, lag Hulvershorn früh morgens auf dem Operationstisch. Chefarzt Dr. Joachim Dehn richtete und nagelte den Knochen und sorgte dadurch wieder für Halt, Sicherheit und einen reibungslosen Heilungsprozess. Perfekt.
Bereits einen Tag später „musste“ der ehemalige Bezirksbürgermeister das Krankenbett erstmals verlassen und für einen kurzen Augenblick aufstehen. Das steigerte sich täglich. Irgendwann ging es dann mit dem Rollator über den Krankenhausflur.
Bis zum 12. Dezember.
An diesem Montag wurde Hermann Hulvershorn wieder nach Hause und in die Hände eines bewährten Physiotherapeuten entlassen, weil die eingeplante Reha-Maßnahme in einem Iserlohner Krankenhaus nicht so schnell zu verwirklichen war.
Zweimal wöchentlich trainiert seither Uli Grete mit ihm und macht ihn fit für kleinere Spaziergänge. Zumindest „rund um dem Löhenbusch“ möchte der ehemalige Vorsitzende des SGV im Frühjahr wieder mit seiner Ehefrau laufen.
Über die medizinische Kompetenz und die Versorgung, über die Pflege und über die Freundlichkeit des Personals in „seinem“ Elseyer Krankenhaus ist er voll des Lobes. Als Ur-Hohenlimburger und ehemaliger Bezirksbürgermeister auch fast ein wenig stolz. „Das war alles wirklich gut. Da gibt es gar nichts zu meckern.“
Deshalb wünscht und hofft er, dass das Elseyer Krankenhaus für die Hohenlimburger Bürger auf Dauer erhalten bleibt. Nur müssen diese es auch annehmen und nutzen.
12:37
Gute Besserung kann man nur wirklich wünschen.
Der Doc heißt übrigens Dehnst.
Alles Gute Hermann!